Joe Walsh

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Joe Walsh 2006
Joe Walsh 1975

Joe Walsh (Joseph Fidler Walsh; * 20. November 1947 in Wichita, Kansas) ist ein US-amerikanischer Rock-Gitarrist. Er gilt als einflussreicher Slide-Gitarrist.

Leben[Bearbeiten]

Während Walsh an der Kent State University Oboe und Klarinette studierte,[1] spielte er in verschiedenen lokalen Bands, zuerst Bass, später dann Gitarre.

1969 gelangte er als Leadgitarrist der James Gang zu erster Bekanntheit. Die James Gang hatte mehrere kleine Erfolge und produzierte vier Langspielplatten.

1971 verließ Walsh die Band, um eine Solo-Karriere zu starten. Seine ersten Solowerke, Barnstorm von 1972 und der Nachfolger The Smoker You Drink, The Player You Get von 1973 festigten seinen Status als Rockmusiker. Auch seine markante Stimme trug dazu bei, dass er sich als Solo-Interpret etablieren konnte. Sein trockener Humor fanden ihren Weg in seine Lieder. Mehrere Titel dieser Alben, namentlich Rocky Mountain Way, wurden häufig im Radio gespielt und sind immer noch beliebte Beispiele des Classic-Rock-Genres.

Nach einem weiteren Studio- und einem Live-Album wurde Walsh 1976 eingeladen, den Eagles beizutreten, wo er den scheidenden Gitarristen Bernie Leadon ersetzte. Er führte dort einen härteren Sound ein und war stark mitverantwortlich für den Stil ihres sehr erfolgreichen Albums Hotel California. Das Gitarrensolo des Titelsongs von Don Felder[2] und Joe Walsh wurde 1998 vom Guitarist magazine als bestes Solo aller Zeiten gewählt sowie 1998 vom Guitar Magazine auf Platz acht der Top 100 Guitar Solos.[3]

Als die Eagles wenige Jahre später ihrem Ende entgegengingen, fing Walsh wieder an, alleine zu arbeiten. Seine beiden Langspielplatten But Seriously Folks (1978) und There Goes The Neighborhood (1981) verkauften sich gut. Während der 1980er Jahre nahm er weitere Alben auf, doch gingen musikalische Trends an ihm vorbei.

1990 tourte Walsh mit Jeff Baxter (Steely Dan, Doobie Brothers), John Entwistle (The Who), Keith Emerson (Emerson, Lake & Palmer) und dem profilierten Studiodrummer Simon Phillips unter dem Bandnamen The Best durch Hawaii und Japan. Ein Album dieser Besetzung kam nicht zustande.

Am 18. Oktober 1991 trat Joe Walsh anlässlich der Weltausstellung Expo 92 in Sevilla (Spanien) zusammen mit Steve Vai, Brian May, Joe Satriani und anderen im Rahmen der Konzertreihe Las Leyendas De La Guitarra auf.

Bis zur Wiedervereinigung der Eagles und einer gemeinsamen Konzerttour in den späten 1990er Jahren sah und hörte man danach nur noch wenig von ihm.

Durch seine Vielseitigkeit auf der akustischen und elektrischen Gitarre war Joe Walsh als unterstützender- oder Sologitarrist auch bei Auftritten anderer Künstler gerne gesehen. Er wirkte bei Aufnahmen und Live-Auftritten, unter anderem von Ringo Starr, Dan Fogelberg, Nicky Hopkins und Steve Winwood mit. Außerdem erschien er kurz im Film The Blues Brothers.

Nebenbei betätigt er sich als Funkamateur (Rufzeichen WB6ACU).

Diskografie[Bearbeiten]

Alben[Bearbeiten]

  • Barnstorm (01/1973; US # 79)
  • The Smoker you drink, the Player you get (09/1973; US # 6)
  • So what (12/1974; US # 11)
  • You can’t argue with a sick Mind (Livealbum; 04/1976; US # 20)
  • But seriously, Folks … (06/1978; US # 8)
  • There goes the Neighborhood (05/1981; US # 20)
  • You bought it - You name it (07/1983; US # 48)
  • The Confessor (06/1985; US # 65)
  • Got any Gum? (08/1987)
  • Ordinary average Guy (07/1991)
  • Songs for a dying Planet (05/1992)
  • A Future to this Life (Robocop: The Series Soundtrack; 04/1995)
  • Look what I did: The Joe Walsh Anthology (07/1995)
  • Analog Man (03/2012)

Singles[Bearbeiten]

  • Mother says (10/1972)
  • Rocky Mountain Way (08/1973; US # 23)
  • Meadows (01/1974; US # 89)
  • Turn to Stone (02/1975; US # 93)
  • Time Out (live) (04/1976)
  • Walk away (live) (06/1976)
  • Life’s been good (06/1978; US # 12)
  • Over and over (11/1978)
  • All Night long (06/1980; US # 19)
  • A Life of Illusion (05/1981; US # 34)
  • Space Age Whiz Kids (06/1983; US # 52)
  • I can play that Rock’n’Roll (08/1983)
  • Love Letters (09/1983)
  • I broke my Leg (06/1985)
  • The Radio Song (08/1987)
  • In my Car (11/1987)
  • Ordinary average Guy (07/1991)
  • A Future to his Life (EP/Duett mit Lita Ford; 04/1995)

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Oboe, Klarinette
  2. guitarworld.com: Don Felder
  3. rocklistmusic.co.uk: Best Solos