Johanne Luise Heiberg

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Johanne Luise Heiberg um 1850

Johanne Luise Heiberg, geb. Pätges, (* 22. November 1812 in Kopenhagen, Dänemark; † 21. Dezember 1890 ebenda) war eine Schauspielerin in Kopenhagen während des Goldenen Zeitalters von Dänemark.

Leben[Bearbeiten]

Wie ihr Zeitgenosse Hans Christian Andersen entstammte sie ärmlichen Verhältnissen und begann ihre Karriere im Kindesalter als Balletttänzerin. Bereits mit vierzehn Jahren hatte sie ihr Bühnendebüt, und zwar in Johan Ludvig Heibergs Vaudeville Aprilsnarrene. Der Autor verliebte sich in sie und heiratete sie 1831. Zusammen mit ihrem Mann und dessen Mutter Thomasine Gyllembourg bildete sie das schöngeistige Zentrum Kopenhagens. Rochus Freiherr von Liliencron nannte sie in seinen Lebenserinnerungen die Unsterbliche und beschrieb, wie es ihr gelang, eine winzige stumme Rolle in Holbergs Wochenstube in ein schauspielerisches Kabinettstück umzuschaffen. Auch Sören Kierkegaard gehörte zu den Bewunderern ihrer Kunst. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie Direktorin am Königlichen Theater. Sie hinterließ umfangreiche Lebenserinnerungen und gehört wie Rachel zu den großen Schauspielerinnen des 19. Jahrhunderts.

Johanne Luise Heiberg ist auf dem 200-Kronen-Schein der Dänischen Nationalbank abgebildet.

Werke[Bearbeiten]

  • En Søndag paa Amager (Ein Sonntag auf Amager), Vaudeville 1848
  • Abekatten (Der Narr), 1849
  • Et liv gjemoplevet i erindringen (Ein erinnertes, wieder gelebtes Leben), Memoiren, 1891/92

Weblinks[Bearbeiten]