Johannes Ludwig (München)
Johannes Ludwig (* 1904 in Düsseldorf; † 1996) war ein deutscher Architekt und Hochschullehrer.
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[Bearbeiten] Leben und Wirken
Johannes Ludwig wurde als Sohn des Architekten Alois Ludwig (1872-1969) und seiner Frau, der Prager Fabrikantentochter Klara Margarete Wanniek, geboren. Nach einem Schiffbaupraktikum auf den Werften Vulkan und Blohm & Voss nahm er 1924 das Studium der Architektur an der Technischen Hochschule München auf. 1926–1927 war er Mitarbeiter im Architekturbüro Amon & Fingerle in Bozen. Nach seinem Studienabschluss 1929 ging er als Assistent von Clemens Holzmeister an die Kunstakademie Düsseldorf. 1931 bis 1935 arbeitete er als freier Architekt in Meran, anschließend im Büro seines Onkels Gustav Ludwig in München sowie von 1937 bis 1957 wieder als freier Architekt in München, Trostberg und Mühldorf am Inn.
1955 wurde er auf den Lehrstuhl für Städtebau und Landesplanung an der Technischen Hochschule Wien und 1957 als Nachfolger von Hans Döllgast als ordentlicher Professor für Architekturzeichnen und Raumkunst an die Technische Hochschule München berufen. 1969 bis 1983 war er zudem Direktor der Abteilung Bildende Kunst der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. 1973 wurde er emeritiert.
Ludwigs Architekturauffassung wurde besonders durch seinen frühen Kontakt zu Gunnar Asplund und zur jungen skandinavischen Architektengeneration seit der großen Stockholmer Werkbundausstellung 1930 beeinflusst. Seine ersten Nachkriegsveröffentlichungen mit Rudolf Pfister im Baumeister über Gunnar Asplund und seine zahlreichen Skandinavien-Exkursionen begeisterten viele seiner Studenten und prägten, auch durch seine starke Persönlichkeit, nachhaltig die Münchner Architektenszene und sicherte maßgeblich den skandinavischen Architektureinfluss in Süddeutschland.
[Bearbeiten] Werk (Auswahl)
- 1937–1941: Wohnanlage Washingtonstraße / Bolivarstraße in München
- 1945–1955: Evangelische Kirche in Mühldorf
- 1949–1951: Schule in Winhöring
- 1952–1954: Situlischule in München-Freimann (mit Franz Ruf)
- 1953–1954: Johanneskirche in Bruckmühl 1962 Erweiterung des Pfarr- und Gemeindehauses
- 1953–1956: Paul-Gerhardt-Kirche in München-Laim
- 1954–1956: Wohnhochhäuser in der Parkwohnanlage München-Bogenhausen (mit Franz Ruf)
- 1957–1960: Predigerseminar in Pullach
- 1961: Hauptschule in der Parkstadt Bogenhausen
- 1959–1967: Wiederaufbau der Antikensammlung am Königsplatz in München
- 1960: Innenhof und Senatstrakt der Technischen Hochschule München
- 1960–1963: Christuskirche in Hanau
- 1961–1964: St.-Nikola-Kirche in Straubing
- 1965–1968: Aufstockung des Mittelbaus der Technischen Hochschule München an der Arcisstraße
- 1965–1966: St.-Markus-Kirche mit Pfarr- und Gemeindehaus in Coburg mit Heiko Folkerts, Jakob Adlhart und Franz Riepl
- 1965–1973: Wohnanlage Mollau in München-Obersendling (mit Helmut von Werz und Johann-Christoph Ottow)
- 1970iger : Wohnanlage mit drei hofartigen Freiräumen Konrad-Celtis-Str. München Mittersendling mit Gartenarchitekt Prof. Ludwig Roemer
- 1966–1967: Versöhnungskirche mit Gemeindesahl in Garching an der Alz mit Heiko Folkerts, Jakob Adlhart und Franz Riepl
- 1981–1983: Evangelisches Gemeindezentrum in Feldkirchen-Westerham
[Bearbeiten] Schüler
- Jakob Adlhart
- Peter Braun
- Heiko Folkerts
- Michael Gaenssler
- Theodor Hugues
- Rüdiger Möller
- Franz Riepl
- Othmar Sackmauer
- Volkher Schulz
[Bearbeiten] Literatur
- Friedrich Kurrent (Hrsg.): Johannes Ludwig. Bauten, Projekte, Möbel. Ausstellungskatalog TU München, München 1984.
- Lehrstuhl für Städtebau und Regionalplanung, TU München 1979 (Hrsg.): „Zwischen Transformation und Tradition, Städtebau in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ Gerd Albers zum 60. Geburtstag, Beitrag Prof. Johannes Ludwig S76- S81
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ludwig, Johannes |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 1904 |
| GEBURTSORT | Düsseldorf |
| STERBEDATUM | 1996 |
| STERBEORT | München |