Jochberg (Tirol)

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Jochberg
Wappen von Jochberg
Jochberg (Tirol) (Österreich)
Jochberg (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kitzbühel
Kfz-Kennzeichen: KB
Fläche: 87,85 km²
Koordinaten: 47° 23′ N, 12° 25′ O47.3812.419722222222923Koordinaten: 47° 22′ 48″ N, 12° 25′ 11″ O
Höhe: 923 m ü. A.
Einwohner: 1.554 (1. Jän. 2014)
Postleitzahl: 6373
Vorwahl: 05355
Gemeindekennziffer: 7 04 08
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Dorf 22
6373 Jochberg
Website: www.jochberg.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Heinz Leitner (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(13 Mitglieder)
4 SPÖ, 4 ÖVP, 4 FPÖ, 1 Unabhängige Liste
Lage der Gemeinde Jochberg im Bezirk Kitzbühel
Aurach bei Kitzbühel Brixen im Thale Fieberbrunn Going am Wilden Kaiser Hochfilzen Hopfgarten im Brixental Itter Jochberg Kirchberg in Tirol Kirchdorf in Tirol Kitzbühel Kössen Oberndorf in Tirol Reith bei Kitzbühel Schwendt St. Jakob in Haus St. Johann in Tirol St. Ulrich am Pillersee Waidring Westendorf TirolLage der Gemeinde Jochberg (Tirol) im Bezirk Kitzbühel (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Jochberg ist eine Gemeinde mit 1554 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) im Bezirk Kitzbühel, Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Kitzbühel.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Der Ortskern von Jochberg liegt etwa auf halbem Weg zwischen Kitzbühel und dem Pass Thurn, der nach Mittersill im Salzburger Pinzgau führt. Das Gemeindegebiet reicht dabei bis zur Grenze zum Bundesland Salzburg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Jochberg besteht aus einer einzigen, gleichnamigen Katastralgemeinde und Ortschaft.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Astach
  • Bärenbichl
  • Ed
  • Filzen
  • Hütten
  • Jochbergwald
  • Irler
  • Jodlbichl
  • Kalkschmidt
  • Künstler
  • Mairhofen
  • Oberhausen
  • Parzen
  • Pschitt
  • Reith
  • Riesern
  • Vorderreith

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn:

Geschichte[Bearbeiten]

Das Gebiet rund um Jochberg ist schon seit Urzeiten besiedelt. Auf der Kelchalpe bei Aurach befand sich schon um 1245 v. Chr. ein Bergbauzentrum. Man fand über 40 prähistorische Schmelzhütten, der Großteil davon im Gemeindegebiet von Jochberg, weitere im Gemeindegebiet von Aurach. Anhand von archäologischen Funden sowie Radiocarbondaten werden die Schmelzanlagen in die Zeit des 14./13. Jhdt. v. Chr. (Übergang der mittlerern zur späten Bronzezeit) bis mindestens in die Zeit der fortgeschrittene Urnenfelderkultur (um 1.000 v. Chr.) datiert. Wie lange die prähistorische Kupferproduktion in diesem Gebiet andauerte ist bislang noch nicht geklärt.

Bei Jochberg handelt es sich um eine Rodungssiedlung. Die Siedler kamen vom Kloster Rott am Inn, die sich das Land erst urbar machen mussten. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte unter Kaiser Heinrich IV. im Jahre 1173. Seit 1275 gilt Jochberg als Nahtstelle zwischen Salzburg und Bayern.

Ab dem 14. Jahrhundert gehörte das Dorf zum Gericht Kitzbühel. Ein Jahrhundert später wurde der Ortsteil umgehend ausgebaut und wurde zu einem Viertel. Um 1500 veränderte sich der Charakter Jochbergs und der Bergbau wurde erneut aufgenommen. Es wurden Metalle wie Silber und Kupfer geschürft. Verhüttet wurde das Erz im Weiler „Hütten“. Bis 1926 war der Bergbau in dieser Region in Betrieb, die Hütte bis 1874.

Seit 1762 ist Jochberg ein eigenes Dorf und scheint unter den zehn Dörfern des Landesgerichts Kitzbühel auf. Im Jahre 1835 baute man eine Straße.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde zeigt einen rechtsschreitenden Ochsen und nimmt auf die Höhenlage der Gemeinde und die Bedeutung der Landwirtschaft Bezug. Das Wappen der Ochsenberger, einer Adelsfamilie mit viel Grundbesitz im Viertel Jochberg, bildete die Grundlage für das Jochberger Wappen.[1]

Pfarrkirche Jochberg

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Jochberg
  • Als erstes Gotteshaus ist eine Michaelskirche beurkundet. 1485 wurde eine zweite Kirche errichtet. Der Chiemseer Bischof Berthold Pürstinger hat den Neubau geweiht. Als Kirchenpatron wurde der Heilige Wolfgang, Bischof von Regensburg, gewählt.
  • Die barocke von 1750–1752 von Kassian Singer erbaute Wallfahrtskirche wurde von Simon Faistenberger farbenprächtig ausgemalt. Sie ersetzte den gotischen Vorgängerbau aus dem Jahre 1485.
  • Fast 300 Jahre lang war der Wolfgangsbrunnen, der unterhalb der Kirche entsprang, Ziel von Pilgern welche Heilung suchten und fanden. Dies ist in einem sogenannten „Mirakelbuch“ aus dem Jahr 1505 in 99 Fällen schriftlich überliefert. Weshalb dieses Pilgertum zur Wolfgangsquelle langsam versiegte ist nicht klar. Auf Initiative von Pfarrer Andreas Jakober gründete sich der „Verein der Freunde der Wolfgangsquelle“.

Das Wolfgangswasser aus einer Tiefbohrung kann nun in der gotischen Wolfgangskapelle in der Pfarrkirche berührt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Jochberg, Tirol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jochberg (Land Tirol), tirolatlas, abgerufen am 26. November 2012