Johanna von Hanau-Münzenberg

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Begründung: Vorlage:Löschantragstext/Februar Rein genealogische Darstellung ohne Relevanzhinweis. Das wenige, was man neben genealogischen Fakten weiß („brachte kaum etwas in die Ehe mit“), erzeugt keine Bedeutung. Warum sie in der Kategorie:Person (Niederlande) geführt wird, erschließt sich aus dem Artikel bzw. aus ihrer Hochzeit mit dem portugiesischen Adligen nicht. -- peter schmelzlediskartpicslit@ 17:52, 15. Feb. 2015 (CET)


Gräfin Johanna von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels (* 1610; † 13. September 1673 in Delft) war eine Tochter des Grafen Albrecht von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels (* 1579; † 1635) und der Gräfin Ehrengard von Isenburg (* 1577; † 1637). Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels war ein nachgeordneter Zweig des Hauses Hanau-Münzenberg.

Ahnentafel Gräfin Johanna von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels
Urgroßeltern

Philipp III. von Hanau-Münzenberg (* 1526; † 1561)

Helena von Pfalz-Simmern (* 1533; † 1579)

Philipp IV. von Waldeck (* 1493; † 1574) ∞
Jutta von Isenburg († 1564)

Philipp von Isenburg-Ronneburg (* 1467; † 1526) ∞
Amalia von Rieneck (* 1478; † 1543)

Philipp von Solms-Braunfels (* 1494; † 1581)

Anna von Tecklenburg († 1554)

Großeltern

Philipp Ludwig I. von Hanau-Münzenberg (* 1553; † 1580)

Magdalena von Waldeck (* 1558; † 1599)

Philipp II. von Isenburg-Büdingen (* 1526; † 1596)

Ehrengard von Solms-Braunfels (* 1536; † 1577)

Eltern

Albrecht von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels (* 1579; † 1635)

Ehrengard (Irmgard) von Isenburg-Büdingen (* 1577; † 1637)

Johanna

Zur Familie vgl. Hauptartikel: Hanau (Adelsgeschlecht)

Johanna von Hanau-Münzenberg war zwei Mal verheiratet:

  1. Seit September 1637[1] mit Wild- und Rheingraf Wolfgang Friedrich von Salm (* 1589; † 24. Dezember 1638). Die Ehe blieb kinderlos.
  2. am 14. Dezember 1646 mit Prinz Manuel António von Portugal (* 1600 ; † 1666), aus dieser Ehe gingen hervor:
    1. Wilhelmina Amalia (* 1647; † 14. November 1647)
    2. Elisabeth Maria (* 20. November 1648 in Delft; † 15. Oktober 1717 in Vianen), verheiratet am 11. April 1678 mit Oberstleutnant Baron Adriaan von Gent (* 16. Februar 1645 in Den Haag; † 10. August 1708)

Hervorgehoben wird in der Literatur, dass die Gräfin kaum etwas in die Ehe mitbrachte.[2] Die Linie Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels war durch den Dreißigjährigen Krieg sehr verarmt. Die Familie musste, wohl 1633, von der Burg Schwarzenfels zuerst nach Worms, später nach Straßburg fliehen, wo sie mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Das erklärt auch ihr relativ hohes Alter schon für die erste Ehe.

Bedeutung erlangt Johanna vor allem durch ihre zweite Ehe – eine Verbindung zwischen einer deutschen Adligen reformierter Konfession und einem Mitglied des römisch-katholischen, portugiesischen Königshauses. Manuel António von Portugal war ein Enkel des portugiesischen Thronprätendenten António von Crato aus dem Haus Avis. Nachdem er seinen Thronanspruch nicht durchsetzen konnte, floh die Familie in die Generalstaaten, die nördlichen Niederlande, die vornehmlich reformiert waren. Die südlichen Niederlande, die Spanischen Niederlande (heute: Belgien) waren römisch-katholisch geblieben. Das Leben des Manuel António spielte sich zwischen diesen beiden Polen ab. 1643 befand er sich – nach seiner vierten Konversion – wieder einmal in den Diensten der nördlichen Niederlande. Die Ehe mit der weitläufig mit dem Haus Oranien-Nassau verschwägerten, reformierten Gräfin von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels sollte seine Bindung an die Generalstaaten stärken und ein erneutes Wechseln in den verfeindeten römisch-katholischen Süden verhindern.

Literatur[Bearbeiten]

  • A. W. E. Dek: Graf Johann der Mittlere von Nassau-Siegen und seine 25 Kinder. Rijswijk 1962.
  • Reinhard Dietrich: Die Landesverfassung in dem Hanauischen = Hanauer Geschichtsblätter 34. Hanau 1996. ISBN 3-9801933-6-5
  • J. L. J. van Kamp: Nog een tak afstammelingen van Willem de Zwijger. In: De nederlandsche Leeuw. Heft LXXIV, 9 (September 1957), Spalte 266 – 287; 306 – 316.
  • Detlev Schwennicke: Europäische Stammtafeln: Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten. Band 3,3. Frankfurt 1958.
  • Reinhard Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses in: Festschrift des Hanauer Geschichtsvereins zu seiner fünfzigjährigen Jubelfeier am 27. August 1894, Hanau 1894.
  • Ernst Julius Zimmermann: Hanau Stadt und Land, 3. Auflage, Hanau 1919, ND 1978.

Verweise[Bearbeiten]

  1. Anders Dek, S. 30: 1. Februar 1637.
  2. Kamp, Sp. 273.