John Ashbery

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John Ashbery (2010)

John Ashbery (* 28. Juli 1927 in Rochester, New York) ist einer der einflussreichsten US-amerikanischen Dichter der Gegenwart.

Leben[Bearbeiten]

John Ashbery wuchs im Norden des Bundesstaates New York auf. Er studierte an der Harvard-Universität, wo er Kenneth Koch, Frank O'Hara und James Schuyler kennenlernte. Für sie und Barbara Guest wurde später der Begriff New York School of Poets geprägt. Bei dieser Schule handelte es sich um eine Avantgarde-Bewegung, die Spontaneität und Humor betonte und damit einen Gegenpol zu den eher akademisch ausgerichteten Lyrikern der Zeit bildete. 1975 gewann sein Band Self-Portrait in a Convex Mirror den Pulitzer-Preis und weitere Preise. Ashbery lehrt an der Bard University im Bundesstaat New York.

Seine Dichtung ist oft „subjektlos“, ohne die klare Stimme eines Ich-Erzählers. Seine Gedichte befassen sich häufig mit der Beziehung zwischen Chaos und Kunst und bilden die Erfahrung des Bewusstseins nach. Trotz seiner Spontaneität wird sein Werk von vielen als schwer zugänglich angesehen. Dem Dichter James Dickey zufolge ist seine Dichtung „sehr schwer oder vielleicht unmöglich“. Andere sehen seinen Stil als befreiend. Harold Bloom, ein wichtiger Kritiker an der Yale University, betrachtet ihn als den wichtigsten Dichter der Vereinigten Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg.

1985 war er MacArthur Fellow. 1992 erhielt er den internationalen Antonio-Feltrinelli-Preis und 2011 einen National Book Award für sein Lebenswerk.

Werke[Bearbeiten]

  • Turandot and Other Poems. 1953.
  • Some Trees. 1956 (Yale Younger Poet Prize)
  • The Tennis Court Oath. 1962.
  • Rivers and Mountains. 1966.
  • The Double Dream of Spring. 1970.
  • Three Poems. 1972.
  • The Vermont Notebook. 1975.
  • A Nest of Ninnies (Roman, zusammen mit James Schuyler)
  • Self-Portrait in a Convex Mirror (Pulitzer-Preis, National Book Award, National Book Critics Circle Award)
  • Houseboat Days. 1977.
  • As We Know. 1979.
  • Shadow Train. 1981.
  • A Wave. 1984 (Bollingen Prize, Leonare Marshall Poetry Prize)
  • April Galleons. 1987.
  • The Ice Storm. 1987.
  • Flow Chart. 1991.
  • Hotel Lautréamont. 1992.
  • And the Stars Were Shining. 1994.
  • Can You Hear, Bird? 1995.
  • Wakefulness. 1998.
  • Girls on the Run. 1999.
  • Your Name Here. 2000.
  • 100 Multiple-Choice Questions. 2000.
  • Other Traditions. Essays. 2000.
  • As Umbrellas Follow Rain. 2001.
  • Chinese Whispers. 2002.
  • Where Shall I Wander. 2005.
  • Selected Prose 1953–2003. 2005.
  • A Worldly Country. 2007.
  • Notes from the Air: Selected Later Poems. 2007 (Griffin Poetry Prize)
  • Planisphere. 2009.

Übersetzungen[Bearbeiten]

  • Flussbild / Flow Chart. Ein Gedicht. Zweisprachig. Übersetzt aus dem Amerikanischen von Matthias Göritz und Uda Strätling. luxbooks, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-939557-29-6.
  • Ein weltgewandtes Land. Gedichte. Zweisprachig. Übersetzt von Gerhard Falkner, Uljana Wolf, Joachim Sartorius u. a. luxbooks, Wiesbaden 2010.
  • Die Liebeszinsen. Gedichte. Übersetzt von Erwin Einzinger. Reche, Neumarkt 2006.
  • Mädchen auf der Flucht. Ausgewählte Gedichte. Übersetzt von Joachim Sartorius u. a. Hanser, München 2002.
  • Und es blitzten die Sterne. Gedichte. Übersetzt von Erwin Einzinger. Residenz, Salzburg 1997.
  • Hotel Lautréamont. Gedichte. Übersetzt von Erwin Einzinger. Residenz, Salzburg 1995.
  • Ein Haufen Idioten. Roman. Übersetzt von Erwin Einzinger. Residenz, Salzburg 1990.
  • Eine Welle. Ausgewählte Gedichte (1979–1987). Übersetzt von Joachim Sartorius. Hanser, München 1988.
  • Selbstporträt im konvexen Spiegel. Ausgewählte Gedichte (1956–1977). Übersetzt von Christa Cooper und Joachim Sartorius. Hanser, München 1977.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Ashbery – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien