Joan Rivers

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rivers im Jahr 2010

Joan Rivers (* 8. Juni 1933 als Joan Alexandra Molinsky in Brooklyn, New York; † 4. September 2014 in Manhattan, New York) war eine amerikanische Entertainerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Rivers wuchs als Tochter russisch-jüdischer Einwanderer in Brooklyn auf, ihr Vater war Arzt. Sie besuchte das Connecticut College for Women und schloss anschließend ein Studium am Barnard College mit einem Bachelor in Englisch und Anthropologie ab.[1]

Anschließend arbeitete sie in einem Kaufhaus und heiratete 1957 den Sohn ihres Chefs. Die Ehe wurde schon im Jahr darauf wieder geschieden. 1965 verhalf ein Auftritt in Johnny Carsons Tonight Show der bis zuletzt als Komikerin arbeitenden Rivers zu größerer Bekanntheit. Im selben Jahr heiratete sie den britischen TV-Produzenten Edgar Rosenberg. 1968 erhielt sie ihre eigene Fernsehshow und sie war weiterhin oft zu Gast in den Sendungen von Carson und Ed Sullivan, außerdem bekam sie ihre Tochter Melissa. Ab 1983 wurde die bis zuletzt in Kalifornien lebende Rivers Ersatzmoderatorin bei Carsons Late-Night-Show.

Rivers wurde 1984 in Harvard von der Hasty-Pudding-Theatergesellschaft zur Frau des Jahres gekürt. 1986 wechselte sie zum gerade gegründeten FOX-Network, wo sie in direkte Konkurrenz zu Carson trat. Ihr Dreijahresvertrag, der ihr angeblich 10 Millionen Dollar eingebracht hätte, wurde nicht erfüllt: The Late Show Starring Joan Rivers wurde schon nach acht Monaten eingestellt.[2] Edgar Rosenberg, der die Sendung produziert hatte, beging noch im selben Jahr Selbstmord.[3] Rivers begann einige Zeit später mit der Moderation einer Talkshow (The Joan Rivers Show), die in Syndication lief. 1989 erhielt sie einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. Für die Moderation der Joan Rivers Show wurde sie 1990 mit einem Daytime-Emmy ausgezeichnet.[4]

2009 wirkte sie in der US-Version der Reality Show The Celebrity Apprentice mit, dabei konnte sie sich gegen alle anderen Teilnehmer durchsetzen. Seit August 2009 moderierte Rivers im US-Fernsehen die Reality Show How’d You Get So Rich des Senders TV-Land, in der sie Selfmade-Millionäre und deren Werdegang vorstellte. Außerdem hatte sie bei der Serie Nip/Tuck – Schönheit hat ihren Preis einen Gastauftritt, was ein Schlaglicht auf ihr eigenes Privatleben warf: seit 1965 hatte sie sich in die Hände von Schönheitschirurgen begeben, worüber sie sich selbst regelmäßig lustig machte.

Rivers war außerdem als Schmuckverkäuferin auf QVC und Kommentatorin von Red-Carpet-Events bekannt. Letztere moderierte sie häufig zusammen mit ihrer Tochter.

Sie starb im Alter von 81 Jahren in ihrer Heimatstadt New York im künstlichen Koma, nachdem es bei ihr während einer Stimmbandoperation zu einem Atemstillstand gekommen war.[5]

Posthum wurde ihr Hörbuch Diary of a Mad Diva im Februar 2015 mit einem Grammy ausgezeichnet.

Filme (Auswahl)[Bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten]

  • 1974: Having a Baby Can Be a Scream
  • 1984: The Life and Hard Times of Heidi Abromowitz
  • 1986: Enter Talking
  • 1991: Still Talking
  • 1995: Jewelry by Joan Rivers
  • 1997: Bouncing Back: I’ve Survived Everything ... and I Mean Everything ... and You Can Too!
  • 1998: From Mother to Daughter: Thoughts and Advice on Life, Love and Marriage
  • 1999: Don’t Count the Candles: Just Keep the Fire Lit!
  • 2009: Murder at the Academy Awards (R): A Red Carpet Murder Mystery
  • 2009: Men Are Stupid...And They Like Big Boobs: A Woman’s Guide to Beauty Through Plastic Surgery
  • 2012: I Hate Everyone...Starting with Me
  • 2014: Diary of a Mad Diva

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Joan Rivers – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sandy Lawson: Rivers’ Biographie bei Allmusic, aufgerufen am 7. November 2008
  2. Lisa Belkin: Joan Rivers leaving as host of talk show officials say. In: The New York Times, 16. Mai 1987 (englisch)
  3. Edgar Rosenberg, Husband And Colleague of Joan Rivers. In: The New York Times, 15. August 1987 (englisch)
  4. Awards-Übersicht bei IMDb
  5. Richard Corliss: Remembering Joan Rivers: As If She’d Let Us Forget Her, time.com, 4. September 2014