Johann I. (Dammartin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann von Trie (französisch: Jean de Trie; † 11. Juli 1302 bei Courtrai) war als Johann II. ein Herr von Trie (heute Trie-Château und Trie-la-Ville), Mouchy-le-Châtel und Plessis-Billebaut sowie als Johann I. ein Graf von Dammartin aus dem Haus Trie. Er war ein Sohn des Mathieu de Trie, Graf von Dammartin, und der Marselie de Montmorency.

Johann zog 1282 im Gefolge des Grafen Robert II. von Artois nach Süditalien, um dort Karl von Anjou im Kampf gegen die Aragónesen beizustehen (Sizilianische Vesper).[1] An der Seite des Grafen von Artois kämpfte er auch 1302 in der desaströsen Schlacht der goldenen Sporen gegen die Flamen, in der beide fielen.[2]

Er war verheiratet mit Yolande, einer Tochter des Grafen Johann I. von Dreux. Ihr Sohn war Rainald II. († 1316).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guillaume de Nangis, Gesta Philippi Regis Franciæ, in: Recueil des Historiens des Gaules et de la France 20 (1840), S. 522–523
  2. Extraits de la Chronique attribuée a Jean Desnouelles, abbé de Saint-Vincent de Laon, in: Recueil des Historiens des Gaules et de la France 21 (1840), S. 191. Unter den Gefallenen befand sich auch ein Renaud de Trie, offenbar ein Verwandter der Grafen von Dammartin, siehe u. a. auch Chronicon Girardi de Fracheto et anonyma ejusdem operis continuation, in: Recueil des Historiens des Gaules et de la France 21 (1840), S. 20.
Vorgänger Amt Nachfolger
Matthias Graf von Dammartin
1272–1302
Rainald II.