Johannes Nicolaus Brønsted

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Johannes Brønsted

Johannes Nicolaus Brønsted (* 22. Februar 1879 in Varde, Jütland; † 17. Dezember 1947 in Kopenhagen) war ein dänischer Chemiker, der insbesondere für die von ihm geschaffene Säure-Base-Theorie bekannt ist.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Brønsted begann sein Studium der Chemie 1897 an der Universität Kopenhagen. 1899 legte er ein polytechnisches Examen für Fabrikingenieure ab und wurde 1908 promoviert, im selben Jahr erhielt er dort einen Lehrstuhl für physikalische und anorganische Chemie. Fachlich war er auf die Thermodynamik spezialisiert.

Anfang der Zwanzigerjahre des 20. Jahrhunderts arbeitete er zusammen mit George de Hevesy an der Isotopentrennung durch fraktionierte Destillation von Quecksilber und Chlor und deren Atommassebestimmung. Aus dem Jahre 1923 stammt seine, heute Brønsted-Lowry genannte Protonen-Theorie über Säuren und Basen. Brønsted und Thomas Lowry waren unabhängig voneinander zu derselben Definition gekommen.

1926 und 1927 arbeitete Brønsted als Gastprofessor in den USA und hielt Vorlesungen unter anderem an der Yale-Universität und der Columbia-Universität. In den folgenden Jahren führte er kolloidchemische Studien durch und untersuchte die Eigenschaften von Hochpolymeren.

Ab 1930 war er Direktor der Polytechnischen Lehranstalt des Physikalisch-chemischen Instituts der Technischen Hochschule in Kopenhagen.

Sonstiges[Bearbeiten]

In einigen deutschen Lehrbüchern wird der Name fälschlicherweise Brönsted, Brönstedt oder Brønstedt geschrieben.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1912: Lehrbuch für physikalische Chemie
  • 1916: Grundriss der Anorganischen Chemie
  • 1923: Einige Bermerkungen über den Begriff der Säuren und Basen

Ehrungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dr. Karl Heinig (Hrsg.): Biografien bedeutender Chemiker. 5. Auflage. Volk und Wissen Volkseigener Verlag, Berlin 1983.