John Burnside

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John Burnside, Literaturfest München, 2012

John Burnside (* 19. März 1955 in Dunfermline, Fife in Schottland) ist ein schottischer Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Burnside wuchs in Cowdenbeath auf und zog mit zehn Jahren nach Corby. Er begann als ungelernter Industriearbeiter in einer Fabrik der Automobilzuliefererindustrie.[1] Er studierte in Cambridge am damaligen College of Arts and Technology (heute: Anglia Ruskin University) Englisch und europäische Sprachen. Danach war er in der Entwicklung von Computer-Software tätig, bevor er 1996 freiberuflicher Schriftsteller wurde.

Burnside war Writer in Residence der University of Dundee und ist heute (2015) Professor für Kreatives Schreiben an der University of St Andrews in Schottland. Er schreibt eine Kolumne in The Guardian und war 2007 einer der Juroren beim kanadischen Griffin Poetry Prize, 2011 war er ein Juror für den Manchester Fiction Prize.

In seinem ersten Roman Haus der Stummen ging er dem Experiment von Jalaluddin Muhammad Akbar nach, ob Sprache angeboren oder erlernt ist. Der Roman Glister ist ein Lehrstück über die Umweltzerstörung.[1] In I put a spell on you geht er der Arbeitergeneration seines Vaters nach.[1] In seinen autobiografischen Schriften thematisiert er das für ihn unnormale Leben in den Vorstädten und seine Drogensucht, dem er mit einer Schreibsucht entkam.[1]

Burnside zog am 25. September 2014 nach dem Nein der Schotten bei dem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands in einem Beitrag in der FAZ ein Resümee zum Stand der Politik in seiner Heimat und Europa.

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Gedichte
  • The Hoop, 1988 - mit dem Scottish Arts Council Book Award ausgezeichnet.
  • Common Knowledge, 1991 - - mit dem Scottish Arts Council Book Award ausgezeichnet.
  • Feast Days, 1992 - mit dem Geoffrey Faber Memorial Prize ausgezeichnet.
  • The Asylum Dance, 2000
  • The Light Trap, 2002
  • Black Cat Bone. Jonathan Cape, London 2011.
Romane und Kurzgeschichten
  • The Myth of the Town, 1995
  • The Dumb House, 1997
  • The Mercy Boys, 1999 - mit dem Encore Award ausgezeichnet.
  • Burning Elvis (Kurzgeschichten), 2000
  • The Locust Room, 2001
  • The Devil's Footprints, 2007
  • Glister, 2008
  • A Summer of Drowning, 2011.
  • Something like Happy, Jonathan Cape, London 2013.
Autobiographie
  • A Lie About My Father, 2006
  • Waking up in Toytown, 2010
  • I put a spell on you : several digressions on love and glamour. London : Jonathan Cape, 2014
als Herausgeber
  • mit Alex Finlay: Love for Love, an Anthology of Love Poems, 2000
  • Wallace Stevens: Poems, ausgewählt von John Burnside, 2008

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Burnside – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Christian Mayer: Prügelknaben, Interview, in: Süddeutsche Zeitung, 18. Oktober 2014, S. 20
  2. Pressemitteilung lt. Buchreport vom 21. Mai 2012