John Alcock (Pilot)

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Die Vickers Vimy von Alcock und Brown beim Start in St. John’s, Neufundland am 14. Juni 1919
Die Vickers Vimy von Alcock und Brown nach der Landung
bei Clifden, Irland, am 15. Juni 1919
Fliegerdenkmal in der Nähe von Ballinaboy (südlich von Clifden)
Figurentafel von Hoetger am Haus des Glockenspiels in Bremen

Sir John Alcock KBE (* 5. November 1892 in Heaton Moor/Manchester; † 18. Dezember 1919 in Rouen/Frankreich) war ein britischer Pilot. Zusammen mit seinem Navigator Arthur Whitten Brown gelang Alcock am 14./15. Juni 1919 der erste Nonstopflug über den Atlantik.

Leben[Bearbeiten]

John Alcock beendete im Jahre 1908 seine Schulausbildung und arbeitete zunächst in einer Motorradreparaturwerkstatt. Er interessierte sich für das Fliegen und wurde in einer Flugzeugfabrik als Mechaniker angestellt. Im Jahre 1911 erlernte er das Fliegen und absolvierte am 16. November 1911 die Pilotenprüfung. Im Ersten Weltkrieg wurde er Testpilot und Fluglehrer. Im Dezember 1916 geriet er in Mazedonien in türkische Gefangenschaft. Er wurde am 10. März 1919 offiziell als Hauptmann aus der Armee entlassen.

Im Dezember desselben Jahres stürzte er bei einem Flug nach Paris bei Rouen ab und starb kurz darauf an seinen Verletzungen.

Erster Transatlantik-Nonstopflug[Bearbeiten]

John Alcock und Arthur Whitten Brown überquerten in einer Vickers Vimy am 14./15. Juni 1919 als erste Menschen in einem Flugzeug nonstop den Atlantik, und zwar von West nach Ost. Der Flug startete um 13:45 h Ortszeit in St. John’s, Neufundland, die Landung erfolgte nach 16 Stunden und 12 Minuten Flugzeit in der Nähe von Clifden in Irland nach 1980 geflogenen nautischen Meilen (3.667 km).

Der Flug wurde mit einem speziell für den Flug umgebauten Vickers Vimy-Bomber durchgeführt, der als Langstreckenbomber im Ersten Weltkrieg entwickelt worden war. Während des Fluges musste Brown aus dem Cockpit steigen, um einen der beiden Motoren vom Eis zu befreien. Alcock und Brown gewannen mit dem Flug einen Preis von 10.000 £ für den ersten Nonstopflug über den Atlantik, den der Inhaber der Londoner Zeitung Daily Mail, Lord Northcliffe, 1913 ausgesetzt und 1918 erneuert hatte.[1][2] Bei der Landung erwies sich die ausgewählte grüne Wiese als Teil des Derrygimlagh Moores, so dass die Räder im Sumpf versanken und die Maschine sich auf die Nase stellte. Alcock und Brown blieben unverletzt.

Die Motorenentwicklung lieferte Harry Ricardo, das optimierte Flugbenzin die Royal Dutch Shell Company durch Robert Waley Cohen.

Nach dem Flug erhielten Alcock und Brown in London von Winston Churchill das Preisgeld überreicht und wurden am nächsten Tag von König Georg V zum Ritter geschlagen. Die Bemerkung von Lord Northcliff, er sehe es als gutes Zeichen für die Zukunft, dass der Flug von einem Land des britischen Commonwealth gestartet und in einem weiteren beendet worden sei - zu einem Zeitpunkt, da Irland intensiv die Unabhängigkeit anstrebte - löste in Irland einen Eklat aus.

Ein Denkmal in Connemara, südlich von Clifden, erinnert an den Flug.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  THE NEW DAILY MAIL PRIZES. In: The Royal Aero Club of the United Kingdom - official notices to members. 5. April 1913, S. 393 (Flight Global Archive).
  2.  THE DAILY MAIL ATLANTIC PRIZE. In: The Royal Aero Club of the United Kingdom - official notices to members. 21. November 1918, S. 1316 (Flight Global Archive).