Johann Jakob Jung

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Ludwig das Kind und Arnulf von Kärnten, Frankfurt a. Main, Römer, Kaisersaal um 1840

Johann Jakob Jung (* 12. September 1819 in Frankfurt am Main; † 29. Juni 1844 ebenda) war ein deutscher Maler religiöser Motive. Er zählte zu den Anhängern der Nazarener und wird als einer der Frankfurter Nazarener bezeichnet.

Leben[Bearbeiten]

Die erste Etappe Jungs künstlerischer Ausbildung begann im frühen Alter mit einer Ausbildung zum Lithographen bei Friedrich Carl Vogel (1806–1865) in dessen Lithographischer Anstalt in Frankfurt am Main.

1834 nahm er ein Studium der Malerei am Städelschen Kunst-Institut auf und wurde Schüler von Philipp Veit, der 1830 als Vorsteher der Malschule und Direktor der Galerie nach Frankfurt berufen wurde.

Jung nahm sein Studium zu einem Zeitpunkt auf, an dem sich Frankfurt zu einem deutschen Hauptstandort der Nazarener entwickelte, einer Stilrichtung, die sich überwiegend mit religiösen und katholizistischen Inhalten auseinandersetzte, was sich auch in seinen Inhalten widerspiegelt.

Seine wichtigsten in Frankfurt entstanden Werke sind die Gemälde Ludwigs des Frommen sowie Ludwigs des Kindes und Arnulf von Kärnten, welche sich im Kaisersaal des Römers in Frankfurt am Main befinden. Im Thieme-Becker Kunstlexikon ist des Weiteren ein Gemälde Heilige Cäcilie (1842) an erster Stelle genannt.

Jung galt als einer der talentiertesten Maler der Region und nahm um 1842 einen Lehrauftrag am Städelschen Kunstinstitut an. Zu seinen Schülern zählte unter anderem Anton Burger.

Im Juni 2003 kam es im renommierten Auktionshaus Christie’s in London zur Versteigerung von Jungs Zeichnungen Camellias die einen Preis von $245,584 erzielten.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Ölgemälde
  • Heilige Cäcilie. 1842
  • Selbstbildnis. 1839
  • Ludwig I., genannt der Fromme.
  • Ludwig das Kind und Arnulf von Kärnten (nach Entwürfen seines Lehrers Veit).
  • Gang nach Emmaus.
Zeichnungen
  • Ein Ritter erblickt ein Mädchen (Städelsches Institut)
  • Christus von einer Glorie umgeben. (Frankfurter Kunstgesellschaft)
Kupferstiche

Literatur[Bearbeiten]

  • Friedrich von Boetticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. Verlag Schmidt & Günther, Leipzig (Nachdr. d. Ausg. Leipzig 1895).
  1. Teil 2: Hausegger – Louis Mayer.
  • Heinrich Weizsäcker, Albert Dessoff: Kunst und Künstler in Frankfurt am Main. Verlag Baer, Frankfurt/M. 1907/09 (2 Bde.).
  1. Das Frankfurter Kunstleben im 19. Jahrhundert in seinen grundlegenden Zügen geschildert. 1907.
  2. Biographisches Lexikon der Frankfurter Künstler im 19. Jahrhundert. 1909.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.christies.com/LotFinder/lot_details.aspx?intObjectID=4109167