Johann Georg von Eckhart

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Johann Georg von Eckhart

Johann Georg von Eckhart (auch: Johann Georg Eccard; * 7. September 1664 in Duingen; † 9. Februar 1730 in Würzburg) war ein deutscher Historiker und Bibliothekar.

Leben[Bearbeiten]

Eckhart war bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts Sekretär von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646–1716). 1706 wurde er Professor der Geschichte an der Universität Helmstedt. Im Jahr 1714 wurde er erneut nach Hannover berufen und wiederum als Sekretär Leibniz’ eingesetzt, in der Nachfolge von Johann Friedrich Hodann (1674– nach 1734). Nach Leibniz’ Tod wurde er Bibliothekar und Historiograph des Hauses Hannover.

1718 wurde Eckharts Cousin Daniel Eberhard Baring sein Hilfsbibliothekar.[1] 1723 flüchtete Eckhart wegen Schulden aus Hannover, trat in Köln zum Katholizismus über und wurde 1724 bischöflich würzburgischer Bibliothekar und Historiograph.

Eckharts Nachlass wird in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek verwahrt.

Werke[Bearbeiten]

  • Abstammung des Durchlauchtigsten Fürsten und Herrn Herrn Alexii, Gross-Czarischen Cron-Printzen, und der Durchlauchtigsten Fürstin und Frauen, Frauen Charlotten Christinen Sophien, gebohrner Printzessin von Braunschweig und Lüneburg, von dem griechischen Keyser Constantino Porphyrogenito nebst noch einer genealogischen Deduction, aus welcher erhellet, dass des Gross-Czarischen Cron-Printzen Hoheit aus dem Durchlauchtigsten Gwelfischen Hause entsprossen sey, hingegen die Durchlauchtigste Printzessin Charlotte von den alten russischen Gross-Fürsten herkomme. Alles mit der bewehrtesten Autoren Zeugnissen dargethan und beleget von Johann Georg Eckhart, der Geschichten Professore Ordinario zu Helmsted und Mitgliede der Königl. Preussischen Academie der Wissenschafften. Helmstedt: Hamm, 1711.
  • Historia studii etymologici linguae Germanicae hactenus impensi. Hanoverae: Försterus, 1711.
  • Origines serenissimae ac potentissimae familiae Habsburgo-Austriacae ex monumentis veteribus, scriptoribus coaetaneis, diplomatibus, chartisque [...]. Leipzig: Johann Friedrich Gleditsch, 1721.
  • Corpus historicum medii aevi : sive scriptores res in orbe universo praecipue in Germania a temporibus maxime Caroli M. Imps. usque ad finem seculi P. Chr. n. XV. gestas enarrantes. Lipsiae: Gleditsch, 1723.
  • Erklärung eines alten Kleinodien-Kästleins, aus dem Ebnerischen Cabinete zu Nürnberg, : worauf die Verlöbniß Heinrichs Hertzogen von Sachsen und Pfaltzgrafen bey Rhein mit Agnesen Pfältzis. Erb-Princeßin vorgestellet ist, ; dadurch auch einiger massen die Braunschweig-Lüneburgische Historie, nebst einigen alten dahin gehörigen Müntzen, erläutert wird. Nürnberg: Monath, 1725.
  • Commentarii de rebus Franciae orientalis et episcopatus Wirceburgensis, Tomus I. Tomus II, Würzburg (1729).
  • De Origine Germanorum : Eorumque vetustissimis coloniis, migrationibus ac rebus gestis. Goettingae: Schmidh, 1750.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ernst Kelchner: Baring, Daniel Eberhard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 2, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 65 f.