Johann Georg von Sontheim

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Johann Georg Graf von Sontheim (* 26. April 1790 in Mömpelgard ; † 14. Dezember 1860 in Ulm) war ein Generalleutnant und Kriegsminister des Königreichs Württemberg.

Leben[Bearbeiten]

Johann Georg von Sontheim war ein illegitimer Sohn von Herzog Friedrich Eugen von Württemberg. Er trat als Leutnant in die Württembergische Armee ein. In der Zeit der napoleonischen Kriege stieg Sontheim schnell auf, Bereits 1818 wurde er als Oberst Direktor der Geheimen Kriegskanzlei. Im November 1829 wurde der damalige Generalmajor in Ludwigsburg zum Mitglied der Kammer der Standesherren auf Lebenszeit ernannt. 1839 bestimmte König Wilhelm den Grafen Sontheim zum militärischen Erzieher des Kronprinzen Karl von Württemberg, dem er auch während seines Studiums nach Tübingen und Berlin folgte. Am 15. September 1842 wurde Graf von Sontheim württembergischer Kriegsminister. Am 24. Juni 1848 erfolgte mit seiner Ernennung zum Gouverneur der Bundesfestung Ulm die Enthebung vom Amt des Kriegsministers.

1816 heiratete er Luise Freiin von Liebenstein (1799–1820), 1823 in zweiter Ehe deren Schwester Mathilde (* 1803) und hatte insgesamt fünf Kinder.

Ehrungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Frank Raberg: Biographisches Handbuch der württembergischen Landtagsabgeordneten 1815–1933. Im Auftrag der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg. Kohlhammer, Stuttgart 2001, ISBN 3-17-016604-2, S. 873.
  •  Frank Raberg: Biografisches Lexikon für Ulm und Neu-Ulm 1802–2009. Süddeutsche Verlagsgesellschaft Ulm im Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7995-8040-3, S. 414.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Königlich Württembergisches Hof- und Staatshandbuch 1858. S. 61.
  2. Hof- und Staatshandbuch des Großherzogtums Baden 1847. S. 53.
  3. Königlich Württembergisches Hof- und Staatshandbuch 1858. S. 32.
  4. Königlich Württembergisches Hof- und Staatshandbuch 1858. S. 56.