John Abercrombie (Musiker)

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John Abercrombie
Nizza 2008

John Abercrombie (* 16. Dezember 1944 in Port Chester, New York) ist ein US-amerikanischer Gitarrist. Sein Spiel zwischen Modern Jazz und Fusion, auf elektrischer und akustischer Gitarre, in kleinen wie auch in großen Besetzungen, ist sehr vielseitig.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

John Abercrombie wuchs in Greenwich, Connecticut, auf und begann mit 14 Jahren Gitarre zu spielen. Er studierte 1962 bis 1966 am Berklee College of Music (Boston) bei Jack Peterson Gitarre sowie Harmonielehre und Jazztheorie. Zu seinen frühen Vorbildern gehören Jim Hall, Barney Kessel und Tal Farlow.

Seine Karriere begann er 1967 als Gitarrist in der Band von Johnny Hammond Smith. 1969 spielte er in der Gruppe Dreams zusammen mit Michael und Randy Brecker. In den 1970er-Jahren ging er unter anderem mit Chico Hamilton, Billy Cobham, Gil Evans (The Gil Evans Orchestra Plays the Music of Jimi Hendrix 1974) und Jeremy Steig auf Tournee und wirkte auf mehreren Alben des Trompeters Enrico Rava mit. 1974 veröffentlichte er bei dem Label ECM sein erstes eigenes Album Timeless mit Jan Hammer an den Keyboards und Jack DeJohnette am Schlagzeug. Bei letzterem spielte er Ende der 1970er in der Band New Directions.

Um 1980 arbeitete Abercrombie mit einer Quartett-Formation mit Richie Beirach, George Mraz und Peter Donald. In den 1980er Jahren arbeitete Abercrombie häufig mit dem Gitarristen Ralph Towner zusammen. Ende der 1980er und zu Beginn der 1990er spielte er im Quintett des Trompeters Kenny Wheeler. Weiterhin war er an der Aufnahme der großorchestralen Suite Epitaph von Charles Mingus unter Gunther Schuller beteiligt.

Als legendär gelten seine eigenen Trios mit Marc Johnson und Peter Erskine einerseits und als Gateway mit Dave Holland und Jack DeJohnette andererseits; auch das Trio mit dem Organisten Dan Wall und Adam Nussbaum am Schlagzeug fand große Beachtung. In der Band Baseline spielte er mit Hein van de Geyn und Joe LaBarbera. Zu seinem aktuellen Quartett (2007) gehören Mark Feldman, Marc Johnson und Joey Baron.

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1974: Timeless (ECM) mit Jan Hammer & Jack DeJohnette
  • 1974: Mourners Rhapsody (mit Czeslaw Niemen-Band – Jan Hammer, Rick Laird, John Abercrombie) NYC, CBS
  • 1975: Gateway (ECM) mit Jack DeJohnette & Dave Holland
  • 1976: Sargasso Sea (ECM) mit Ralph Towner
  • 1977: Characters (ECM) solo
  • 1978: Arcade (ECM) mit The Abercrombie Quartet
  • 1979: Straight Flight (JAM)
  • 1979: Abercrombie Quartet (ECM) [live]
  • 1980: M (ECM) mit Richard Beirach
  • 1982: Solar (Palo Alto) mit John Scofield
  • 1984: Night (ECM) mit Jan Hammer, Jack DeJohnette und Mike Brecker
  • 1985: Current Events (ECM)
  • 1987: All Strings Attached (with Larry Carlton, Larry Coryell,Tal Farlow, Billy Hart, John Patitucci)
  • 1987: Getting There (with Marc Johnson, Peter Erkine, Mike Brecker)
  • 1988: John Abercrombie, Marc Johnson & Peter Erskine (live)
  • 1989: Animato (with Vince Mendoza and Jon Christensen)
  • 1989: Upon a Time – An Album of Duets (Albion)
  • 1992: While We’re Young (ECM)
  • 1992: November (with Marc Johnson, Peter Erskine)
  • 1993: Speak of the Devil (ECM)
  • 1994: Nosmo King (Steeplechase)
  • 1994: Gateway: Homecoming (ECM)
  • 1994: Gateway: In the Moment (ECM)
  • 1995: Base Line (Challenge) mit Hein van de Geyn und Joe LaBarbera
  • 1996: Tactics (Dan Wall and Adam Nussbaum)
  • 2000: The Hudson Project (Stretch) mit Bob Mintzer, Peter Erskine und John Patitucci
  • 2000: Speak Easy (with Jarek Smietana, Harvie Swartz and Adam Czerwinski)
  • 2003: Class Trip (ECM)
  • 2006: Structures (with Eddie Gomez and Gene Jackson)
  • 2007: The Third Quartet (ECM)
  • 2008: Tales (Sony BMG) mit Robert Balzar Trio
  • 2010: "The Hour of Separation" mit Joseph Tawadros
  • 2011: Speak to Me (Pirouet, 2011) mit Marc Copland
  • 2012: Within A Song (ECM, 2012) Quartett mit Joe Lovano, Drew Gress und Joey Baron
  • 2013: 39 Steps (Ecm Records (Universal))

Literatur[Bearbeiten]

  • Carr/Fairweather/Priestley: Jazz Rough Guide, J. B. Metzler Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-476-01892-X

Weblinks[Bearbeiten]