Joe Barton

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Joe Barton (2006)

Joe Linus Barton (* 15. September 1949 in Waco, Texas) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und seit 1985 Mitglied des US-Repräsentantenhauses für Texas.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Waco High School studierte er von 1968 bis 1972 Maschinenbau an der Texas Agricultural & Mechanical University (TAMU) und erwarb dort einen Bachelor of Arts (B.A. Industrie Engineering). Ein anschließendes Postgraduiertenstudium im Fach Betriebsführung an der Purdue University in West Lafayette (Indiana) beendete er 1973 mit einem Master of Science (M.Sc. Industrial Administration). Danach war er als Manager tätig. Als White House Fellow war er 1981 bis 1982 Mitarbeiter von US-Energieminister James B. Edwards.

1984 wurde Barton erstmals zum Mitglied im US-Repräsentantenhaus gewählt und vertritt dort nach zwölf Wiederwahlen seit dem 3. Januar 1985 den 6. Kongresswahlbezirk von Texas. Von 2003 bis 2007 war Vorsitzender des Ausschusses für Energie und Handel (Committee on Energy and Commerce) und ist seitdem ranghöchstes Mitglied der republikanischen Minderheitsfraktion (Ranking Minority Member) und damit Oppositionsführer in diesem Ausschuss.

Für Kontroversen sorgte Barton im Juni 2010, als er sich während einer Anhörung von BP-Chef Tony Hayward vor dem Ausschuss bei Hayward dafür entschuldigte, dass die US-Bundesregierung den Konzern aufgrund der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu hohen Entschädigungszahlungen verpflichtet hatte. Das Weiße Haus reagierte mit scharfer Kritik. Pressesprecher Robert Gibbs bezeichnete Bartons Aktion als „beschämend“. Barton sorge sich offensichtlich mehr um Großunternehmen als um die Situation der kleinen Leute. Der Abgeordnete Jeff Miller legte seinem Parteifreund Barton den Rücktritt von dessen Führungsposition im Ausschuss nahe.[1]

Barton ist auch ein erklärter Klimaskeptiker, der die menschengemachte globale Erwärmung abstreitet.[2] Als Ursache für den Klimawandel sieht er den Zorn Gottes. [3] Außerdem lehnte er das Nutzen von Windenergie ab, weil das seiner Auffassung nach den Klimawandel beschleunigen würde[4]. Der satirische Moderator Bill Maher wählte ihn aufgrund dieser Aussagen zu einem der zehn verrücktesten Kongressabgeordneten[5].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rep. Joe Barton Apologizes to BP's Tony Hayward for White House "Shakedown", CBS News, 17. Juni 2010
  2. Eight More Deep Thoughts from Rep. Joe Barton, Time, 18. Juni 2010
  3. [1], TAZ, 12. April 2013
  4. http://www.thedailybeast.com/newsweek/blogs/the-gaggle/2010/06/18/who-is-joe-barton.html (Version vom 18. Januar 2012 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/Wartung/Linktext_fehlt
  5. Real Time Seite von Bill Maher (engl.)

Weblinks[Bearbeiten]