Johann Karl Ludwig Gieseler

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Johann Karl Ludwig Gieseler (* 3. März 1793 in Petershagen; † 8. Juli 1854 in Göttingen) war ein deutscher lutherischer Theologe und Kirchenhistoriker.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Besuch der Waisenhausschule und der Universität in Halle nahm er ab November 1813 an den Befreiungskriegen teil und wurde 1814 Lehrer in Halle. 1817 wurde er Konrektor am Gymnasium in Minden und 1818 Direktor in Kleve.

Auf Grund einer Arbeit zur Überlieferung der Evangelien wurde Gieseler 1819 als Professor der Theologie nach Bonn berufen. 1831 wechselte er an die Universität Göttingen und wurde dort 1837 auch zum Konsistorialrat ernannt.

Gieseler ist 1817 in die Freimaurerloge Zu den drei Degen in Halle aufgenommen worden und war ab 1822 Meister vom Stuhl der Loge Augusta zum goldnen Zirkel in Göttingen.

Werke[Bearbeiten]

Gieselers Hauptwerk ist das Lehrbuch der Kirchengeschichte in 5 Bänden. Die ersten 3 Bände gab er selbst heraus (Bonn 1824–1835), Ernst Rudolf Redepenning gab 1855–1857 die Bände 4 und 5 heraus und fügte den 6. Band Dogmengeschichte hinzu.

Weitere Werke:

  • Historisch-kritischer Versuch über die Entstehung und die frühesten Schicksale der schriftlichen Evangelien. Wilhelm Engelmann, Leipzig 1818 (Volltext).
  • Nazaräer und Ebioniten. 1819
  • Über den Reichstag zu Augsburg. 1821
  • mit Friedrich Lücke: Zeitschrift für gebildete Christen der evangelischen Kirche. 4 Hefte. Elberfeld 1823–1824.
  • Rückblick auf die theologischen Richtungen der letzten 50 Jahre. 1837.

Literatur[Bearbeiten]