Johann Salomo Christoph Schweigger

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Johann Salomo Christoph Schweigger

Johann Salomo Christoph Schweigger (* 8. April 1779 in Erlangen; † 6. September 1857 in Halle an der Saale) war ein deutscher Physiker und Chemiker.

Schweigger studierte zunächst in Erlangen Philosophie bei Franz August Wolf, ließ sich dann aber von Georg Friedrich Hildebrandt (1764–1816) und Karl Christian Landsdorff zu einem Wechsel in die Naturwissenschaften umstimmen. Seine Dissertation hatte ein Thema aus den Oden von Homer zum Inhalt. Hiermit habilitierte er sich auch als Privatdozent.

Im Oktober 1803 wurde er als Professor am Gymnasium in Bayreuth und 1811 in Nürnberg an der Polytechnischen Schule angestellt. Später wurde Schweigger Professor der Physik und Chemie in Erlangen. 1819 ging an die Universität Halle. In Bayreuth wurde er Mitglied der Freimaurerloge "Zur Sonne".

Die physikalischen Arbeiten Schweiggers beziehen sich auf elektrische Themen. Bereits 1808 hatte er Elektrometer zur Messung der elektrischen Kraft durch die magnetische konstruiert. Unmittelbar nach Oersteds Entdeckung erfand Schweigger 1820 den elektromagnetischen Multiplikator, der seinen Namen führt (Schweigger-Multiplikator). Dies war ein galvanisches Strommessgerät mit Drahtwickelung, auch Galvanometer genannt. Es besaß eine Magnetnadel wie bei Oersted, die mehrmals mit einem Draht umwickelt war. Die Nadel wurde durch die Magnetwirkung des elektrischen Stromes abgelenkt und zeigte so seine Stärke an.

1811 übernahm er die Herausgabe des Journals für Chemie und Physik von Adolf Gehlen (1775–1815). Er selbst begründete als Fortsetzung dieser Zeitschrift das Jahrbuch für Chemie und Physik, das er später dem Adoptivsohn seines Bruders August Friedrich Schweigger, dem Professor der Medizin Franz Wilhelm Schweigger-Seidel überließ.

Johann Salomo Christoph Schweigger starb am 6. September 1857 in Halle an der Saale.

Werke[Bearbeiten]

  • Einleitung in die Mythologie auf dem Standpunkte der Naturwissenschaft. Halle (1836)
  • Über naturwissenschaftliche Mysterien in ihrem Verhältnis zur Litteratur des Altertums. Halle (1843)
  • Über das Elektron der Alten. Greifswald (1848)
  • Über die stöchiometrischen Reihen. Halle (1853)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]