Johannes von Buttlar

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Johannes von Buttlar (* 20. April 1940 in Berlin) ist ein populärwissenschaftlicher Autor, der über 30 Bücher zu den verschiedensten Themen, wie Astrophysik und Altersforschung bis hin zu kontroversen Titeln aus dem Bereich der Esoterik, UFOs und den Tempelrittern verfasste. Seine Bücher erreichen eine Gesamtauflage von über 30 Millionen Exemplaren und erschienen in über 30 Sprachen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Buttlar wurde als Johannes Busacker am 20. April 1940 in Berlin geboren. Der Vater war der Diplomingenieur, Hans Busacker, und die leibliche Mutter Renate Maria Freiin Treusch von Buttlar-Brandenfels. Der Sohn Johannes wurde im März 1969 von seiner leiblichen damals 79-jährigen Großtante Hildegard Schönpflug, geborene Freiin Treusch von Buttlar-Brandenfels in Frankfurt am Main zum Namenserhalt adoptiert. Seitdem trägt er den Namen Johannes Freiherr Treusch von Buttlar-Brandenfels.

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1956 wanderte er mit seinem Vater und Stiefmutter nach Australien aus. Dort arbeitete er unter anderem als Obstpflücker, Schienenleger und Fahrer. Seinen Militärdienst absolvierte er in einer Eliteeinheit (SAS) im Duschungelkrieg in Malaysia. Infolge einer schweren Q-Fiebererkrankung kehrte er 1961 über Neuguinea, Indonesien, Indien, Jemen, Saudi-Arabien, Jordanien bis Spanien nach Europa zurück. Nach einem kurzem Aufenthalt bei seiner leiblichen Mutter in Deutschland, zog er 1962 zu seiner Tante nach England. Dort führte er seine in Australien begonnenen Studien in Psychologie, Astronomie, Physik und Mathematik weiter, erlangte allerdings in keinem dieser Fächer einen Abschluss. Nach eigener Aussage arbeitete er in dieser Zeit bereits an seinem ersten Roman. Während eines Sommerjobs als Fremdenführer in Spanien lernte er die, inzwischen verstorbene, Opernsängerin Elise Sack, die Tochter des Porzellanfabrikanten Karl Sack aus Hagen kennen. Beide heirateten am 9. September 1964 in Uxbridge/Middlesex in England, wo er unter dem Namen „John Brandon“ in Harrogate, North Yorkshire lebte. In Harrogate war er Mitarbeiter des Nuffield-Forschungsprojekts der Universität Leeds. Daneben betätigte er sich als Kunstmaler und Hypnotiseur. 1966 gründete er eine Innenarchitektur-Firma unter dem Namen Funktion in Art, kurz danach beteiligte er sich an einer Herrenmodenfirma unter dem Namen Barrierey of Yorkshire Ltd. - International Menswear. Ende der 60er arbeitete er zunehmend für das Institute for Scientific Information (ISI) in Philadelphia, Pennsylvania (USA). Aufgrund seiner dortigen Arbeit wurde er Direktor des Zentraleuropäischen Büros des Instituts und zog nach Bad Tölz um.

Im August 1972 publizierte er sein erstes Buch unter dem Titel Schneller als das Licht, das in kürzester Zeit 18 Auflagen erreichte. Am 14. Oktober 1972 erschien in vielen Zeitungen eine nachgedruckte Besprechung zu diesem Werk, verfasst von Professor Dr.Dr. Erich Pietsch, dem langjährigen Direktor des Gmelin-Instituts Frankfurt. In Bezug auf das Infragestellen wissenschaftlicher Paradigmen wie der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit verglich dieser v. Buttlar darin mit den bekannten Wissenschaftlern Svante Arrhenius, Walter Nernst, Niels Bohr, Werner Heisenberg, Carl Friedrich von Weizsäcker, Harold Clayton Urey und Max Planck.

In der Zeitschrift Stern wurde in Heft 4 des Jahres 1973 allerdings eine vernichtende Kritik veröffentlicht, die von Buttlar jede wissenschaftliche Kompetenz absprach, das Buch eine „Parodie auf ein Sachbuch“ nannte und behauptete, damit sollten „die Leser für dumm verkauft werden“.

Für das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) drehte er den Film „Es steht geschrieben. Auf den Spuren der Weltformel. Danach wirkte er maßgeblich bei der englischen Channel-4-Fernsehserie „Riddle of the Sky“ als Experte mit. Ende der 90er sprach er den Prolog für Stephen Hawkings Kinofilm „Eine kurze Geschichte der Zeit“.

Derzeit verkauft er Nahrungsergänzungspräparate (zum Beispiel Von Buttlar Aktiv) und bietet europaweit Seminare und Veranstaltungen über Entspannungstechniken, Außerkörperliche Erfahrungen und Vitalitätskursen an.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

  • 1969 Fellow der Royal Astronomical Society
  • 1977 Das Diplom des Molecular Genetica Instituts in Caracas
  • 1978 Den Gesellschaftspreis für seine außerordentlichen Verdienste von der Internationalen Gesellschaft für Thymusforschung
  • 1982 Diploma Di Merito der Universita Delle Arti

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Winfried C. Schmitt: Die Auflagen-Millionäre. Begegnungen, Gespräche und Erfahrungen mit 44 Schriftstellern. Gauke Verlag, Münden 1988, ISBN 3-87998-075-6.
  • Gisi und Michael Redepenning: Interview mit von Buttlar. In: Playboy. Nr. 5, Mai 1990, S. 42–49.
  • Fritz Rumler: Im Drüben fischen. In: Der Spiegel. Jg. 48, Nr. 23 vom 6. Juni 1994, S. 200–202.
  • Plagiate aus Pretoria. In: Der Spiegel. Jg. 50 (1996), Nr. 17 vom 22. April, S. 81–87.
  • Mars. The new Earth. In: Quest for knowledge Magazine. Jg. 1 (1997) Nr. 3, S. 48–50, ISSN 1366-7971. .
  • Jörg Albrecht: Gehts hier zur Zukunft? In: Zeitmagazin. Nr. 8 vom 12. Februar 1998, S. 22–25.
  • Markus Pössel: Phantastische Wissenschaft. Über Erich von Däniken und Johannes von Buttlar. Rowohlt, Hamburg 2000, ISBN 3-499-60259-8.
  • „Ja, den Buttlar gibt es noch ...“ Bestseller-Autor meldet sich zurück. Mit neuen Projekten. In: Mysteries. Kontrovers, geheimnisvoll, verblüffend. Bd. 4 (2007), Nr. 1, S. 46–49, ISSN 1660-4377.
  • Johannes von Buttlar: Die Altersbremse. Den Jahren mehr Jugend geben. In: Natürlich Jung. (Matrix 3000/Sonderheft) Nr. 9, 2009, S. 18–23, ISSN 1439-4154.

[Bearbeiten] Weblinks

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