Joe Williams

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Dieser Artikel behandelt den in der Jazzszene bekannten Sänger; zu weiteren Personen dieses Namens siehe Joe Williams (Begriffsklärung).
Joe Williams

Joe Williams, eigentlich Joseph Goreed (* 12. Dezember 1918 in Cordele, Georgia; † 29. März 1999 in Las Vegas) war ein US-amerikanischer Jazz-Sänger, der vor allem für seine Auftritte mit der Count Basie-Band bekannt ist.

Williams kam als Kind nach Chicago, wo er von seiner Mutter und Großmutter aufgezogen wurde. In seiner Jugend trat er als Mitglied der Gesangsgruppe Jubilee Boys in den Kirchen von South Side Chicago auf. Ende der 1930er Jahre arbeitete er als Türsteher („Bouncer“) und Sänger in Clubs und nahm einige 78er mit Chicagoer Rhythm and Blues Orchestern auf. 1943 wurde er von Lionel Hampton als Sänger engagiert, mit dessen Orchester er einige Jahre tourte. Seinen Durchbruch und eigentliche künstlerische Entwicklung zum Bluessänger schaffte er erst als Sänger des Count Basie Orchestra, wo Nachfolger der legendären Bandsänger Jimmy Rushing und Maxine Sullivan war und seine Qualitäten als Shouter wirkungsvoll in Bluesnummern eingesetzt werden. Ab 1954 haben Basie und Williams Hits mit Stücken wie Everyday I Have the Blues und Al right, O.k., You Win. Besonders erfolgreich war das Verve-Album Count Basie Swings, Joe Williams Sings von 1956. Auf dem Newport Jazz Festival 1957 trat er mit der Basie-Band auf, bei der auch Lester Young gastierte. Damals begann eine lange Zusammenarbeit mit Verve, um 1959 einige Alben mit Streicher-Arrangements für Roulette Records (Joe Williams Sings About You) sowie für RCA-Victor (Jump for Joy, 1963). Auch nach der Basie-Zeit setzte er seine Karriere erfolgreich mit eigener Band fort, kehrte aber auch später häufiger zu Basie zurück. 1966 nahm er auch mit der Thad Jones/Mel Lewis Big Band (im selben Jahr gegründet) des langjährigen Basie-Kornettisten und Arrangeurs Thad Jones auf.

In den 1980er Jahren wurde er von Bill Cosby in dessen Show als sein Schwiegervater „Grandpa Al Hanks“ besetzt.

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

Verve Records

  • 1956 Count Basie Swings, Joe Williams Sings
  • 1957 One o'Clock Jump
  • 1958 A Man Ain't Supposed to Cry
  • 1963 Jump for Joy
  • 1964 Me and the Blues
  • 1966 Presenting Joe Williams and the Thad Jones/Mel Lewis Orchestra
  • 1973 Joe Williams Live
  • 1985 I Just Want to Sing mit Thad Jones, Eddie Lockjaw Davis, Benny Golson, Norman Simmons, John Heard,
  • 1993 Live at Orchestra Hall, Detroit
  • 1993 Every Day: The Best of the Verve Years
  • 1997 The Best of Joe Williams: The Roulette, Solid State & Blue Note Years
  • 1998 One for My Baby
  • 1999 Ultimate Joe Williams
  • 2001 The Heart and Soul of Joe Williams and George Shearing
  • 2002 The Definitive Joe Williams
  • 2004 In Good Company (u.a. mit Shirley Horn)
  • 2006 Music For Lovers

Delos Records

  • 1984 Nothin' but the Blues

Literatur[Bearbeiten]

  • Will Friedwald: Swinging Voices of America - Ein Kompendium großer Stimmen. Hannibal, St. Andrä-Wördern, 1992. ISBN 3-85445-075-3
  • Leslie Gourse: The story of Joe Williams, Quartet Books 1985

Weblinks[Bearbeiten]