Jochen Alexander Freydank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jochen Alexander Freydank (* 15. September 1967 in Ost-Berlin[1]) ist ein deutscher Regisseur. Seit 1999 hat er mehrere Filme verwirklicht, darunter den mit einem Oscar ausgezeichneten Film Spielzeugland.

Leben[Bearbeiten]

Freydank begann Anfang der 1990er-Jahre als Cutter und Regieassistent bei verschiedenen Fernseh- und Filmproduktionen. Nachdem er fünf Mal als Student von den Filmhochschulen in Berlin und Potsdam abgelehnt wurde,[2] gründete Freydank im Jahr 1999 mit der Mephisto Film seine eigene Filmproduktionsfirma.

Parallel zu seiner Arbeit als Regisseur schrieb Freydank Drehbücher für die Krimireihe Polizeiruf 110 und die Serien Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen, Medicopter 117 – Jedes Leben zählt und Klinikum Berlin Mitte – Leben in Bereitschaft. Von 2007 bis Mitte 2009 war Freydank als Produzent für die Kinderserie Endlich Samstag! des Bayerischen Rundfunks und die ARD-Serie In aller Freundschaft tätig.

Freydank führte Regie bei Werbe- und Imagefilmen, inszenierte Theaterstücke, so die Komödie Johnny Chicago mit Kurt Krömer an der Berliner Volksbühne [3]

Sein erster Kurzfilm war die makabre Komödie Glückliches Ende, mit der Freydank unter anderem beim Filmfestival Max Ophüls Preis im Wettbewerb antrat. 2001 folgten Notfall sowie 2002 die Kurzfilmsatire Dienst. Der Film hatte seine Weltpremiere auf dem Montreal World Film Festival. Nach zweijähriger Vorarbeit verwirklichte Freydank den Kurzfilm Spielzeugland, der über 30 internationale Preise gewann.[4] Im Februar 2009 wurde Spielzeugland mit dem Oscar ausgezeichnet.[5]

Freydank inszenierte zwei Tatorte für die ARD [6] und 2011 die mit dem Bayerischen Fernsehpreis für die beste Regie ausgezeichnete Tragikomödie Und weg bist du für Sat.1. Er realisierte 2013/2014 den Kinofilm Der Bau nach der gleichnamigen Erzählung von Franz Kafka zu dem er auch das Drehbuch schrieb. Derzeit arbeitet an der Verfilmung der Komödie Küstennebel nach eigenem Drehbuch für das ZDF. Drehbeginn war Mai 2014. [7]

Jochen Alexander Freydank ist Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

2013[Bearbeiten]

2009[Bearbeiten]

2008[Bearbeiten]

2007[Bearbeiten]

2004[Bearbeiten]

  • Montecatini Film Festival, Italien, best film International Panorama für Dienst

2003[Bearbeiten]

2002[Bearbeiten]

  • Audience award, Spotlight, internationales TV- und Werbefilm Festival für Hanfstreu
  • Cindy Award in Gold by the Association of Audio Visual Communicators für Hanfstreu
  • Silberner Bär, Festival der Nationen, Austria für Notfall
  • Corto web award, Arcipelago Film Festival, Rom, Italy für Notfall

2001[Bearbeiten]

  • Kommunikationsverband: "Die Klappe in Bronze", für Hanfstreu
  • Audience award at the online film festival "Shorts welcome" für Glückliches Ende

Dokumentation[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Jochen Freydank - Biographie, Filmportal.de
  2. Die Welt: „Denk beim Oscar an die Stretchlimo!“ vom 18. Februar 2009.
  3. focus.de: Oscarpreisträger Freydank an der Volksbühne, abgerufen am 30. August 2011.
  4. Der Tagesspiegel: Kurzfilm aus Berlin für Oscar nominiert vom 22. Januar 2009.
  5. oscars.org: Nominees & Winners for the 81st Academy Awards, abgerufen am 30. August 2011.
  6. tagesspiegel.de: „Der Krieg in Afghanistan darf kein Alltag werden“, abgerufen am 30. August 2011.
  7. [1]