Johann Christoph Friedrich Klug

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Christoph Friedrich Klug (* 5. Mai 1775 in Berlin; † 3. Februar 1856 ebenda) war ein deutscher Arzt und Entomologe.

Klug studierte seit 1795 an der Universität Halle und wurde 1797 promoviert. 1798 ließ er sich als praktischer Arzt in Berlin nieder und wurde 1806 Assessor des Ober-Medizinal-Collegiums. 1816 wurde er Stadtphysikus.

Klug war ab 1818 Professor für Medizin und Entomologie an der Universität Berlin. Außerdem war er zweiter Direktor der Zoologischen Sammlung und Direktor des Botanischer Garten Berlin.

Ebenfalls 1818 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.

Seit 1823 war er Medizinalrat beim Berliner Polizeipräsidium und seit 1828 Direktor der wissenschaftlichen Deputation für das Medizinalwesen. 1835 wurde er Geheimer Obermedizinalrat und Vortragender Rat in der Medizinalabteilung des Ministeriums der geistlichen Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.

Klug ist 1805 in die Berliner Freimaurerloge Zum flammenden Stern aufgenommen worden; von 1814 bis 1820 war er deren Meister vom Stuhl.

Sein offizielles zoologisches Kürzel ist Klug.

Werke[Bearbeiten]

  • Historia instrumentorum ad polyporum exstirpationem, eorumque usus chirurgicus, tractatus inauguralis ... (Diss. Halle 1797)
  • Die Blattwespen nach ihren Gattungen und Arten zusammengestellt. Sitzungsberichte der Gesellschaft naturforschender Freunde zu Berlin 6: 45-62, 276-310 (1814).
  • Entomologische Monographieen. Berlin. p. 172-196 (1824).
  • Bericht über eine auf Madagaskar veranstaltete Sammlung von Insecten aus der Ordnung Coleoptera. Abhandlungen der Preussische Akademie der Wissenschaften, pp. 91–223 (1833).
  • Uebersicht der Tenthredinetae der Sammlung (des Berliner entomologischen Museums). Jahrbücher der Insektenkunde 1: 233-253 (1834).
  • Fortsetzung der Diagnosen der neuen (und bereits seit mehreren Monaten vollständig gedruckten) Coleopteren, welche die Insectensendungen des Herrn Dr. Peters von Mossambique enthalten hatten, von der Familie der Staphylinii an bis zu den Lamelicornia, diese mit eingeschlossen. Berichte der Akademie der Wissenschaften, Berlin 20: 643-660 (1855)
  • Ueber die Geschlechtsverschiedenheit der Piezaten. Erster Haelfte der Fabriciusschen Gattungen. Mag. Ges. Naturf. Freunde Berlin 1: 68-80. (1807)

Literatur[Bearbeiten]