Johann Mentzer
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Johann Mentzer (* 27. Juli 1658 in Jahmen; † 24. Februar 1734 in Kemnitz, heute Ortsteil von Bernstadt a. d. Eigen) war ein deutscher lutherischer Pfarrer und Kirchenlieddichter.
Mentzer besuchte das Gymnasium in Bautzen und studierte Theologie an der Universität Wittenberg. Seine erste Stelle erhielt er 1691 in Merzdorf, zwei Jahre später (1693) wurde er nach Hauswalde berufen und schließlich 1696 zum Pfarrer in Kemnitz, wo er bis zu seinem Tode blieb.
Mentzer gehörte einem Dichterkreis an, der durch den aufkommenden Pietismus geprägt war, und den man im 19. Jahrhundert als der zweiten schlesischen Schule zugehörig angesehen hat. Von seinen zahlreichen Kirchenlieddichtungen wurden etwa 40 veröffentlicht. 1704 erschien im Freylinghausenschen Gesangbuch sein bekanntestes Lied O dass ich tausend Zungen hätte, das sich noch heute im Evangelischen Gesangbuch findet (EG 330).
[Bearbeiten] Weblinks
- l. u.: Mentzer, Johann. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 21, Duncker & Humblot, Leipzig 1885, S. 376.
- Informationen zu Mentzer vom Kirchenkreis Chemnitz
- Kirchenliedtexte von Mentzer
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mentzer, Johann |
| KURZBESCHREIBUNG | Theologe und Kirchenlieddichter |
| GEBURTSDATUM | 27. Juli 1658 |
| GEBURTSORT | Jahmen |
| STERBEDATUM | 24. Februar 1734 |
| STERBEORT | Kemnitz bei Bernstadt |

