Johann Hermann Franz von Pape

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Johann Hermann Franz von Pape (* 1717; † 1793), genannt Papius, war ein deutscher Jurist. Er wurde vor allem bekannt als Assessor am Reichskammergericht in Wetzlar.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Von Pape entstammte der im frühen 17. Jahrhundert begründeten dritten Linie der Familie von Papen (sogenannte Papius-Linie). Er war ein Urenkel von Conrad Friedrich Papius, dem langjährigen Landzahlmeister, Stadtratssenior und Oberbürgermeister von Würzburg. Papius' Vater und Großvater amtierten ebenfalls als fürstbischöfliche Geheime Räte und Bürgermeister in Würzburg.

Papius selbst brachte es zum Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar. Außerdem wurde er unter Bezugnahme auf seinen alten Adel zum Reichspanuer- und Freiherrn ernannt. 1756 erwarb er das nach ihm benannte Palais Papius in Wetzlar, das auf seinen Wunsch hin beträchtlich erweitert wurde.[1]. Goethe, der Pape aus seiner Referendarszeit in Wetzlar kannte, verewigte den Reichskammergerichtsassessor – der laut Schönwerk (1975) wegen Korruption abgesetzt wurde – als Sapupi in seinem Drama Götz von Berlichingen.[2]

Literatur[Bearbeiten]

Die "Affäre Papius": Korruption am Reichskammergericht, Magistrat der Stadt Wetzlar (Hrsg.), Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung e. V. (Hrsg.), Michael Imhof Verlag , Petersberg 2012, 64 S., Paperback, ISBN 978-3865687753

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.wetzlarvirtuell.de/asp/main_frame_addr.asp?address_id=109
  2. A. Schoenwerk: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar, Wetzlar 1975.