Johann Friedrich Ludwig Wöhlert

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Johann Friedrich Ludwig Wöhlert (* 16. September 1797 in Kiel; † 31. März 1877 in Berlin) war ein deutscher Unternehmer.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Ausgebildet als Tischler kam Wöhlert 1818 nach Berlin. Hier arbeitete er bis 1836 in der Maschinenbauanstalt von Franz Anton Egells und danach in der Eisengießerei und Maschinenfabrik von August Borsig am Oranienburger Tor. Wöhlert gründete 1842 in der Chausseestraße 29 seine eigene Maschinenbauanstalt und Eisengießerei, wo er Lokomotiven herstellte. 1872 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Diese AG ging 1879 – nach seinem Tod – bankrott.

Während seiner Berliner Unternehmerzeit wohnte Wöhlert immer in der Nähe zu seiner Fabrik:

  • ab 1836, während seiner Tätigkeit bei August Borsig, wohnte Wöhlert in der Chausseestraße 36,
  • 1842, im Gründungsjahr der Maschinenbauanstalt und Eisengießerei, wohnte Wöhlert in der Torstraße 52,
  • ab 1844 wohnte er dann in der Chausseestraße 29.

Nebenbei unterhielt er einen Sommersitz in Hangelsberg/ Spree bei Fürstenwalde. Dort ist an mehreren Gebäuden Eisenkunstguß aus seiner Fabrik zu sehen. Unter anderem stammt das Kreuz auf der Hangelsberger Kirche aus seiner Eisengießerei.

Wöhlert wurde auf dem Invalidenfriedhof in Berlin-Mitte beigesetzt.

Die 1888 angelegte, von der Chausseestraße zur Pflugstraße verlaufende Wöhlertstraße wurde am 12. März 1889 nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans-Heinrich Müller: Wöhlert – ein Pionier des Maschinenbaus. In: Berlinische Monatsschrift (Edition Luisenstadt). Heft 3/1996, S. 16–19 (online).
  • Johann Friedrich Ludwig Wöhlert. In: Olaf Klose, Eva Rudolph, Ute Hayessen (Hrsg.): Schleswig-Holsteinisches Biographisches Lexikon.. Band 5. Neumünster 1979, S. 283 ff.

Weblinks[Bearbeiten]