John Abell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

John Abell (* 1652 in Aberdeen; † nach 1724 in Cambridge) war ein schottischer Sänger, Lautenist und Komponist des Barock.

Leben[Bearbeiten]

John Abell erhielt seine Ausbildung, als Chorknabe in der Königlichen Kapelle. Als Katholik und Anhänger des Papstes, musste er während der Revolution von 1688 England verlassen. Er bereiste daraufhin mehrere europäische Länder, er trat laut Johann Mattheson, der dies in seinem Der vollkommene Capellmeister niederschrieb, erfolgreich als Sänger in den Niederlanden und in Hamburg auf, sowie in Warschau vor dem König von Polen. Mattheson schrieb außerdem, „das Abell die Gabe hatte, seine schöne Stimme bis ins fortgeschrittene Alter zu erhalten“. Am Hof von Kassel war Abell in der Zeit von 1690 bis 1691 als Musikindentant tätig. 1700 konnte er nach in seine Heimat zurückkehren. 1701 trat Abell in London als Sänger in der Titelrolle der Oper „The Judgement of Paris“ von Daniel Purcell auf. Von 1702 bis 1704 diente er einem englischen Fürsten in Irland[1].

Werk[Bearbeiten]

John Abell war Komponist von Liedersammlungen. Seine englischen Kompositionen hatten patriotischen Charakter. Seine 1701 veröffentlichte Liedsammlung mit Werken in mehreren Sprachen, zeigten italienische Einflüsse. Er widmete diese aus Dank für die Möglichkeit der Rückkehr in seine Heimat, dem englischen König Wilhelm. Einige verschollenen Werke sind in einem Katalog des Amsterdamer Verlegers Estienne Roger vermerkt. 1740 erschien posthum eine weitere Liedammlung.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. François Joseph Fétis: Biographie universelle des musiciens et bibliographie générale de la musique (1835)