Joan Bennett

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Joan Bennett (* 27. Februar 1910 in Palisades, New Jersey; † 7. Dezember 1990 in Scarsdale, New York) war eine US-amerikanische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Bennett entstammt einer Schauspielerfamilie, die sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Ihre Eltern waren in ihrer frühesten Jugend ständig auf Theatertournee quer durch die USA, so dass Joan Bennett bei engen Freunden der Familie aufwuchs. Ihr Vater war Richard Bennett, eine ihrer Schwestern die Schauspielerin Constance Bennett. Mit vier Jahren stand sie zum ersten Mal auf der Bühne. Ein Jahr später gab sie ihr Debüt beim Film. Ab 1928 war Joan ausschließlich als Filmschauspielerin tätig. Sie war anfangs bei First National unter Vertrag und spielte oft Rollen, die von Loretta Young abgelehnt wurden (Moby Dick, Disraeli). Später, unter Vertrag bei der Fox, war sie oft an der Seite des jungen Spencer Tracy zu sehen. 1933 war Joan Bennett an der Seite von Katharine Hepburn in der Literaturverfilmung Vier Schwestern nach dem Roman von Louisa May Alcott zu sehen. Ihre Karriere bekam jedoch erst ab 1934 einen Schub, als sie bei Paramount unter Vertrag genommen wurde. Neben Bing Crosby und W.C. Fields spielte sie in Mississippi, neben Claudette Colbert, Charles Boyer und Joel McCrea in Oberarzt Dr. Monet. Ihr Talent für leichte Komödien stellte sie neben Cary Grant in Wedding Present und Große braune Augen, beide 1936, unter Beweis.

1938 bekam die Schauspielerin viel Publicity, als sie sich für den Film Trade Winds ihre blonden Haare brünett, a là Hedy Lamarr, färben ließ und diesen Look (inklusive Mittelscheitel) bis zum Ende der Laufbahn beibehielt. 1939 gehörte Miss Bennett zu den engsten Anwärterinnen für die Rolle der „Scarlett O'Hara“ in Vom Winde verweht. Nur von ihr und Paulette Goddard wurden farbige Probeaufnahmen für die Rolle gemacht. Am Ende bekam aber Vivien Leigh die Rolle.

Nachdem ihr damaliger Ehemann, der Produzent Walter Wanger, 1952 ihren Liebhaber vor der Haustür niederschoss, beeinträchtigte dieser Skandal ihre Karriere nachhaltig und sie spielte ihre letzte große Kinorolle 1956 in Douglas Sirks Es gibt immer ein Morgen. Ab 1966 wurde Miss Bennett jedoch in den USA durch ihre Mitwirkung in der Fernsehserie Dark Shadows einer breiten Öffentlichkeit bekannter als je zuvor. In der langlaufenden Familiensaga, bei der die Lebenden in Kontakt mit allen Formen von Untoten treten, war sie bis 1971 in einer tragenden Rolle zu sehen und wirkte 1970 auch im dazugehörigen Kinofilm Schloss der Vampire mit. Die Serie war sehr populär und war stilbildend für ein ganzes Genre.

Joan Bennett war viermal verheiratet und hatte aus den ersten drei Ehen vier Töchter. Als sie 1990 starb, war sie dreizehnfache Großmutter.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joan Bennett – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien