Johann Heiss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann Heiss (* 19. Juni 1640 in Memmingen; † 1704 in Augsburg) war ein deutscher Barockmaler.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Nach seiner Ausbildung in Memmingen, die er bei Hans Conrad Sichelbein und Johann Sichelbein absolvierte, stand er 1663 und 1664 in Sttugart in Diensten des württembergischen Herzogs Eberhard III. Ab 1677 lebte und arbeitete er in Augsburg.

Werke[Bearbeiten]

Heiss: Das Gastmahl der Esther, St. Petersburg, Eremitage.

Werke von Heiss sind in Deutschland zu sehen in der Barockgalerie im Schloss Ludwigsburg, im Stadtmuseum Memmingen, im Herzog Anton Ulrich-Museum (Braunschweig), in den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, im Germanischen Nationalmuseum (Nürnberg) oder der Deutschen Barockgalerie (Augsburg) und der der Staatsgalerie (Stuttgart). Im Ausland ist er vertreten durch Werke im Louvre (Paris), im Kunsthistorisches Museum (Wien) und der Eremitage (Sankt Petersburg).

Seine Bildwerke umfassen unter anderem:

  • Ecce homo,1662, Diözesanmuseum Freiburg
  • Um 1666: Altarbilder zweier Seitenaltäre der Wallfahrtskirche zum hl. Rasso in Grafrath
  • Zyklus (Kreuzigung Christi u. 5 weitere Bilder), 1670, urspr. Klosterkirche der Benediktiner-Reichsabtei Ochsenhausen
  • Die Taufe Christi, 1674, urspr. für Kirche Evangelisch Kreuz, Augsburg
  • Zyklus Vier Jahreszeiten, 1676
  • Zyklus Der verlorene Sohn, 1676
  • Akademiebilder, Szenen insp. durch Augsburger Akademie, (1670 bis 1673 gegründet von Joachim von Sandrart)

1675 wird er von Joachim von Sandrart ausdrücklich in seiner "Teutschen Academie" als Historienmaler, dessen Bilder "die Liebhaber und Kunstverstaendige sehr wohl contentiren erwähnt.

Sein in mehreren Archiven verzeichnetes Werk "Manus Dei" gilt als verschollen. Bekannt wurde es durch eine Fälschung des Malers Wolfgang Beltracchi, die unter anderem im Szépművészeti Múzeum ausgestellt wurde.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Günther Bayer: Memminger Maler zur Zeit des Barock. Lebensbilder und Werke. Franz Georg Hermann – neue Forschungsergebnisse. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2007, ISBN 978-3-89870-454-0.
  •  Dirk Blübaum: Schwäbischer Meister barocker Pracht. Friedrichshafen: Ausstellung über Johann Heiß (1640–1704). In: Schlösser Baden-Württemberg. Nr. 4, 2002, ISSN 0943-5298, S. 32–35.
  •  Peter Königfeld: Der Maler Johann Heiss. Memmingen und Augsburg 1640–1704. Konrad, Weißenhorn 2001, ISBN 3-87437-451-3.
  •  Wolfgang Meighörner (Hrsg.): Johann Heiss. Schwäbischer Meister barocker Pracht. Robert Gessler, Friedrichshafen 2002, ISBN 3-86136-077-2 (Katalog zur Ausstellung im Zeppelin Museum Friedrichshafen, 18. Oktober 2002 – 9. Februar 2003).
  • Hanns-Paul Ties: Die Allegorie der Abundantia mit Flussgöttern im Bozner Merkantilpalast. Ein Meisterwerk des Augsburger Malers Johann Heiss/L’Allegoria dell’Abbondanza con divinità fluviali nel Palazzo Mercantile di Bolzano. Un capolavoro del pittore di Augusta Johann Heiss, in: Leo Andergassen u. a., Ulrich Glantschnigg 1661-1722, Der Bozner Barockmaler/Il pittore barocco di Bolzano (Heft Nr. 5 der Reihe des Merkantilmuseums Bozen/Quaderno n. 5 della collana del Museo Mercantile Bolzano), Bozen/Bolzano 2013, S./pp. 61-63

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johann Heiss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien