Johann Eck

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Dieser Artikel behandel den evangelischen Theologe und Reformator Johann Eck. Für weitere Personen mit dem Namen Johann Eck oder Johannes Eck siehe Johann Eck (Begriffsklärung).
Denkmal für den Kulmbacher Reformator Johann Eck

Johann Eck (* um 1494 in Kulmbach; † 4. Mai 1554 in Coburg) war ein evangelischer Theologe und fränkischer Reformator.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Eck war Sohn eines Bäckers. 1504 ging er zum Studium nach Leipzig und war nach 1517 als Schulmeister in Coburg und seit 1518 als Rektor der Lateinschule in Kulmbach tätig. Die Nachricht, dass Martin Luther auf der Reise nach Augsburg 1518 hier gepredigt und ihn dadurch für die evangelische Lehre gewonnen habe, ist nicht zu erhärten.

Sicher ist nur, dass Eck zu den ersten Verkündern der reformistischen Botschaft in Franken gehört und seit 1523 oder 1524 in Kulmbach offen dafür eintrat. Gegen seine Einsetzung als Pfarrer in Kulmbach erhoben der Bischof von Bamberg und der Abt von Langheim Einspruch, so dass er erst seit 1529 sein Recht auf die Einkünfte geltend machen konnte.

Als der Streit entschieden war, war die Reformation in Kulmbach in vollem Gange. In den nächsten Jahren wurde die Visitation durchgeführt, an der Eck tätigen Anteil nahm. Aus seinem späteren Leben wird nur sein Widerstand gegen das Augsburger Interim hervorgehoben. Als Kulmbach 1554 belagert und zerstört wurde, ging er nach Coburg, wo er von Maximilian Mörlin aufgenommen wurde und am 4. Mai 1554 starb.

Literatur[Bearbeiten]

  • G. K. H. Vollrath. War Martin Luther im Jahre 1518 auf seiner Reise nach Augsburg in Kulmbach? (BBKG 2, 1896, 33ff.)
  • K. Schornbaum. Die Stellung des Markgrafen Kasimir. Erlangen 1900.
  • W. Gußmann. Quellen und Forschungen zur Geschichte des Augsburger Glaubensbekenntnisses. 1, 2 Leipzig 1911, 335