Joachim Pfeiffer

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Joachim Pfeiffer, 2005

Joachim Pfeiffer (* 25. April 1967 in Mutlangen) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er ist seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf / Werdegang

[Bearbeiten] Persönliches

Joachim Pfeiffer wurde am 25. April 1967 in Mutlangen geboren. Seit 1994 ist er mit Susanne Pfeiffer verheiratet. Sie ist Richterin am Landgericht Stuttgart. Zusammen haben sie drei Söhne. Joachim Pfeiffer ist evangelisch.[1]

[Bearbeiten] Beruflicher Werdegang

[Bearbeiten] Schulzeit

Im Anschluss an die Realschule wechselte Pfeiffer an das Wirtschaftsgymnasium in Schwäbisch Gmünd und schloss dieses 1986 mit dem Abitur ab.

[Bearbeiten] Ausbildung bei der Bundeswehr

Von 1986 bis 1988 begab sich Pfeiffer im Rahmen seines Wehrdienstes in die Ausbildung zum Reserveoffizier bei der Bundeswehr. Sein Dienstgrad ist Hauptmann der Reserve (Stand 2012).

[Bearbeiten] Studium

1988 begann Pfeiffer ein Studium der technisch orientierten Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunktfach Verkehrswesen an der Universität Stuttgart, welches er 1992 als Diplomkaufmann erfolgreich abschloss. Sein Studium wurde durch ein Stipendium des Instituts für Begabtenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Während seines Studiums trat er der fakultativ schlagenden und farbentragenden Stuttgarter Burschenschaft Alemannia (Deutsche Burschenschaft) bei.

[Bearbeiten] Promotion

1997 erfolgte seine Promotion als freier Doktorand berufsbegleitend zum Dr. rer. pol. an der Universität Stuttgart mit der Arbeit „Die Rechtsformentscheidung der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger auf dem Gebiet der Abfallentsorgung in Baden-Württemberg“ bei Udo Kornblum.

[Bearbeiten] Lehrbeauftragter

Seit 2006 nimmt Pfeiffer die nebenberufliche Tätigkeit als Lehrbeauftragter für Energiepolitik am Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung (IER) der Universität Stuttgart wahr.

[Bearbeiten] Tätigkeiten

Von 1992 bis 1997 war Pfeiffer bei der Energie-Versorgung Schwaben beschäftigt und dort unter anderem im Bereich Controlling und Beteiligungen mit Unternehmensakquisitionen tätig sowie mit Public-Private-Partnership-Projekten bei der Wasserver- und Abwasserentsorgung betraut. Er war von 1997 bis 2002 Leiter der Wirtschafts- und Arbeitsförderung Stuttgart und übt seit 2003 eine freiberuflich beratende Tätigkeit (Dr. Joachim Pfeiffer Consulting) aus.

[Bearbeiten] Politischer Werdegang

1982 trat Pfeiffer als Schüler in die Junge Union ein. Drei Jahre später, 1985, wurde er Mitglied der CDU. Er war von 1990 bis 1994 Kreisvorsitzender der Jungen Union Rems-Murr. In der Zeit von 1992 bis 1999 war Pfeiffer Mitglied des Gemeinderats seiner Heimatgemeinde Urbach, sowie seit 1994 Mitglied der Regionalversammlung des Verbands Region Stuttgart. Seit 1996 ist Pfeiffer Vorsitzender der CDU-Fraktion im Verband Region Stuttgart. Von 1997 bis 1999 war er Vertreter des Landesverbandes Baden-Württemberg im Deutschlandrat der Jungen Union. Seit 2000 ist Pfeiffer Kreisvorsitzender der CDU Rems-Murr. Von 2003 bis 2009 war er Beisitzer im Landesvorstand der CDU Baden-Württemberg. 2002 wurde Pfeiffer Mitglied des Deutschen Bundestages und ist seitdem stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Waiblingen in den Bundestag eingezogen. Bei der Bundestagswahl 2009 (2005) erreichte er dabei 43,0 % (49,6 %) der Erststimmen. Seit 2005 ist er Koordinator in Energiefragen und stellvertretender wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bis er im November 2009 der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion wurde.

[Bearbeiten] Mitgliedschaften

[Bearbeiten] Mitgliedschaften in Gremien des Bundestages

[Bearbeiten] Ausschuss für Wirtschaft und Technologie

Pfeiffer ist ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie. In diesem Ausschuss werden aktuelle wirtschaftspolitische Themen, die im EU-Binnenmarkt und globalen Wettbewerb nicht nur ein innerdeutsches Arbeitsgebiet bleiben, behandelt. Auf der Tagesordnung stehen im dabei grundsätzliche wirtschaftspolitische Fragen sowie Energiepolitik, Post, Telekommunikation, neue Technologien und Innovationen, aber auch der Mittelstand.

[Bearbeiten] Verteidigungsausschuss

Im Verteidigungsausschuss ist Pfeiffer ein stellvertretendes Mitglied. Im Vordergrund des Verteidigungsausschusses steht die Sicherheit des Landes, der Verbündeten und nicht zuletzt die der Bundeswehrsoldaten im Einsatz.

[Bearbeiten] Funktionen in Unternehmen

Pfeiffer nimmt folgende Funktionen in Unternehmen ein:

  • Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin, Mitglied des Beirates
  • GWG Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau Baden-Württemberg AG, Stuttgart, Mitglied des Beirates
  • Hitachi Power Europe GmbH, Oberhausen, Mitglied des Beirates
  • INITIUM AG Consulting und Management, Plüderhausen, Mitglied des Aufsichtsrates
  • Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH, Stuttgart, Mitglied des Aufsichtsrates
  • Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, Stuttgart, Mitglied des Aufsichtsrates

[Bearbeiten] Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts

Er nimmt folgende Funktionen in Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts ein:

[Bearbeiten] Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen

Er nimmt folgende Funktionen in Vereinen, Verbänden und Stiftungen ein:

  • Bundesverband BioEnergie e.V. (BBE), Bonn, Mitglied des politisch/wissenschaftlichen Beirates
  • Deutsch-Jordanische Gesellschaft e.V., Berlin, Mitglied des Parlamentarisch politischen Beirates
  • Forum Region Stuttgart e.V., Stuttgart, Mitglied des Kuratoriums
  • Global Panel Foundation e.V., Ludwigshafen, Mitglied des Beirates
  • Institut der deutschen Immobilienwirtschaft e.V. (iddiw), Berlin, Mitglied des Beirates
  • International School of Stuttgart e.V., Stuttgart, Mitglied des Beirates
  • Landesverband Württembergischer Karnevalvereine e.V. 1958, Stuttgart, Beisitzer im Rechtsausschuss
  • Packaging Excellence Region Stuttgart e.V., Waiblingen, Kompetenzzentrum für Verpackungs- und Automatisierungstechnik, Waiblingen, Mitglied des Beirates
  • Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg, Karlsruhe, Mitglied des Kuratoriums
  • Stiftung Theaterhaus Stuttgart, Stuttgart, Mitglied des Kuratoriums

[Bearbeiten] Positionen

Pfeiffer gilt als Befürworter des Einsatzes von Atomkraftwerken zur Energieerzeugung. Vor der Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan 2010 votierte er für AKW-Laufzeiten von 60 Jahren[2].

[Bearbeiten] Sonstiges

Am 24. Oktober 2004 wurde Pfeiffer auf einer Wahlparty anlässlich der Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl, bei der Wolfgang Schuster im zweiten Wahlgang im Amt bestätigt worden war, von Christoph Palmer beschimpft und geohrfeigt, da Pfeiffer für den Rücktritt von Erwin Teufel vom Amt des Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg eingetreten war. Diese „Affäre Pfeiffer“ kostete Palmer das Amt als Staatsminister.

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.joachim-pfeiffer.info/portrait/werdegang.php
  2. Tageszeitung TAZ, 15. April 2011 :Atomexperte der Union über Energiewende „Stromleitungen kosten 50 Milliarden“

[Bearbeiten] Weblinks

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