Johann Baptist Baltzer

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Büste (1876) des Domkapitulars Johann Baptist Baltzer auf dem Alten Friedhof Bonn, von Bernhard Afinger

Johann Baptist Baltzer, auch Johannes Baptista Baltzer, (* 16. Juni 1803 in Andernach; † 1. Oktober 1871 in Bonn) war ein katholischer Theologe und bedeutender Dogmatiker.

Leben[Bearbeiten]

Seine Gymnasialbildung erhielt er am Katholischen Gymnasium zu Köln, studierte von 1823 bis 1827 in Bonn unter Georg Hermes an der Universität Bonn bevorzugt Theologie, für die ihn sein Lehrer Hermes sehr begeisterte. 1829 wurde er zum Priester geweiht, 1830 an der theologischen Fakultät München auf Grund der beiden Dissertationen „Über die Freiheit des menschlichen Willens“ und den „Urzustand der ersten Stammeltern“ mit Erlassung der mündlichen Prüfung zum Doktor der Theologie (Dogmatik) promoviert. Im selben Jahr wurde er außerordentlicher Professor, ein Jahr später ordentlicher Professor in Breslau, 1843 geistlicher Rat des Konsistorium. 1846 wurde er unter Fürstbischof Melchior von Diepenbrock Domherr an der Kathedrale, 1860 Domscholastikus.

Wegen seiner unerschütterlichen Festigkeit in Sachen der wissenschaftlichen Überzeugung wurde er, nachdem er auch Anton Günther verteidigt hatte, 1860 durch den Fürstbischof Heinrich Förster suspendiert, vom königlichen Disziplinarhof zwar freigesprochen, aber von der Regierung preisgegeben. Im Jahre 1870 erklärte er sich gegen das Infallibilitätsdogma und schloss sich der „Altkatholischen Bewegung“ an. Er starb am 1. Oktober 1871 in Bonn.

Schriften[Bearbeiten]

  • Das christliche Seligkeitsdogma, eine Streitschrift. 2. Auflage. Mainz 1844, als Fortsetzung dieser Schrift.
  • Theologische Briefe. Mainz 1844 und Breslau 1845.
  • Neue theologische Briefe an Anton Günther. Mainz und Breslau 1853.
  • Über die Anfänge der Organismen und die Urgeschichte des Menschen. 4. Auflage. Paderborn 1873.
  • Die biblische Schöpfungsgeschichte. 2 Bände. Leipzig 1867–1872.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]