Johann August Ritter von Eisenhart

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Johann August Ritter von Eisenhart (* 3. November 1826 in München; † 21. Dezember 1905 ebenda) war ein deutscher Politiker.

Leben[Bearbeiten]

Johann August Eisenhart wurde am 3. November 1826 in München als Sohn des Oberappellationsgerichtsrats Ignaz Eisenhart (1790–1864) und dessen Frau Elise Weininger (1800–1882) geboren. Er bezog die Universität München zum Studium der Rechtswissenschaften und wechselte danach an die Universität Heidelberg. Nach vollendetem Studium wirkte er im bayerischen Justizdienst. Anfang 1870 wurde er Kabinettssekretär, wofür wahrscheinlich Johann von Lutz verantwortlich war. Als Sekretär Ludwig II. von Bayern war er quasi „Bindeglied zwischen dem König und der Außenwelt“[1]. Dabei teilte er nicht Meinungen und Absichten des Königs und nutzte seine Stellung auch nicht aus. So kam es von Eisenhart nicht in den Sinn, eigene Vorhaben durchzusetzen. Selbständige Entscheidungen traf er nicht und stärkte die Autorität des Staats nach innen, während er die kleindeutsche Kriegsgesinnung nach außen stärkte. Er zeigte Fleiß und Tüchtigkeit in seinen Aufgaben. Außerdem versuchte er, der Öffentlichkeit zu verbergen, wie die Spitze des Staates versagte und sorgte dafür, dass die Staatsgeschäfte normal weiterlaufen konnten. Darunter allerdings litt seine Gesundheit.

In Miesbach verheiratete er sich 1857 mit Louise von Kobell, einer Tochter des Mineralogen Franz von Kobell. Der Ehe entstammten zwei Kinder. 1871 wurde Eisenhart in den bayerischen Personenadel berufen. Allerdings suspendierte Ludwig II. ihn im Mai 1876 seines Dienstes. Am 21. Dezember 1905 verstarb von Eisenhart 79-jährig in München.

Eisenhart war laut Gebhardt ein „pflichteifrige[r] Beamte[r] und nüchterne[r] Jurist“[1] und hatte ein „zaghafte[s] Wesen“[1].

Von Eisenhart war Mitarbeiter der Allgemeinen Deutschen Biographie, für die er 240 Artikel verfasste.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Zitat aus NDB-Artikel

Weblinks[Bearbeiten]