Johannisbrotgewächse

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Johannisbrotgewächse
Pfauenstrauch (Caesalpinia pulcherrima), Blütenstand

Pfauenstrauch (Caesalpinia pulcherrima), Blütenstand

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Johannisbrotgewächse
Wissenschaftlicher Name
Caesalpinioideae
DC.

Die Johannisbrotgewächse, in Österreich Bockshörndlbaumgewächse, (Caesalpinioideae) sind eine Unterfamilie in der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Die 2000 bis 3000 Arten besitzen Areale hauptsächlich in den Tropen und Subtropen, besonders in der Neotropis und in Afrika. Einige Arten werden in tropischen bis subtropischen Parks und Gärten als Zierpflanzen verwendet. Von vielen Arten aus einigen Gattungen wird das Holz genutzt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae), Illustration

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Zu den Johannisbrotgewächsen gehören hauptsächlich Bäume und nur wenige Sträucher, Lianen oder ausdauernden krautige Pflanzen. Sie wachsen meist selbständig aufrecht oder seltener als windende, klimmende oder mit Spross- oder Blattranken kletternde Pflanzen. Es handelt sich um Mesophyten oder Xerophyten. Sie können Harz enthalten. Das Sekundäre Dickenwachstum erfolgt meist von einem konventionellen Kambumring ausgehend oder anomal von einem konzentrisch Kambium aus (beispielsweise bei Koompassia).

Johannisbrotgewächse sind immergrün oder laubabwerfend. Die wechselständig und spiralig oder zweizeilig angeordneten Laubblätter können gestielt oder fast sitzend bis sitzend sein. Die Blattspreiten sind meist einfach oder doppelt gefiedert. Die krautigen, häutigen oder ledrigen Fiederblätter besitzen Fiedernervatur. Es kann ein Polster an den Fiederblättern vorhanden sein. Selten liegt Heterophyllie vor. Nebenblätter sind vorhanden. Bei wenigen Arten sind die Laubblätter reduziert und es können Phyllodien ausgebildet sein oder die Photosynthese übernehmen Teile der Sprossachsen. Die Stomata sind paracytisch oder anomocytisch, cyclocytisch und actinocytisch.

Die Laubblätter oder Nebenblätter können zu Dornen umgebildet sein. Die fast immer vorhandenen Nebenblätter (hier Intrapetiolarstipeln) sind gut ausgebildet oder zu Schuppen reduziert und können haltbar sein oder früh abfallen.

Blütendiagramme ausgewählter Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae), inklusive Tribus Cercideae.

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder in seiten- oder endständigen, einfachen oder verzweigten, traubigen, ährigen, zymösen oder bündeligen Blütenstände zusammen. Die Blüten sind meist zwittrig, aber es kann auch Monözie, Andromonözie oder Polygamomonözie vorliegen.

Die kleinen bis großen, radiärsymmetrischen bis mehr oder weniger stark zygomorphen Blüten sind fünfzählig mit doppelter oder einfacher (bei etwa 26 Gattungen) Blütenhülle (Perianth). Bei beispielsweise den meisten Detarieae ist ein freier Blütenbecher (Hypanthium) vorhanden. Die meist fünf (drei bis sechs) Kelchblätter sind meist verwachsen. Die fünf Kronblätter (Petalen) sind meist frei. Die grünen, weißen, von gelb über orangefarbenen bis roten oder von rosa- bis purpurfarbenen Kronblätter können genagelt oder sitzend sein. Kronblätter können fehlen. In den Blütenknospen ist eine aufsteigende, überlappende Kronblattdeckung (imbricat) zu erkennen. Es sind selten nur eines, meist bis zu zehn, bei Maniltoa sind bis zu Staubblätter vorhanden. Die gleichen bis deutlich ungleichen Staubfäden können untereinander frei oder in unterschiedlicher Weise verwachsen sein, aber sie sind nie mit den Kronblättern verwachsen. Die Staubblätter können alle fertil sein oder einige sind zu Staminodien umgebildet. Die Pollenkörner besitzen meist drei oder seltener zwei oder vier Aperturen und sind meit colporat, seltener porat oder colpat. Es ist nur ein oberständiges Fruchtblatt vorhanden. Je Fruchtblatt können ein bis hundert Samenanlagen vorhanden sein.

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die fleischigen oder nicht fleischigen Früchte sind meist Hülsenfrüchte, selten Nussfrüchte, Balgfrüchte oder Steinfrüchte. Die Früchte bleiben bei Reife geschlossen oder sie öffnen sich; die Diasporen sind also die Früchte oder die Samen.

Die Samen können Endosperm und Stärke enthalten. Der chlorophyllhaltige Embyro ist meist gerade, selten gekrümmt und besitzt zwei flache Keimblätter (Kotyledonen).

Ökologie[Bearbeiten]

Im Gegensatz zu den anderen Fabaceae sind bei den Caesalpinioideae nur bei wenigen Arten Wurzelknöllchen mit stickstofffixierenden Knöllchenbakterien vorhanden und wenn sie vorhanden sind dann oft nur wenig davon.

Habitus und Hülsenfrüchte von Balsamocarpon brevifolium.
Gefiederte Laubblätter, Hülsenfrüchte und Blütenstände von Caesalpinia godefroyana.
Gefiederte Laubblätter und Blütenstände von Colvillea racemosa.
Blüte von Hoffmannseggia microphylla.
Zweig mit Laubblättern und Blütenständen von Moullava spicata.
Blüten von Parkinsonia florida.
Laubblätter und Blütenstand von Peltophorum dubium.
Blütenstand von Stahlia monosperma.
Habitus und Blütenstände der Röhren-Kassie (Cassia fistula)
Einfach gefiederte Laubblätter und Blüten von Senna multiglandulosa
Zweig mit Laubblättern und Blütenständen von Dialium guineense.
Blütenstand von Brownea ariza.
Blütenstand des Tohabaums (Amherstia nobilis).
Blüten und Früchte von Cynometra cauliflora.
Gefiederte Laubblätter und Blütenstand von Julbernardia globiflora.
Illustration von Saraca indica.
Blütenstand und Laubblätter von Saraca thaipingensis.

Systematik[Bearbeiten]

Als Erstveröffentlichung der Caesalpinioideae gilt Augustin Pyramus de Candolle: Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis, 2, 1825, S. 473 in der er den Namen „Caesalpineae“ veröffentlicht[1]. Der Name der Typusgattung Caesalpinia ehrt den italienischen Botaniker Andrea Cesalpino. Synonyme für Caesalpinioideae DC. sind: Caesalpiniaceae R.Br., Cassiaceae Vest, Ceratoniaceae Link, Detariaceae (DC.) Hess.

Nach molekularbiologischen Untersuchungsergebnissen handelt es sich bei der Unterfamilie Caesalpinioideae in ihrer traditionellen Umgrenzung um ein paraphyletisches Taxon innerhalb der monophyletischen Familie Fabaceae. Früher zählte man auch die Tribus Cercideae dazu, die wird aber in neuen Systematiken keiner der drei Unterfamilien zugeordnet, sondern wurde als basale Gruppe des Fabaceae-Stammbaumes erkannt. Sie wurden aber häufig auch als selbständige Familie Caesalpiniaceae betrachtet.

Diese Unterfamilie wird nach neuen Untersuchungen nur noch in drei Tribus gegliedert und enthält 120 bis 170 Gattungen [2] mit etwa 2000 bis 3000 Arten:

  • Tribus Caesalpinieae: Die Blüten sind radiärsymmetrisch bis zygomorph. Die Kelchblätter sind meist frei. Die Laubblätter sind meist doppelt gefiedert. Sie enthält bis zu 51 Gattungen:
    • Acrocarpus Wight ex Arn.: Sie enthält nur eine Art:
    • Arapatiella Rizzini & A.Mattos: Die nur zwei Arten kommen nur im brasilianischen Bundesstaat Bahia vor.
    • Arcoa Urb.: Sie enthält nur eine Art:
    • Balsamocarpon Clos: Sie enthält nur eine Art:
    • Batesia Spruce ex Benth. & Hook. f.: Sie enthält nur eine Art:
    • Burkea Hook.: Sie enthält nur eine Art:
    • Bussea Harms: Von den etwa sieben Arten sind fünf im tropischen Afrika und zwei in Madagaskar verbreitet.
    • Caesalpinien (Caesalpinia L.): Die etwa 100 Arten sind in den Tropen und Subtropen weitverbreitet.
    • Campsiandra Benth.: Die etwa 19 Arten sind im tropischen Südamerika, besonders im Amazonas-Gebiet verbreitet.
    • Cenostigma Tul.: Die nur zwei Arten sind in Brasilien verbreitet.
    • Ceratonia L.: Sie enthält nur zwei Arten:
    • Chidlowia Hoyle: Sie enthält nur eine Art:
    • Colvillea Bojer: mit der einzigen Art:
    • Conzattia Rose: Die nur zwei Arten kommen nur in Mexiko vor.
    • Cordeauxia Hemsl. (vielleicht gehört sie in die Gattung Stuhlmannia Taub.): Sie enthält nur eine Art:
    • Delonix Raf.: mit etwa elf Arten hauptsächlich in Ostafrika, beispielsweise:
      • Flammenbaum (Delonix regia (Bojer) Raf.): Er ist nur im nördlichen und westlichen Madagaskar beheimatet. Er wird in tropischen und subtropischen Gebieten als Zierpflanze verwendet.
    • Dimorphandra Schott: Die etwa 26 Arten in Südamerika weitverbreitet.
    • Diptychandra Tul.: Sie enthält nur eine Art:
    • Erythrophleum Afzel. ex R.Br.: Die etwa neun Arten sind in der Paläotropis verbreitet.
    • Gleditschien (Gleditsia L., Syn.: Gleditschia Scop.): Sie besitzt ein disjunktes Areal und enthält etwa 12 bis 14 Arten.
    • Geweihbäume (Gymnocladus Lam.): Sie besitzt ein disjunktes Areal in Nordamerika sowie Ostasien und enthält etwa drei bis sechs Arten.
    • Haematoxylum L.: Von den etwa drei Arten kommen zwei in der Neotropis und eine in Namibia vor, beispielsweise:
    • Heteroflorum M.Sousa (sie gehörte bis 2005 in die Gattung Peltophorum (Vogel) Benth.): Sie enthält nur eine Art:[3]
    • Hoffmannseggia Cav.: Die 24 bis 28 Arten sind in der Neuen Welt weitverbreitet.
    • Jacqueshuberia Ducke: Die etwa sechs Arten kommen hauptsächlich im Amazonasbecken vor und das Verbreitungsgebiet reicht bis Venezuela.
    • Lemuropisum H.Perrier: Sie enthält nur eine Art:
    • Lophocarpinia Burkart: Sie enthält nur eine Art:
    • Melanoxylum Schott: Sie enthält nur eine Art:
      • Melanoxylum brauna Schott: Sie kommt in den brasilianischen Bundesstaaten Bahia, Minas Gerais sowie Rio de Janeiro vor.
    • Moldenhawera Schrad.: Die etwa zehn Arten kommen im östlichen Brasilien, besonders im Atlantischen Regenwald, hauptsächlich in Bahia vor.
    • Mora Benth.: Die etwa sieben Arten gedeihen im Tiefland-Regenwald der Neotropis.
    • Moullava Adans.: Sie enthält nur eine Art:
    • Orphanodendron Barneby & J.W.Grimes: Sie enthält nur eine Art:
    • Pachyelasma Harms: Sie enthält nur eine Art:
    • Parkinsonien (Parkinsonia L.): Die etwa zehn Arten sind hauptsächlich in der Neuen Welt verbreitet.
    • Peltophorum (Vogel) Benth.: mit etwa zwölf Arten in den Tropen und Subtropen weltweit.
    • Pomaria Cav. (Syn.: Cladotrichium Vogel, Melanosticta DC.; die Arten wurden früher in die Gattung Hoffmannseggia Cav. gestellt): Von den etwa 16 Arten kommen neun in ariden und Bergregionen der südwestlichen USA sowie angrenzenden Gebieten in Mexiko, drei Arten im gemäßigten östlichen Südamerika und drei Arten im südlichen Afrika vor. [4]
    • Pterogyne Tul.: Sie enthält nur eine Art:
      • Pterogyne nitens Tul.: Sie ist weitverbreitet in Brasilien, im östlichen Bolivien, im nördlichen Argentinien und in Paraguay.
    • Pterolobium R.Br. ex Wight & Arn.: Die etwa zehn Arten sind weitverbreitet hauptsächlich auf dem asiatischen Kontinent bis Indonesien und den Philippinen, aber auch im tropischen und subtropischen Afrika.
    • Recordoxylon Ducke: Die zwei bis fünf Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Schizolobium Vogel: Die etwa zwei Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Stachyothyrsus Harms: Die etwa drei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Stahlia Bello: Sie enthält nur eine Art:
    • Stenodrepanum Harms: Sie enthält nur eine Art:
    • Stuhlmannia Taub.: Sie enthält nur eine Art:
    • Sympetalandra Stapf: Die etwa fünf Arten kommen auf dem Malaiischen Archipel: Borneo, Malaysia, den Philippinen und den Kleinen Sunda-Inseln vor.
    • Tachigali Aubl.: Die etwa 70 Arten gedeihen im Tiefland, hauptsächlich im nördlichen Südamerika und im Atlantischen Regenwald des südlichen Brasiliens.
    • Tetrapterocarpon Humbert: Die nur zwei Arten kommen nur in Madagaskar vor.
    • Vouacapoua Aubl.: Die nur drei Arten kommen im brasilianischen Amazonasgebiet und den Guyanas vor.
    • Zuccagnia Cav.: Sie enthält nur eine Art:
  • Tribus Cassieae: Die Blüten sind meist mehr oder weniger zygomorph. Die Kronblätter sind höchstens ausgerandet. Die Laubblätter sind einfach gefiedert. Sie enthält drei Subtribus mit etwa 21 Gattungen:
    Subtribus Cassiinae: Sie enthält etwa drei Gattungen mit etwa 665 Arten:
    • Kassien (Cassia L., Syn.: Bactyrilobium Willd., Cathartocarpus Pers.): Sie enthält heute ohne die Arten der ausgegliederten Gattungen Senna und Chamaecrista etwa 30 (früher bis zu 70) Arten. Sie ist fast weltweit in den Tropen verbreitet und vier Arten werden in vielen tropischen Ländern angebaut.
    • Chamaecrista Moench (Syn.: Grimaldia Schrank, Sooja Siebold, Cassia subgen. Lasiorhegma Vogel ex Benth., Cassia subgen. Absus (DC. ex Collad.) Symon): Die etwa 330 krautigen Arten sind in der Paläotropis verbreitet.
    • Senna Mill. (Syn.: Cassia subgen. Senna (Mill.) Benth., Chamaefistula (DC.) G.Don, Chamaesenna (DC.) Raf. ex Pittier, Desmodiocassia Britton & Rose, Earleocassia Britton, Echinocassia Britton & Rose, Gaumerocassia Britton, Herpetica (DC.) Raf., Leonocassia Britton, Palmerocassia Britton, Phragmocassia Britton & Rose, Pseudocassia Britton & Rose, Pterocassia Britton & Rose, Sciacassia Britton, Sericeocassia Britton, Tharpia Britton & Rose, Vogelocassia Britton, Xerocassia Britton & Rose): Von den etwa 300 Arten sind 206 in der Neuen Welt verbreitet, bis zu 20 kommen in Afrika vor, 33 Arten sind in Australien beheimatet, in Madagaskar gibt es neun Arten und einige Arten kommen in Asien sowie Malesien vor. Drei bis fünf Arten, deren Herkunft unsicher ist, werden weitverbreitet kultiviert.
    Subtribus Dialiinae: Sie enthält etwa 17 Gattungen mit etwa 74 Arten:
    • Androcalymma Dwyer: Sie enthält nur eine Art:
    • Apuleia Mart.: Die zwei bis drei Arten sind in Südamerika verbreitet.
    • Baudouinia Baill.: Die etwa sechs Arten kommen nur in Madagaskar vor.
    • Dialium L.: Die 35 bis 41 Arten sind in den Tropen verbreitet, mit einem Schwerpunkt der Artenvielfalt im tropischen Afrika.
    • Dicorynia Benth.: Die etwa zwei Arten sind in Südamerika verbreitet.
    • Distemonanthus Benth.: Sie enthält nur eine Art:
    • Eligmocarpus Capuron: Sie enthält nur eine Art:
    • Kalappia Kosterm.: Sie enthält nur eine Art:
    • Koompassia Maingay ex Benth.: Die zwei bis drei Arten sind in Südostasien verbreitet.
    • Labichea Gaudich. ex DC.: Die etwa 14 Arten kommen nur in Australian vor, hauptsächlich in Western Australia, aber einige Arten auch in Queensland und Northern Territory.
    • Martiodendron Gleason: Die etwa fünf Arten sind in Südamerika verbreitet, drei davon im Amazonasbecken und eine in der Caatinga des nordöstlichen Brasiliens und eine 2002 beschriebene Art gedeiht im Atlantischen Küstenregenwald des südöstlichen Brasiliens. [6]
    • Mendoravia Capuron: Sie enthält nur eine Art:
    • Petalostylis R.Br.: Die etwa zwei Arten kommen in Australien vor.
    • Poeppigia C.Presl: Sie enthält nur eine Art:
      • Poeppigia procera C.Presl: Sie ist weit verbreitet vom südlichen Mexiko über Zentralamerika sowie Kuba bis Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Peru.
    • Storckiella Seem.: Von den nur zwei Arten kommt eine in Australien und eine auf Fidschi vor.
    • Uittienia Steenis: Sie enthält nur eine Art:
    • Zenia Chun: Sie enthält nur eine Art:
    Subtribus Duparquetiinae: Sie enthält nur eine monotypische Gattung:
    • Duparquetia Baill.: Sie enthält nur eine Art:
  • Tribus Detarieae: Sie enthält etwa 83 Gattungen mit 735 bis 771 Arten:
    • Afzelia Sm.: Die 12 bis 14 Arten sind im tropischen Asien und Afrika verbreitet.
    • Amherstia Wall.: Sie enthält nur eine Art:
      • Tohabaum (Amherstia nobilis Wall.): Er kommt nur im südlichen Myanmar vor.
    • Anthonotha P.Beauv.: mit etwa 17 Arten in Afrika, fast alle nur in der guineo-kongolesischen Region. [7]
    • Aphanocalyx Oliv.: Die etwa 14 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Augouardia Pellegr.: Sie enthält nur eine Art:
    • Baikiaea Benth.: Die etwa fünf Arten sind hauptsächlich im tropischen Afrika verbreitet, nur eine Art kommt auch im subtropischen Afrika (in Angola, Botswana, Namibia, Sambia und Simbabwe) vor.
    • Barnebydendron J.H.Kirkbr.: Sie enthält nur eine Art:
      • Barnebydendron riedelii (Tul.) J.H.Kirkbr.: Sie kommt im südlichen Costa Rica, Guatemala sowie Honduras, im brasilianischen Bundesstaat Acre und in der peruanischen Region Madre de Dios vor.
    • Berlinia Sol. ex Hook. f.: Die etwa 18 Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Bikinia Wieringa: Die etwa elf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Brachycylix (Harms) R.S.Cowan: Sie enthält nur eine Art:
    • Brachystegia Benth.: Die 30 bis 34 Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Brandzeia Baill.: Sie enthält nur eine Art:
    • Brodriguesia R.S.Cowan: Sie enthält nur eine Art:
    • Brownea Jacq.: Die 25 bis 31 Arten kommen im nördlichen Südamerika (Kolumbien, Ekuador und Venezuela) und auf Karibischen Inseln vor.
    • Browneopsis Huber: mit sechs Arten von Panama über Kolumbien bis ins Amazonas-Becken von Brasilien und Peru. [8]
    • Colophospermum Kirk ex J.Léonard: Sie enthält nur eine Art:
      • Mopane (Colophospermum mopane (Kirk ex Benth.) Kirk ex J.Léonard, Syn.: Copaiba mopane (Kirk ex Benth.) Kuntze, Copaifera mopane Kirk ex Benth., Hardwickia mopane (Kirk ex Benth.) Breteler et al.): Er ist im südlichen tropischen und südlichen Afrika weit verbreitet.
    • Copaifera L.: Die 25 bis 43 Arten sind in der Neotropis und in Afrika verbreitet.
    • Crudia Schreb.: Die bis zu 55 Arten sind hauptsächlich im tropischen Afrika verbreitet.
    • Cryptosepalum Benth.: Die etwa elf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Cynometra L.: Die 80 bis 90 Arten sind in den Tropen weitverbreitet.
    • Daniellia Benn.: Die etwa zehn Arten sind im tropischen und subtropischen Afrika verbreitet.[9]
    • Detarium Juss.: Die etwa drei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Dicymbe Spruce ex Benth. & Hook. f.: Die etwa 13 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Didelotia Baill.: Die etwa zwölf Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Ecuadendron D.A.Neill: Sie enthält nur eine Art:
      • Ecuadendron acosta-solisianum D.A.Neill: Diese gefährdete Art (Endangered nach IUCN) gedeiht in Höhenlagen zwischen 300 und 400 Meter in Ecuador. An den nur drei bekannten Standorten wurden im Jahr 2000 weniger als 100 Exemplare gezählt. [10]
    • Elizabetha R.H.Schomb. ex Benth.: Die etwa elf Arten sind in der Neuen Welt verbreitet.
    • Endertia Steenis & de Wit: Sie enthält nur eine Art:
    • Englerodendron Harms: Die etwa zwei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Eperua Aubl.: Die etwa 14 Arten sind in der Neotropis verbreitet.
    • Eurypetalum Harms: Die etwa drei Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Gilbertiodendron J.Léonard: Die etwa 27 Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Gilletiodendron Vermoesen: Die etwa fünf Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Goniorrhachis Taub.: Sie enthält nur eine Art:
    • Gossweilerodendron Harms: Die etwa zwei Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Guibourtia Benn.: Die etwa 16 Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Hardwickia Roxb.: Sie enthält nur eine Art:
    • Heterostemon Desf.: Die etwa sieben Arten sind in Südamerika verbreitet.
    • Humboldtia Vahl: Die etwa sieben Arten kommen im südwestlichen Indien und Sri Lanka (eine Art) vor.
    • Hylodendron Taub.: Sie enthält nur eine Art:
    • Hymenaea L.: Von den 15 bis 16 Arten besitzen, außer einer afrikanische Art, alle anderen Arten eine neotropische Verbreitung.
    • Hymenostegia (Benth.) Harms: Die etwa 16 Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Icuria Wieringa: Sie enthält nur eine Art:
    • Merbau (Intsia Thouars): Die drei bis neun Arten kommen in Südostasien, im Pazifikraum und in Madagaskar vor.
    • Isoberlinia Craib & Stapf ex Holland: Die etwa fünf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet, beispielsweise:
    • Julbernardia Pellegr.: Die acht bis elf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Kingiodendron Harms: Die etwa fünf Arten sind in Asien verbreitet.
    • Lebruniodendron J.Léonard: Sie enthält nur eine Art:
    • Leonardoxa Aubrév.: Die etwa fünf Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Leucostegane Prain: Die etwa zwei Arten kommen auf der Malaiischen Halbinsel und in Sarawak vor.
    • Librevillea Hoyle: Sie enthält nur eine Art:
    • Loesenera Harms: Die etwa vier Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Lysidice Hance: Die nur zwei Arten kommen im südlichen und südwestlichen China sowie in Vietnam vor.
    • Macrolobium Schreb.: Die 73 bis 80 Arten kommen von Panama bis ins westliche Südamerika vor.
    • Maniltoa Scheff.: Die etwa 20 Arten sind in Südostasien verbreitet.
    • Michelsonia Hauman: Sie enthält nur eine Art (manchmal auch mit einer zweiten Art):
    • Micklethwaitia G.P.Lewis & Schrire: Sie enthält nur eine Art:
    • Microberlinia A.Chev.: Die nur zwei Arten kommen in Kamerun, Republik Kongo und Gabun vor. Sie liefern das Zebrano-Holz.
    • Neoapaloxylon Rauschert: Die etwa drei Arten kommen in Madagaskar vor.
    • Neochevalierodendron J.Léonard: Sie enthält nur eine Art:
    • Normandiodendron J.Léonard: Die etwa zwei Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Oddoniodendron De Wild.: Die etwa drei Arten sind im tropischen Afrika verbreitet.
    • Oxystigma Harms: Die etwa fünf Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Paloue Aubl.: Die etwa fünf Arten sind im Amazonasgebiet verbreitet.
    • Paloveopsis R.S.Cowan: Sie enthält nur eine Art:
    • Paramacrolobium J.Léonard: Sie enthält nur eine Art:
    • Pellegriniodendron J.Léonard: Sie enthält nur eine Art:
    • Peltogyne Vogel: Die etwa 25 Arten sind im Amazonasgebiet und im tropischen Afrika verbreitet.
    • Plagiosiphon Harms: Die etwa fünf Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Polystemonanthus Harms: Sie enthält nur eine Art:
    • Prioria Griseb.: Sie enthält nur eine Art:
    • Pseudomacrolobium Hauman: Sie enthält nur eine Art:
    • Pseudosindora Symington: Sie enthält nur eine Art:
    • Saraca L.: Die elf bis zwanzig Arten sind im tropischen Asien verbreitet.
    • Schotia Jacq.: Die nur noch vier Arten sind im Südlichen Afrika verbreitet.
    • Scorodophloeus Harms: Die zwei oder drei Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Sindora Miq.: Die 18 bis 20 Arten kommen hauptsächlich in Südostasien, aber auch in Gabun vor.
    • Sindoropsis J.Léonard: Sie enthält nur eine Art:
    • Stemonocoleus Harms: Sie enthält nur eine Art:
    • Talbotiella Baker f.: Die etwa drei Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Tamarindus L.: Sie enthält nur eine Art:
    • Tessmannia Harms: Die etwa zwölf Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Tetraberlinia (Harms) Hauman: Die etwa sieben Arten sind in Afrika verbreitet.
    • Zenkerella Taub.: Die etwa fünf Arten sind in Afrika verbreitet.

Stammbaum[Bearbeiten]

 
 
 
 
 
 
 
Kreuzblumengewächse (Polygalaceae)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Surianaceae
 
 
 
Fabales
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Quillajaceae
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tribus Cercideae
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Johannisbrotgewächse (Caesalpinioideae)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mimosengewächse (Mimosoideae)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schmetterlingsblütler (Faboideae)
 


Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Augustin Pyramus de Candolle: Prodromus systematis naturalis regni vegetabilis, Band 2, Treuttel & Würtz, Paris 1825, S. 473 eingescannt (PDF-Datei; 338 kB).
  2. Caesalpinioideae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. Mario Sousa S.: Heteroflorum: Un nuevo género del grupo Peltophorum (Leguminosae: Caelaspinoideae: Caesalpinieae), endémico para México, Novon, volume 15, 2005, S. 213-218.
  4. Beryl Simpson, Leah Larkin, Andrea Weeks, Joshua McDill: Phylogeny and Biogeography of Pomaria (Caesalpinioideae: Leguminosae). In: Systematic Botany. Band 31, Nr. 4, 2006, S. 792–804, doi:10.1600/036364406779695915.
  5. Kalappia celebica in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: World Conservation Monitoring Centre, 1997. Abgerufen am 21.10.2011
  6. Julio Antonio Lombardi: Martiodendron fluminense (Leguminosae, Caesalpinioideae), a new species from the Atlantic coast rainforest of Brazil. In: Brittonia, Band 54, Nr. 4, 2002, S. 327–330, doi:10.1663/0007-196X(2003)54[327:MFLCAN]2.0.CO;2
  7. Frans J. Breteler: Revision of the African genus Anthonotha (Leguminosae, Caesalpinioideae). In: Plant Ecology and Evolution. Band 143, Nr. 1, 2010, S. 70–99, DOI:10.5091/plecevo.2010.369.
  8. Philip A. Silverstone-Sopkin: A New Species of Browneopsis (Leguminosae, Caesalpinioideae) from the Cauca Valley, Colombia. In: Novon: A Journal for Botanical Nomenclature. Band 20, Nr. 2, 2010, S. 207–211, doi:10.3417/2008100.
  9. Manuel de la Estrella, Carlos Aedo, Barbara Mackinder, Mauricio Velayos: Taxonomic Revision of Daniellia (Leguminosae: Caesalpinioideae). In: Systematic Botany. Band 35, Nr. 2, 2010, S. 296–324, DOI:10.1600/036364410791638414, (PDF-Datei; 4,6 MB).
  10. Ecuadendron acosta-solisianum in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: D. Neill & N. Pitman, 2004. Abgerufen am 19.10.2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Johannisbrotgewächse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien