Johann Bornemacher

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Johann Bornemacher (* ? im Herzogtum Braunschweig; † 3. Januar 1526 in Verden) war ein lutherischer Theologe und Märtyrer.

Biografie[Bearbeiten]

Bornemacher war im Kloster Walkenried am Harz Zisterziensermönch. Er wurde 1525 Prediger an der St. Rembertikirche in Bremen. Er vertrat frühzeitig den lutherischen Glauben. Er heiratete danach eine Nonne. Von Martin Luther holte er sich aus Wittenberg und Leipzig viele seiner Schriften. Auf der Rückreise predigte er den lutherischen Glauben auch im Dom zu Verden. Auf Befehl des Bremer Erzbischofs Christoph, der auch Bischof von Verden war, wurde Bornemacher mit den in Fässern transportierten evangelischen Katechismen und Psalmenbüchern gefangen genommen, gefoltert und als Ketzer im noch katholischen Verden verbrannt. Die Bremer rächten seinen Tod durch Spottgedichte und Prozessionen, in denen sie das katholische Wesen verhöhnten.

Ehrungen

  • Die Johann-Bornemacher-Straße in Bremen-Walle (Westend) und die Bornemacherstraße in Verden wurden nach ihm benannt.
  • In der Straße Burgberg in Verden erinnert eine Stele an ihn.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]