Johann Friedrich Karl II. von Alvensleben

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Johann Friedrich Karl II. Gebhard von Alvensleben (* 7. September 1778 in Eichenbarleben; † 12. Februar 1831 in Schochwitz) war ein preußischer Offizier, zuletzt Generalleutnant und Besitzer des Rittergutes Schochwitz.

Familie[Bearbeiten]

Er entstammte der niederdeutschen Adelsfamilie von Alvensleben und war der jüngste Sohn des Landrates Gebhard XXVIII. von Alvensleben (1734–1801) aus Eichenbarleben und von Johanna Caroline Christiana von Alvensleben (1746–1787) aus dem Hause Calbe-Roda. Sein Vater erwarb 1783 das Gut Schochwitz und übertrug es ihm 1799. Johann Friedrich Karl von Alvensleben heiratete am 10. Juni 1800 Caroline von Hirschfeld (1783–1849), Tochter des preußischen Generals Karl Friedrich von Hirschfeld, und hatte mit ihr elf Kinder, darunter den späteren Generalleutnant Hermann von Alvensleben (1809–1887).

Leben[Bearbeiten]

Bereits mit zwölf Jahren trat er im Juli 1791 als Gefreiterkorporal in das Infanterieregiment des Herzogs von Braunschweig ein, wurde im April 1793 Fähnrich und im Oktober 1797 – mit 19 Jahren – Seconde-Leutnant. In den Befreiungskriegen 1813 kämpfte er mit Auszeichnung bei Großgörschen, Bautzen, Dresden und in der Völkerschlacht bei Leipzig. Im Januar 1814 zum Oberst ernannt, führte er die preußischen Garden in der Schlacht von Paris am 30. März 1814 so erfolgreich, dass Zar Alexander I. ihm noch auf dem Schlachtfeld seinen eigenen St. Georgs-Orden überbringen ließ. Im Jahre 1817 wurde er zum Generalmajor befördert. Seit 1818 war er Kommandeur der 1. Garde-Division, seit 1820 Kommandeur der 2. Garde-Division. 1829 zum Generalleutnant befördert, musste er 1830 aus gesundheitlichen Gründen seinen Abschied nehmen. Alvensleben gehörte als Träger des Ordens Pour le Mérite mit Eichenlaub, des Eisernen Kreuzes II. und I. Klasse, des Roten Adler-Ordens I. Klasse mit Eichenlaub und zahlreicher weiterer hoher Auszeichnungen zu den höchstdekorierten Offizieren der Preußischen Armee. Seine Krankheit und sein früher Tod im Alter von 52 Jahren beendete seine weitere militärische Karriere.

Literatur[Bearbeiten]

  • Siegmund Wilhelm Wohlbrück: Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben und seinen Gütern. Dritter Theil. 1829, S. 423–427.
  • Carl Gebhard (nach anderen Nachrichten Johann Friedrich Carl) von Alvensleben. Neuer Nekrolog der Deutschen. Ilmenau 1833, S. 136–138
  • Hellmut Kretzschmar: Geschichtliche Nachrichten von dem Geschlecht von Alvensleben seit 1800. Burg 1930, S.146–148.
  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Hamburg 1937–1942, Bd. 4, Nr. 1294, S. 217–219.
  • Martin Wiehle: Börde-Persönlichkeiten: Biographisches Lexikon der Magdeburger Börde. Oschersleben 2001, S. 13.
  • Walter Müller: Karl von Alvensleben – Held der Befreiungskriege. Sonntags-Nachrichten; Halle, 19. Februar 2006, S. 7.

Weblinks[Bearbeiten]