Johannes Moser

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Johannes Moser (* 14. Juni 1979 in München) ist ein deutscher Cellist.

Leben[Bearbeiten]

Geboren als Sohn einer Musikerfamilie, seine Mutter ist die Sopranistin Edith Wiens (* 1950), sein Vater der Cellist Kai Moser und sein Bruder Benjamin Moser (* 1981) ist ein Konzertpianist, begann Moser mit seinem Studium bei Wen-Sinn Yang und setzte es bei David Geringas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin fort, das er 2005 mit Auszeichnung abschloss. Während des Studiums errang er erste Preise beim „Internationalen Karl Davidoff Wettbewerb 2000“ in Riga und beim „Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis der Deutschen Hochschulen 2001“, außerdem wurde ihm der Förderpreis des Schleswig-Holstein Musik Festival 2001 zugesprochen. Im Jahr 2003 wurde er mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet. Zudem war er Stipendiat der „Studienstiftung des deutschen Volkes“.

Beim Tschaikowski-Wettbewerb in Moskau gewann Moser im Jahre 2002 den 2. Preis sowie einem Sonderpreis für die beste Interpretation der Rokoko-Variationen. Seit dieser Zeit konzertierte er mit dem London Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem LA Philharmonic Orchestra, dem Maggio Musicale in Florenz, der NDR Radiophilharmonie Hannover, der Königlichen Kapelle in Kopenhagen, den Rundfunkorchestern des SWR in Saarbrücken, Stuttgart und Baden-Baden/Freiburg, sowie dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Paavo Järvi, Kirill Petrenko, Valery Gergiev, Ari Rasileinen und Hans Zender. Sein Debüt in Amerika gab er 2005 beim Chicago Symphony Orchestra unter Pierre Boulez mit der dortigen Erstaufführung von Bernard Rands’ Cellokonzert.

Johannes Moser trat beim Schleswig-Holstein Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival sowie den Festivals in Montreux, Meran, Locarno, Stresa, Harrogate, Gstaad und Moritzburg auf. In der Saison 2004/05 übernahm er die künstlerische Leitung für das Projekt „Johannes Moser and Friends“ bei den „MittelrheinMusikMomenten“. Im Sommer 2006 war er beim Festival in Luzern mit einem Recital als auch in Verbier in kammermusikalischer Besetzung zu hören. Sein Engagement für die Kammermusik zeigte er durch Recitals in der Tonhalle Zürich oder der Meistersingerhalle Nürnberg.

Im Herbst 2006 trat Johannes Moser in der Alten Oper Frankfurt mit dem Museums-Orchester auf, außerdem spielte er mit dem New York Philharmonic Orchestra unter Lorin Maazel in Tokyo. Für Februar 2007 verpflichteten ihn die Münchner Philharmoniker unter Christian Thielemann mit dem Schumann-Konzert für drei Konzerte in München; mit demselben Orchester führte er im Mai 2006 unter Krzysztof Penderecki dessen Concerto Grosso für drei Violoncelli in Warschau auf.

Im Mai 2006 erschien seine erste Recital-CD beim Hänssler-Verlag mit Werken von Schostakowitsch, Mieczysław Weinberg und Boris Tschaikowski. 2007 wurde er von der Deutschen Phonoakademie in der Kategorie „Echo Klassik 2007 – Nachwuchskünstler des Jahres 2007“ ausgezeichnet. Johannes Moser spielt auf einem Cello von Andrea Guarneri von 1694 aus einer privaten Sammlung.

Seit Oktober 2012 hat Moser eine Professur für Violoncello an der Hochschule für Musik und Tanz Köln inne.

Weblinks[Bearbeiten]