Johann Rigalia der Jüngere

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Johann Rigalia der Jüngere (auch: Giovanni; auch: Rigaia; Rigaga; auch: Rigaglia; auch Giovanni III. Rigalia) (* um 1697; † 14. September 1733 in Augsburg) war in der Barockzeit ein Graubündner Maurermeister im Dienst des Fürstbistums Eichstätt.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Er war ein/der Sohn des Giovanni Rigalia dem Älteren aus Roveredo (Roffle) in Graubünden (1687-1713 erwähnt), der 1701 unter dem Architekten Enrico Zuccalli am kurfürstlichen Schloss zu Schleißheim arbeitete. Johann wurde noch in der Heimat ausgebildet und erhielt 1713 als ca. 16-Jähriger nach der Lehre von der Maurerkorporation (Zunft) zu Roveredo (Mesolcina) einen Geleitbrief für seine Tätigkeit in deutschen Landen. Als Ziel für seine Gesellenjahre hatte er sich wie viele seiner Landsleute Eichstätt ausersehen, wo er ab 1714 nachweisbar ist. Er fungierte im Fürstbistum Eichstätt unter Gabriel de Gabrieli schließlich als „Ober Maurer Polier“ und war als verantwortlicher Bauleiter einer seiner engsten Mitarbeiter. Er war verheiratet mit einer Catarina. Mehrmals besuchte er seine Heimat, so 1720 und 1729. Beim Bau der katholischen Apotheke am Augsburger Dom, für den Rigalia den Vertrag übernommen hatte, fiel am 12. September 1733 ein Stein auf seinen Hinterkopf; zwei Tage später verstarb er.

Nach seinem Tod übernahm Giovanni Domenico Barbieri, den er 1720 als Maurerlehrling nach Eichstätt geholt hatte, seine Stelle als Hofmaurermeister.

Bauten[Bearbeiten]

Rigalias Bautätigkeit ist nachgewiesen für:

Literatur[Bearbeiten]

  • Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt 60 (1962/64), S. 46f., 62 (1967/68), unter Fußnote 2
  • Max Pfistner: Baumeister aus Graubünden – Wegbereiter des Barock. Chur: Verlag Bündner Monatsblatt 1993, S. 267f.
  • Giovanni Domenico Barbieri (1704-1764). Ein Graubündner als Hofmaurermeister des Fürstbischofs von Eichstätt. Autobiographie und Ausgabenjournal, Regensburg: Schnell & Steiner 2004, u. a. S. 89ff.

Weblinks[Bearbeiten]