Joe Strummer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Joe Strummer 1999

Joe Strummer (* 21. August 1952 in Ankara, Türkei; † 22. Dezember 2002 in Somerset, England; eigentlich John Graham Mellor) war ein britischer Punkrockmusiker. Bekannt wurde er als Mitbegründer und Sänger/Gitarrist der britischen Punk-Band The Clash.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Joe Strummer mit The Pogues in Japan (Foto: Masao Nakagami)
Joe Strummer Street im Küstendorf von Filmregisseur Emir Kusturica im serbischen Mokra Gora

Joe Strummer wurde als Sohn eines britischen Diplomaten geboren. Er versprach schon in seiner Internatszeit einem Freund, dass er ein Popstar werden würde. Als er die Schule abgeschlossen hatte, gründete er die Pub-Rock-Band „The 101ers“, die er nach nur einer Veröffentlichung verließ, um zur Punk-Band „London SS“ zu wechseln, die sich fortan The Clash nannte und Berühmtheit erlangte. Strummer sang, textete und spielte seine Fender Telecaster bei The Clash, was in Kombination mit Mick Jones' besonderen Gitarren-Riffs einige bedeutende Punk-Tracks und mit London Calling eines der erfolgreichsten Alben der Musikgeschichte hervorbrachte. Allerdings gab es immer wieder Differenzen zwischen den Bandmitgliedern und einige Wechsel in der Besetzung. Nach der Auflösung von The Clash veröffentlichte Strummer 1989 seine erste Solo-LP Earthquake Weather und war später vorübergehend Sänger der Pogues als Ersatz für den ausgeschiedenen Shane MacGowan. 1995 begleitet Joe die britischen Celtic-Folk-Punker The Levellers bei deren UK-Top-12-Single „Just The One“ am Piano. Nach langer, durch Querelen mit der Plattenfirma bedingter Schaffenspause erschien 1999 sein zweites Soloalbum Rock Art And The X-Ray Style mit seiner neuen Band The Mescaleros, mit der er 2001 ein weiteres Album veröffentlichte (Global A-Go-Go). Mit Johnny Cash spielte und sang er den Bob-Marley-Klassiker Redemption Song, der 2003 auf Cashs Box Set Unearthed veröffentlicht wurde.

Joe Strummer starb völlig unerwartet am 22. Dezember 2002 in seinem Haus an einem angeborenen, aber unentdeckten Herzfehler.

Nach seinem Tod wurde im Oktober 2003 postum sein letztes Album Streetcore veröffentlicht.

Zahlreiche Bands widmeten Joe Strummer Songs oder ganze Alben, darunter Die Toten Hosen, Beatsteaks, Rancid, Dropkick Murphys, The Gaslight Anthem und Attila the Stockbroker's Barnstormer.

2006 drehte der britische Regisseur Julien Temple eine Dokumentation über Joe Strummer mit dem Titel Joe Strummer: The Future Is Unwritten, bei der Bernie Rhodes, Mick Jones, Topper Headon, Bono, Jim Jarmusch, Johnny Depp, Matt Dillon und andere mitwirkten.

Die 2007 in den USA angelaufene Serie John from Cincinnati verwendet Strummers Song „Johnny Appleseed“ als Titelsong.

Die 2011 erschienene Live-CD "Live on Ten Legs" von Pearl Jam enthält als Opener den Strummer Song "Arms Aloft" von dessen 2003er Album "Joe Strummer & The Mescaleros - Streetcore"

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Solo

  • Love Kills (1986)Promo 12" MCA Records (MCA-23655)from The "Sid & Nancy" Movie Soundtrack.
  • Walker (1987)
  • Trash City (1988)Promo 12" Epic Records (EAS 01103) Version Of Trash City from the "Permanent Waves" Movie Soundtrack.
  • Earthquake Weather (1989)

[Bearbeiten] als Joe Strummer and the Mescaleros

  • Rock Art And The X-Ray Style (1999)
  • Global A Go-Go (2001)
  • Streetcore (2003)

[Bearbeiten] Filmographie

Musik
Darsteller
  • 1980: Rude Boy
  • 1983: Hell W10
  • 1983: The King Of Comedy
  • 1986: Straight to Hell - Fahr zur Hölle (Straight to Hell)
  • 1987: Walker
  • 1988: Candy Mountain
  • 1989: Mystery Train
  • 1990: Vertrag mit meinem Killer
  • 1997: Doktor Chance

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Joe Strummer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen