Johanna Sophie zu Hohenlohe-Langenburg

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Gräfin Johanna Sophie zu Hohenlohe-Langenburg (* 16. Dezember 1673 in Langenburg; † 18. August 1743 in Stadthagen) war eine deutsche Adlige und durch Heirat Gräfin zu Schaumburg-Lippe.

Biografie[Bearbeiten]

Johanna Sophie war die sechste Tochter von Graf Heinrich Friedrich zu Hohenlohe-Langenburg und dessen zweiter Gattin Juliana Dorothea Gräfin von Castell-Remlingen. Neben ihrer Schönheit war sie auch eine gescheite und gelehrige Schülerin.

Heirat und Nachkommen[Bearbeiten]

Am 4. Januar 1691 heiratete Johanna Sophie in Langenburg den Grafen Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe (1655–1728). Zu Beginn ihrer Ehe durfte sie ihren Mann noch oft auf Reisen begleiten, wurde dann aber immer häufiger zurückgelassen. Als Zerwürfnisse zwischen Johanna Sophie und ihrem Gatten ausbrachen, zog sie zusammen mit ihren beiden Söhnen nach Hannover. Die Ehe mit Friedrich Christian wurde 1723 geschieden und er heiratete zwei Jahre später seine Geliebte, Maria Anna von Gall. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Friedrich August (1693–1694)
  • Wilhelm Ludwig (*/† 1695)
  • Sophie Charlotte (*/† 1697)
  • Philipp (1697–1698)
  • Albrecht Wolfgang (1699–1748), Graf zu Schaumburg-Lippe 1728–1748
  • Friedrich Ludwig Karl (1702–1776)

Späteres Leben[Bearbeiten]

In Hannover befreundete sie sich mit der Kurprinzessin Caroline von Brandenburg-Ansbach (1683–1737), der späteren Gattin von König Georg II. und begleitete sie nach Großbritannien. Am englischen Hof der Hannoveraner in London wirkte die Gräfin als Hofdame.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anna-Franziska von Schweinitz: Johanna Sophia Gräfin zu Schaumburg-Lippe, Gräfin zu Hohenlohe-Langenburg (1673–1743). Ein Leben an den Höfen von Langenburg, Bückeburg, Hannover und St. James, in: Lebensbilder aus Baden-Württemberg, Stuttgart 2001, S. 100-128
  • Liselotte von der Pfalz: Liselotte von der Pfalz: Briefe an Johanna Sophie von Schaumburg-Lippe. Kommentiert und mit einem Nachwort hrsg. von Jürgen Voss, in: Röhrig Universitätsverlag, Kleines Archiv des 18. Jahrhunderts, St. Ingbert 2003, S. 136f.

Weblinks[Bearbeiten]