Johann VII. (Hoya)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Johann VII. von Hoya († 11. Juni 1535 auf Fünen in Dänemark) war ein deutscher Graf und Heerführer von Lübeck und Schweden.

Leben[Bearbeiten]

Seine Eltern waren Graf Jobst I. von Hoya (1466–1507) und dessen Frau Irmgard zur Lippe (1469–1524). Am 15. Januar 1525 heiratete er Margarete Eriksdotter Wasa, die Witwe von Joakim Brahe († 1520 im Stockholmer Blutbad) und Schwester des schwedischen Königs Gustav I. Wasa. Im selben Jahr wurde er Statthalter von Wyborg und verzichtete zu Gunsten seiner Brüder auf die Grafschaft Hoya, was ihm 16.000 Gulden einbrachte.

1533 er beteiligte sich an einer Verschwörungen gegen den König und musste nach Reval fliehen. Er ging nach Deutschland zurück. Dort ließ er sich von den Lübeckern als oberster Heerführer anwerben. In der Grafenfehde kämpfte er mit Christoph von Oldenburg in Dänemark. Bei dem Versuch, die Insel Fünen wieder zu besetzen, wurde sein Heer von einem dänischen Heer unter Johann Rantzau beim Ochsenberg bei Assens auf Fünen vernichtend geschlagen. Der Graf und viele seiner Getreuen fielen in der Schlacht, dazu gehörten Nikolaus von Tecklenburg[1], von Dohna und der schwedische Bischof von Uppsala Gustav Trolle.

Nachkommen[Bearbeiten]

Aus der Ehe mit Margaret Eriksdotter Wasa († 31. Dezember 1536 in Reval) entstammen:

  • Johann IV. von Hoya (1529–1574), Fürstbischof von Osnabrück
  • Jobst, Koadjutor von Köln (durch Franz von Halle gefangengenommen im Gefängnis gestorben)[2][3]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Stefan Schumacher, Das Rechtssystem im Stift Münster in der frühen Neuzeit unter Berücksichtigung der Reform des Fürstbischofs Johann von Hoya (1529 - 1574) von 1571, S. 8.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. August Karl Holsche: Historische-topographisch-statistische Beschreibung der Grafschaft Tecklenburg. Nebst einigen speciellen Landesverordnungen mit Anmerkungen, als ein Beytrag zur vollständigen Beschreibung Westphalens., S. 62 (Online, Google)
  2. Jakob Christoph Iselin, Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon, S. 852 (Online, Google)
  3. Friedrich Lucae: Des H[ei]l[igen] Römischen Reichs uhralter Graffen-Saal, S. 338 (Online, Google)