John Adams (Bounty)

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John Adams, 1829
John Adams Haus und Grab auf Pitcairn, Aquarell von Edward Fanshawe, 12. August 1849
Grab von John Adams auf Pitcairn

John Adams (* 4. November 1766; † 5. März 1829 auf Pitcairn), der als Alexander Smith auf der Bounty anheuerte, ist neben Fletcher Christian der bekannteste der Meuterer auf der Bounty und geistiger Gründervater der Pitcairner Gemeinschaft.

Leben[Bearbeiten]

Im Januar 1790 kam John Adams mit acht anderen Meuterern von der Bounty sowie sechs männlichen und zwölf weiblichen Polynesiern von der Insel Tahiti nach Pitcairn, wo sie sich dauerhaft niederlassen wollten. Doch Gesetzlosigkeit, Eifersucht und Alkoholismus führten zu zahlreichen Kämpfen und Morden, so dass 1799 von den Männern nur noch Adams und Edward Young am Leben waren. Sie begannen, das Christentum ernst zu nehmen und die Inselbevölkerung nach dessen Prinzipien zu leiten. Als Young Weihnachten 1800 an Asthma starb, war John Adams der einzige überlebende erwachsene Mann auf der Insel neben zehn polynesischen Frauen und 23 Kindern. Er setzte den Aufbau einer christlichen Gemeinschaft fort. Als die Insel am Morgen des 17. Septembers 1814 von den Besatzungen der beiden britischen Fregatten Briton and Tagus wiederentdeckt wurde, erkannte man Adams’ Bildung einer christlich zivilisierten Gesellschaft als hervorragende Leistung an und begnadigte ihn. Nach nur wenigen Stunden Aufenthalt segelten beide Fregatten wieder davon. Auf diese Weise wurde John Adams schließlich zum geistigen Gründervater der Inselgemeinschaft.

Er starb am 5. März 1829 auf Pitcairn eines natürlichen Todes und wurde am Ortsrand von Adamstown neben den polynesischen Frauen begraben.

Der einzige Siedlungsort auf Pitcairn, Adamstown, ist nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Max Engelmann: Sturm über der Insel. Lebensgeschichte des Bounty-Meuterers John Adams. St.-Benno-Verlag, Leipzig 1988 ISBN 3-7462-0295-7