Johanne Amalie von Elterlein

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Gedenktafel am Hauseingang Obere Schloßstraße 10 in Schwarzenberg

Johanne Amalie von Elterlein, geb. Benkert, (* 27. Oktober 1784 in Annaberg; † 20. November 1865 in Schwarzenberg/Erzgeb.) war eine deutsche Heimatlieddichterin aus dem westlichen Erzgebirge.

Leben[Bearbeiten]

Johanne Amalie wurde 1784 als Tochter des Annaberger Krämers Christian Ehregott Benkert und dessen Frau Dorothea geboren. 1804 heiratete sie Carl Heinrich von Elterlein, Erblehn- und Gerichtsherr auf Drebach und Mitbesitzer der Hammerwerke in Rittersgrün, mit dem sie drei Kinder hatte. Nach dessen Tod zog sie 1846 nach Pfeilhammer und soll dort die ersten Strophen des erzgebirgischen Heiligohmdliedes (Dr Weihnachtsheiligobnd) gedichtet haben.

Vieles deutet jedoch darauf hin, dass der Text bereits um 1799 entstanden ist, als Johanna Amalie 15 Jahre alt war und in Annaberg lebte. Insbesondere das in ihren Versen verarbeitete städtisch-bürgerliche Umfeld und Personen, welche sich unter ihren bürgerlichen Namen in den Bevölkerungstabellen der Jahre 1799 und 1800 im Annaberger Stadtarchiv wiederfinden, stärken diese Annahme.[1] Die Illustrationen der Liedpostkarten zum Heiligobndlied stammen von dem Annaberger Maler Rudolf Köselitz.

An dem Haus in Schwarzenberg, in dem sie ihren Lebensabend verbrachte und starb, erinnert eine Gedenktafel an sie. Der Benkertberg in Annaberg-Buchholz (Verbindungsweg zwischen Wilischstraße und Pestalozzistraße) führt im unteren Teil an dem Grundstück entlang, wo einst die so genannte Benkert-Villa stand.

Literatur[Bearbeiten]

  • Bernd Lahl: Zum 225. Geburtstag von Johanne Amalie Benkert. - Um 1799 entstand in Annaberg ihr Heiligabendlied. In: Erzgebirgische Heimatblätter 6/2009, S. 23-25, ISSN 0232-6078
  • Manfred Bachmann (Hrsg.): Johanne Amalie von Elterlein - Schöpferin des „Heilig-Ohmd-Liedes“. In: Kleine Chronik großer Meister - Erzgebirger, auf die wir stolz sind. Teil 1, Druckerei und Verlag Mike Rockstroh, Aue 2000, S. 121-122

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vgl. Erzgebirgische Heimatblätter 6/2009, S. 23-24