Johannes Gutenberg-Universität Mainz
| Johannes Gutenberg-Universität Mainz | |
|---|---|
| Motto | Ut omnes unum sint „Dass alle eins seien“ |
| Gründung | 1477 |
| Ort | Mainz, Germersheim (Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft) |
| Bundesland | Rheinland-Pfalz |
| Staat | Deutschland |
| Präsident | Georg Krausch |
| Studenten | ca. 37.000 (WS 2012/13)[1] |
| Mitarbeiter | 4513 (2008)[2] |
| davon Professoren | 469 (2011)[1] |
| Website | www.uni-mainz.de |
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist eine Universität in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. Mit rund 36.000 Studierenden an etwa 150 Instituten und Kliniken gehört sie zu den zehn größten deutschen Hochschulen. Seit einer Strukturreform zum 1. September 2010 ist die Universität in zehn Fachbereiche gegliedert. Die JGU wurde nach dem Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, Johannes Gutenberg, benannt.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
1477–1823 [Bearbeiten]
Die erste Mainzer Universität geht auf den Mainzer Erzbischof, Kurfürst und Reichserzkanzler Adolf II. von Nassau zurück. Die Gründung einer Universität musste damals vom Papst approbiert werden und Adolf II. hatte einen entsprechenden Genehmigungsprozess während seiner Amtszeit in die Wege geleitet. Papst Sixtus IV. genehmigte am 23. November 1476 die Errichtung der Hochschule.[3] Eröffnet wurde die Universität aber erst 1477 von Adolfs Nachfolger auf dem Bischofsthron Diether von Isenburg. Als der Neubau des Universitätsgebäudes 1615 bis 1618 erfolgte,[4] war die Universität unter der Leitung des Jesuitenordens. Kurfürst und Erzbischof Friedrich von Erthal (1719–1802) versuchte, die Universität zu reformieren. 1790 kam es zum Mainzer Knotenaufstand, als von den Studenten provozierte Handwerker die Studenten und Organe der Universität angriffen. In den Wirren nach der Gründung der Mainzer Republik 1792 und deren Niederschlagung durch die Preußen kam es zu einem allmählichen Erliegen des Lehrbetriebs. 1798 wurde die Universität unter französischer Herrschaft offiziell aufgehoben. Lediglich eine Grande école in Form einer École spéciale de médecine sollte beibehalten werden. So fanden bis 1823 in der medizinischen Fakultät noch Vorlesungen statt.[5]
(Wieder-)Gründung 1946 [Bearbeiten]
Die heute existierende Johannes Gutenberg-Universität Mainz wurde 1946 von der französischen Besatzungsmacht gegründet. Raymond Schmittlein, Leiter der Kultur- und Erziehungsabteilung der französischen Militärregierung, war einer der maßgeblichen Betreiber dieser Wiederbegründung. Durch das Dekret der französischen Militärregierung am 1. März wurde die Kontinuität der Mainzer Universität impliziert: Die Universität wurde „ermächtigt, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen“. Als erste Universitätsgebäude dienten die auch heute noch in Gebrauch befindlichen Reste einer Luftwaffenkaserne, die 1938 nach der Remilitarisierung des Rheinlandes während der Zeit des Nationalsozialismus errichtet worden war. Am 15. Mai 1946 nahm die nun „Johannes Gutenberg-Universität Mainz“ genannte Hochschule unter dem Leitspruch „Ut omnes unum sint – Dass alle eins seien“ (Joh 17,21 EU) den Lehrbetrieb auf.
Kontinuitätsfrage [Bearbeiten]
Die Kontinuität zwischen Alter Universität und Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist wegen der Unterbrechung des Lehrbetriebes von über 100 Jahren strittig. Mit der Gründungsurkunde, in der ausdrücklich die Wiederaufnahme der Tätigkeit gestattet wird, begründete der Generalverwalter der französischen Militärregierung in Baden-Baden die umstrittene Kontinuität der Mainzer Universität. Begründet wird die Kontinuität besonders damit, dass die alte Universität nie förmlich aufgelöst wurde und weil der 1781 gegründete Mainzer Universitätsfonds von staatlicher Seite stets als Universitätsvermögen anerkannt wurde.[6] Die Stiftung Mainzer Universitätsfonds, deren Erträge in vollem Umfang an die Johannes Gutenberg-Universität in Mainz fließen, umfasst bis heute Wohnungen, Häuser und Erbbaurechte sowie 850 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in Form von Ackerland und Weinbergen. Damit gehört die Stiftung zu den bedeutendsten Großgrundbesitzern in Rheinland-Pfalz.[7] Lediglich das Priesterseminar und eine Hebammenlehranstalt bestanden in der Zeit bis zur Wiedereröffnung fort.
Nach 1946 [Bearbeiten]
- 1950 Gründung des Forschungsinstituts für Wirtschaftspolitik
- Seit Wiedereröffnung der Universität widmete sich Fritz Straßmann dem Aufbau des Instituts für Chemie und des MPI für Chemie, das aus dem Umzug des vormaligen Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie in Berlin nach Mainz entstand. 1956 wurde das MPI für Chemie von Otto Hahn eingeweiht.
- 1967 nahm Otto Hahn den Forschungsreaktor Mainz in Betrieb, der als Forschungsneutronenquelle dient.
1972 schlug sich die Wirkung der 68er Studentenproteste auch in der Struktur der Universität Mainz nieder. Die Fakultäten wurden aufgehoben und die Universität in Fachbereiche gegliedert. 1973 wurde im Zuge der Hochschulreform und der Neugliederung der Universität in Fachbereiche das Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim sowie die Hochschulinstitute für Kunst, Musik und Leibesübungen in die Universität eingegliedert. 1974 wurde schließlich Peter Schneider zum ersten Präsidenten der nun als „verfasste Gruppenuniversität“ organisierten Hochschule gewählt. 1979 wurde die erste Beschleunigerstufe des Elektronen-Beschleuniger MAMI (Mainzer Mikrotron) am Institut für Kernphysik in Betrieb genommen, nachdem vier Jahre zuvor die Entstehung eines solchen Rennbahn-Mikrotrons auf dem Campus der Universität beschlossen wurde. 1990 wurde die Stufe B des Elektronen-Beschleuniger MAMI (Mainzer Mikrotron) nach zehnjähriger Umbau- und Entwicklungszeit in Betrieb genommen. 1990 wurde Jürgen Zöllner Präsident, er blieb jedoch nur ein Jahr im Amt und wurde dann Minister für Wissenschaft und Weiterbildung des Landes Rheinland-Pfalz. Als Koordinator der SPD für Hochschulpolitik spielte der beurlaubte Professor des Institutes für Physiologische Chemie eine entscheidende Rolle in der Hochschulpolitik der SPD und bei der Entwicklung der Studienkonten. 2002 wurde die Johannes Gutenberg-Universität Mainz für ihre besonderen Reformergebnisse als „Best-Practice-Hochschule“ durch das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) ausgezeichnet. Im Jahr 2004 kam die Universität durch die europäischen und amerikanischen Marsmissionen Mars Express/Beagle 2 und Opportunity/Spirit in die Schlagzeilen, da zwei der wichtigsten Analysegeräte an Bord aus Mainz stammten. Das APXS (Alpha Particle X-Ray Spectrometer) wurde vom MPI für Chemie in Mainz auf dem Campusgelände der Universität und das MIMOS II (Miniaturisiertes Mößbauer-Spektrometer) an der Johannes Gutenberg-Universität entwickelt. Seit einer Strukturreform zum 1. Januar 2005 ist die Universität in elf Fachbereichen organisiert. 2006 wurden im Rahmen der 60-Jahr-Feier zur Wiedereröffnung der Universität erstmals goldene Promotionsurkunden an die noch lebenden Promovenden der Jahre 1947 bis 1956 verliehen. Die allererste Promovendin war eine Zoologin, die bei Wolfgang von Buddenbrock promovierte. Weiterhin wurde die aktuelle vierte Stufe C des Elektronen-Beschleunigers MAMI (Mainzer Mikrotron) nach mehrjähriger Umbau- und Entwicklungszeit am Institut für Kernphysik für Experimente in Betrieb genommen.
Gegenwart [Bearbeiten]
Allgemeines [Bearbeiten]
Heute hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz rund 37.000 Studierende und besteht aus mehr als 150 Instituten und Kliniken.
Beim Erasmus-Studentenaustausch stand die Universität 2007 an erster Stelle,[8] und hat mit 15 % nach eigenen Angaben den höchsten Anteil ausländischer Studierender.
Das Fächerspektrum ist fast vollständig, es fehlen lediglich die technischen Fächer, die Tiermedizin und Ernährungswissenschaften. Stattdessen kann man Buchwissenschaft, Sportwissenschaft, Anthropologie, Musik, Bildende Kunst sowie Theater- und Filmwissenschaft studieren. Die Fächervielfalt resultiert in einer Vielzahl von Hochschulgruppen, vom Debattierclub über studentische Unternehmensberatungen bis Unterwasserrugby.
Für Seniorstudenten, Gasthörer und Studierende von Aufbaustudiengängen fallen bereits jetzt Studiengebühren an. Vom Ministerium für Wissenschaft und Weiterbildung wurden die von Prof. Zöllner mitentwickelten Studienkonten bereits im Wintersemester 2004/2005 eingeführt. Bei Überziehen des Studienkontos fallen in der Übergangszeit pauschal Studiengebühren von 650 Euro pro überzogenem Semester an. Die Studienkonten erlauben ein kostenfreies Erststudium innerhalb des 1,75-Fachen der Regelstudienzeit. In einem zweiten Schritt sollen die Konten zukünftig nach tatsächlich „verbrauchten“ Studienzeiten abgebucht werden. Ob der enorme Verwaltungsaufwand zur tatsächlichen Verbesserung der Studienbedingungen führt, ist nach wie vor umstritten. Messbarer Erfolg ist ähnlich wie bei der Einführung von Langzeitstudiengebühren in anderen Bundesländern der Rückgang der nominell eingeschriebenen Studierenden. Ob durch die Maßnahme tatsächlich weniger Lehrleistung an der Universität abgefragt wird, oder letztlich nur Karteileichen aus den Akten des Studierendensekretariates entfernt werden, ist durch die dezentrale Organisation der universitären Lehre nicht nachweisbar.
Mit dem Thema „Zeit Reise“ ist die Universität Veranstaltungspartner der Stadt Mainz zum Treffpunkt der Wissenschaft im Wissenschaftsjahr 2009.
Seit 2008 ist die Chefredaktion des Management International Review an der Johannes Gutenberg-Universität beheimatet.
2012 gehörte die Universität zu den Gründern der German U15, fünfzehn großen forschungsorientierten und medizinführenden Universitäten in Deutschland, die gemeinsam ihre Interessen in diesem Bereich wahrnehmen wollen.
Fachbereiche [Bearbeiten]
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist seit dem 1. September 2010 in zehn Fachbereiche gegliedert.
- Katholische Theologie und Evangelische Theologie
- Sozialwissenschaften, Medien und Sport
- Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
- Universitätsmedizin
- Philosophie und Philologie
- Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft
- Geschichts- und Kulturwissenschaften
- Physik, Mathematik und Informatik
- Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften
- Biologie
Dazu kommen die Hochschule für Musik und die Kunsthochschule, die als eigenständige künstlerische Hochschulen Teil der Johannes Gutenberg-Universität Mainz sind.[9]
Exzellenzinitiative [Bearbeiten]
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz war eine von 39 Universitäten, die sich in der Exzellenzinitiative des Bundes beworben hatten.[10] Zwar war das Zukunftskonzept „The Gutenberg Spirit: Moving Minds - Crossing Boundaries“ in der Initiative nicht erfolgreich, der Exzellenzcluster „Precision Physics, Fundamental Interactions and Structure of Matter“ (PRISMA) und die Graduiertenschule „Materials Science in Mainz“ (MAINZ) bekamen jedoch Fördermittel in Höhe von 50 Millionen Euro bewilligt.[11]
Besonderheiten [Bearbeiten]
Campusuniversität [Bearbeiten]
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist eine Campus-Universität. Beinahe alle Institute und Einrichtungen sind auf einem ehemaligen Kasernengelände im Südwesten der Stadt untergebracht.
Außerhalb des Campusgeländes befinden sich die Universitätsklinik sowie der 1973 eingegliederte Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaften mit Sitz in Germersheim (vormals Auslands- und Dolmetscherinstitut Germersheim). Verschiedene kleinere Institute und Einrichtungen sind aus unterschiedlichen Gründen außerhalb des Campus untergebracht. So hat das Journalistische Seminar seinen Sitz in der „alten Universität“ neben dem Mainzer Theater. Das Institut für Vor- und Frühgeschichte ist samt Bibliothek in einem historischen Gebäude am Schillerplatz untergebracht. Auch die Studiengänge Filmwissenschaft und Mediendramaturgie, sowie die medienpraktischen Veranstaltungen der Publizistik, aber auch das Fernsehprojekt CampusTV sind nicht auf dem Campus untergebracht, sondern mit Videothek und Bibliothek im Medienhaus in der Wallstraße. Seit 2009 befindet sich das Institut für Psychologie zusammen mit der Poliklinischen Institutsambulanz für Psychotherapie in einem Gebäudekomplex in der Binger Straße, bzw. in der Wallstraße.
Auf dem Universitätsgelände befinden sich außerdem der Elektronenbeschleuniger MAMI und der Forschungsreaktor TRIGA, der botanische Garten sowie ein Sportstadion samt Hallenbad. Einmalig in der bundesdeutschen Hochschullandschaft ist die Integration der Hochschule für Musik, der Kunsthochschule und des Sports in eine Universität. Hierzu gehört auch die Integration von Katholischer Theologie und Evangelischer Theologie in einem Fachbereich, jedoch bilden die beiden Fächer weitgehend eigenständig agierende „Fakultäten“.[12]
Neben der Universität sind auf dem Campus auch das Max-Planck-Institut für Chemie und das Max-Planck-Institut für Polymerforschung untergebracht. In direkter Nachbarschaft zum Universitätscampus befindet sich ein Campus der Fachhochschule Mainz.
Bibliotheken [Bearbeiten]
Die Universität Mainz verfügt über eine Zentralbibliothek, sechs fachbereichs- bzw. fakultätsübergreifende Bereichsbibliotheken sowie etwa 30 Fachbereichs(teil)bibliotheken als dezentrale Präsenzbibliotheken und eine Frauenbibliothek, die von den Studierenden selbst verwaltet wird. Der Bestand umfasst derzeit etwa 4 Millionen Medien.
Internet-TV-Programm [Bearbeiten]
Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz kann seit 2007 eine weitere Besonderheit in der deutschen Unilandschaft aufbieten: Sie ist die erste Universität, die ein Internet-TV-Programm produziert, das ausschließlich Service bieten will. Dieses ist auf Studierende zugeschnitten, die neu an der Universität studieren, und nennt sich ersti.tv. Das Projekt wird von einer studentischen Initiative betrieben.
Supercomputer Mogon [Bearbeiten]
Im Jahr 2012 wurde der Supercomputer „Mogon“ in Betrieb genommen. Mit einer Leistung von 287 TFlops gehört Mogon zu den leistungsstärksten Computern der Welt. Er belegt im weltweiten Ranking Platz 81 und deutschlandweit Platz 8 der schnellsten Computer. Vorrangig wird er für die Fachbereiche Physik, Mathematik, Biologie, Medizin und Geowissenschaften genutzt.[13][14]
Debattierclub [Bearbeiten]
Seit 2002 existiert der Debattierclub Johannes Gutenberg (DCJG) der Universität. Er zählt heute zu den größten und erfolgreichsten deutschsprachigen Debattierclubs. Es gelang dem DCJG zweimal den Titel des Deutschen Meisters und viermal den des Deutschen Vizemeisters zu gewinnen. Damit ist er der bislang erfolgreichste Club bei der Deutschen Debattiermeisterschaft.
Schreibweise [Bearbeiten]
Gemäß § 50 der amtlichen Regelung der deutschen Rechtschreibung wäre der Name der Universität mit zwei Bindestrichen zu schreiben: Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Für diese Hochschule wurde aber – abweichend davon – die Schreibweise mit nur einem Bindestrich amtlich festgelegt: Johannes Gutenberg-Universität Mainz. So wird sie u. a. auch im Hochschulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz, § 1(2), bezeichnet.
Rektoren und Präsidenten [Bearbeiten]
Rektoren (1946–1974) [Bearbeiten]
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Prorektoren (1946–1974) [Bearbeiten]
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Präsidenten (seit 1974) [Bearbeiten]
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Vizepräsidenten (seit 1974) [Bearbeiten]
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Bekannte Persönlichkeiten (nach Geburtsjahr) [Bearbeiten]
Bis 1900 [Bearbeiten]
- Johann Reinhard Ziegler (1569–1636), Jesuit, Rektor der Universität, Mathematiker, Astronom und Architekt; Berater von 3 Mainzer Kurfürsten.
- Johann Joachim Becher (1635–1682), Alchemist und Wirtschaftstheoretiker.
- Johann Friedrich von Pfeiffer (1718–1787), Professor der Kameralistik
- Georg Forster (1754–1794), Naturforscher, Ethnologe, Reiseschriftsteller, Journalist, Essayist und Revolutionär
- Felix Anton Blau (1754–1798), Theologe, Philosoph
- Erwin Freundlich (1885–1964), Astrophysiker und Honorarprofessor in Mainz
- Herbert Kühn (1895–1980), Prähistoriker, Religionswissenschaftler, Kunsthistoriker und Philosoph.
- Carl Zuckmayer (1896–1977), Schriftsteller
- Wilhelm Troll (1897–1978), Botaniker, Morphologe und Begründer des Botanischen Gartens der Universität
- Anna Seghers (1900–1983), Schriftstellerin
- Erich Welter (1900–1982), Publizist und Wirtschaftswissenschaftler
- Hans Rohrbach (1903–1993), Mathematiker und Rektor der Universität Mainz
Zwischen 1900 und 1945 [Bearbeiten]
- Leo Just (1901–1964), Historiker und Gründungsdekan der Philosophischen Fakultät der Universität Mainz
- Karl Maria Hettlage (1902–1995), SS-Hauptsturmführer, 1956 Dekan der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Präsident des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung und Mitglied im Wissenschaftsrat.
- Fritz Straßmann (1902–1980), Chemiker
- Fritz Jung (1903–1981), Prothetik und Kieferorthopädie
- Werner Forßmann (1904–1979), Mediziner, Nobelpreisträger, Honorarprofessor
- Herbert Hess (1908–1977), Tenor, Universitätsprofessor
- Josef Esser (1910–1999), Rechtswissenschaftler
- Alois Grillmeier (1910–1998), Kardinalsdiakon, Angehöriger der Gesellschaft Jesu
- Berno Wischmann (1910–2001), Hochschullehrer und Gründer des USC Mainz
- Elisabeth Noelle-Neumann (1916–2010), Demoskopin
- Jockel Fuchs (1919–2002), Mainzer Oberbürgermeister a. D. (SPD)
- Hans Buchheim (* 1922), Politikwissenschaftler
- Klaus Rose (* 1928), Wirtschaftswissenschaftler
- Wolfhardt Pannenberg (* 1928), Theologe
- Helmut Schoeck (1922–1993), Soziologe und Publizist
- Peter Scholl-Latour (* 1924), deutsch-französischer Journalist und Publizist
- Hanns Dieter Hüsch (1925–2005), Kabarettist
- Peter Ludwig (1925–1996), Industrieller und Kunst-Mäzen
- Irene Ludwig (1927–2010), Kunst-Mäzenin
- Dietrich Falke (* 1927), Mikrobiologe und Infektiologe
- Ernesto Garzón Valdés (* 1927), Rechtsphilosoph und Politikwissenschaftler
- Mario Adorf (* 1930), Schauspieler
- Hans Friderichs (* 1931), Bundeswirtschaftsminister a. D. (FDP)
- Paul J. Crutzen (* 1933), Meteorologe und Chemie-Nobelpreisträger
- Karl Kardinal Lehmann (* 1936), Bischof von Mainz
- Klaus Unger (* 1936), Chemiker
- Friedrich Beißer ( ), Theologe
- Rolf Peffekoven (* 1938), Finanzwissenschaftler
- Hans Thiel (* 1919), Germanist und Autor
- Klaus Töpfer (* 1938), Diplom-Volkswirt, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit a.D. (CDU)
- Eilert Herms (* 1940), Theologe
- Konrad Kleinknecht (* 1940), Physiker
- Thomas Koebner (* 1941), Publizist, Literatur- und Medienwissenschaftler
- Johannes Gerster (* 1941), Jurist, deutscher Politiker der CDU
- Werner Lachmann (* 1941), Wirtschaftswissenschaftler und Wirtschaftsethiker
- Eckhart Pick (* 1941), Jurist, Universitätsprofessor a. D. und deutscher Politiker (SPD)
- Klaus Jung (* 1942), Arzt und Hochschullehrer für Sportmedizin
- Hans Werner Kilz (* 1943), Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung
- Jürgen W. Falter (* 1944), Politikwissenschaftler
- Werner Guballa (1944–2012), Weihbischof von Mainz
- Jürgen Zöllner (* 1945), Bildungs- und Wissenschaftssenator in Berlin (SPD)
- Rainer Brüderle (* 1945), Diplom-Volkswirt, deutscher Politiker der FDP, 2009–2011 Bundesminister für Wirtschaft und Technologie; seit Mai 2011 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion
- Theo Zwanziger (* 1945), ehemaliger Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB)
Seit 1946 [Bearbeiten]
- Stefan Hradil (* 1946), deutscher Soziologe
- Michael Linden (* 1948), deutscher Neurologe, Psychiater und Psychotherapeut
- Franz Josef Jung (* 1949), hessischer CDU-Politiker (u. a. ehemaliger Bundesminister) und Jurist
- Klaus Schönbach (* 1949), deutscher Kommunikations- und Medienwissenschaftler
- Thomas Bierschenk (*1951), deutscher Ethnologe und Soziologe
- Karl Friedrich Falkenberg (* 1952), hochrangiger EU-Verwaltungsbeamter (zzt. Generaldirektor Umwelt der EU-Kommission)
- Heinzpeter Hempelmann (1952 ), Theologe und (Religions-)Philosoph
- Gerhard Fischer-Münster (* 1952), deutscher Komponist, Dirigent und Pianist
- Klaus Kaldemorgen (* 1953), deutscher Volkswirt und Fondsmanager
- Herbert Dittgen (* 1956, † 2007), deutscher Politikwissenschaftler und Autor
- Michel Friedman (* 1956), deutscher Jurist, CDU-Politiker, Publizist und Fernsehmoderator sowie ehemaliger jüdischer Funktionär
- Hans-Jürgen Jakobs (* 1956), deutscher Volkswirt und Journalist
- Peter Frey (* 1957), deutscher Journalist (zurzeit ZDF-Chefredakteur)
- Felix Leinen (* 1957), deutscher Mathematikprofessor und Kommunalpolitiker (ÖDP)
- Ulrich Neymeyr (* 1957), katholischer Geistlicher (zurzeit u. a. Weihbischof des Bistums Mainz)
- Michael Frenkel (* 1954), Wirtschaftswissenschaftler und Rektor der WHU
- Markus Höffer-Mehlmer, (* 1958), Kabarettist, Publizist und Erziehungswissenschaftler
- Thomas Anders (* 1963), deutscher Popsänger, Komponist und Musikproduzent
- Michael Hartmann (* 1963), rheinland-pfälzischer SPD-Politiker (zurzeit u. a. Fraktionsobmann im Geheimdienst-Untersuchungsausschuss des Bundestages)
- Gundula Gause (* 1965), deutsche Fernsehmoderatorin, Nachrichtensprecherin und Redakteurin beim ZDF (u. a. Co-Moderatorin heute-journal)
- Beatrice Weder di Mauro (* 1965), schweizerische Wirtschaftswissenschaftlerin, Publizistin und Managerin (2004 bis 2012 auch „Wirtschaftsweise“)
- Lenelotte Möller (* 1967), deutsche Gymnasiallehrerin, Historikerin, Übersetzerin und Autorin sowie Herausgeberin mehrerer Bücher
- Andreas Türck (* 1968), deutscher Web-TV-Unternehmer und ehemaliger Radio- und Fernsehmoderator (bekannt geworden v. a. durch seine Daily-Talk-Sendung)
- Jochen Drees (* 1970), deutscher Arzt und Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga
- Katharina Saalfrank (* 1971), deutsche Diplom-Pädagogin, Musiktherapeutin, Kolumnistin und Autorin (bekannt geworden mit der RTL-Reality-Soap Die Super-Nanny)
- Julia Klöckner (* 1972), rheinland-pfälzische CDU-Politikerin (zurzeit u. a. Landesvorsitzende der CDU RLP, Fraktionsvorsitzende im Landtag RLP und Mitglied des CDU-Bundespräsidiums)
- Jasmin Hekmati (* 1976), deutsche Fernsehmoderatorin
- Kristina Schröder (* 1977), hessische CDU-Politikerin (zurzeit u. a. Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)
- Felix Antoine Blume (* 1984), deutscher Rapper unter dem Pseudonym Kollegah
Geehrte Persönlichkeiten der Universität [Bearbeiten]
Siehe auch [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Website der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
- Website des studentischen Fernsehformats der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, CampusTV
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Broschüre der Universität[1] (PDF; 122 kB). Abgerufen 6. Februar 2012.
- ↑ Statistik Rheinland-Pfalz: [2] (PDF; 140 kB). Abgerufen: 20. Februar 2010.
- ↑ Retro-Bibliothek: Mainz (Erzstift). In: Meyers Konversationslexikon.
- ↑ Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Band 2.2., S. 120.
- ↑ Statut concernant la division de l’universite en academies, et les villes qui en seront les chefs-lieux, 18 octobre 1808 (PDF; 36 kB)
- ↑ Stiftung Mainzer Universitätsfonds: 225 Jahre Stiftung Mainzer Universitätfonds, 2006, Festschrift (PDF, 6 MB), besonders ab S. 40.
- ↑ Stiftung Mainzer Universitätsfonds: Die Stiftung Mainzer Universitätsfonds.
- ↑ Uni-Mainz.de: International: Universität Mainz belegt bundesweit 1. und 2. Plätze beim ERASMUS-Studierendenaustausch!
- ↑ „Mit Novellierung des Hochschulgesetzes im Herbst 2010 wurde die Akademie aus der Fachbereichsgliederung der Universität herausgelöst und zur Kunsthochschule Mainz an der Johannes Gutenberg-Universität umgetauft.“ (http://www.afbk-mainz.de/content/akademie/historie.html, 26. Oktober 2010).
- ↑ Exzellenzinitiative für Spitzenforschung an Hochschulen: Die Gewinner stehen fest
- ↑ Pressemitteilung der Universität: JGU hat in der Exzellenzinitiative erfolgreich abgeschnitten: Exzellenzcluster und Graduiertenschule bewilligt
- ↑ http://www.uni-mainz.de/fachbereiche/1753.php, abgelesen am 23. Oktober 2010.
- ↑ Heise online: Supercomputer Mogon an der Uni Mainz eingeweiht, vom 4. Juni 2012
- ↑ Universität Mainz: Mogon in den Top100, abgerufen am 25. Januar 2013
49.9930555555568.2416666666667Koordinaten: 49° 59′ 35″ N, 8° 14′ 30″ O