Johann Eduard Wappäus

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Grabstätte Wappäus’ auf dem Göttinger Albanikirchhof

Johann Eduard Wappäus (* 17. Mai 1812 in Hamburg; † 16. Dezember 1879 in Göttingen) war ein deutscher Geograph und Statistiker.

Biografie[Bearbeiten]

Wappäus, Sohn eines Schiffsreeders, studierte in Göttingen und Berlin und unternahm 1833–34 eine Reise zu den Kapverdischen Inseln und nach Brasilien. 1838 habilitierte er sich als Privatdozent in Göttingen, wo er 1845 zum außerordentlichen, 1854 zum ordentlichen Professor ernannt wurde und am 16. Dezember 1879 starb.

Er schrieb:

  • Untersuchungen über die geographischen Entdeckungen der Portugiesen unter Heinrich dem Seefahrer (1. Teil, Göttingen. 1842);
  • Die Republiken von Südamerika (1. Abt.: Venezuela, Göttingen 1843);
  • Deutsche Auswanderung und Kolonisation (Leipzig 1846 u. 1848, 2 Teile);
  • Allgemeine Bevölkerungsstatistik (Leipzig 1859–61, 2 Bde.), ein auf seinem Gebiet grundlegendes Werk;
  • Über den Begriff und die statistische Bedeutung der mittlern Lebensdauer (Göttingen 1860).

Im Jahr 1847 übernahm er die Redaktion der 7. Auflage des Handbuchs der Geographie und Statistik" von Stein und Hörschelmann, für die er selbst die allgemeine Geographie (Leipzig 1849), Nordamerika (1855), Mittel- und Südamerika (1858 bis 1867) und Brasilien (1871) bearbeitete. Eine Reihe wertvoller Abhandlungen von Wappäus enthalten die Göttingischen Gelehrten Anzeigen, deren Redaktion er 1848–1863 und wieder 1874–1879 führte.

Auch gab er den Briefwechsel zwischen Hausmann und Carl Ritter (Leipzig 1879) heraus. Seine Vorlesungen über Statistik veröffentlichte Otto Gandil als Einleitung in das Studium der Statistik (Leipzig 1881).

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]