John Candy

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John Candy im September 1993

John Franklin Candy (* 31. Oktober 1950 in Newmarket, Ontario, Kanada;[1]4. März 1994 in Victoria de Durango, Durango, Mexiko[2]) war ein kanadischer Komiker und Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Nach seinem Schulabschluss war Candy Mitglied der Comedy-Truppe Toronto’s Second City Troup. 1976 wurde er durch die Fernsehsendung Second City Television auch in den Vereinigten Staaten bekannt. Ein Angebot der legendären TV-Show Saturday Night Live lehnte er aus Rücksicht auf seine Kollegen ab. Ab den späten 1970er Jahren wirkte er in zahlreichen Hollywood-Komödien mit und wurde zu einem der beliebtesten Komiker der Vereinigten Staaten. In der Regel spielte er liebenswerte Charaktere, die in ungewöhnliche Situationen geraten.

1982 und 1983 gewann Candy, geteilt mit Anderen, Emmy-Awards für Drehbücher der Serie SCTV Network 90. 1995 erhielt er einen Gemini Award.

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen Blues Brothers, Spaceballs, Splash – Eine Jungfrau am Haken, Allein mit Onkel Buck und Cool Runnings – Dabei sein ist alles. Daneben versuchte er sich hin und wieder auch in ernsthaften Rollen, wie zum Beispiel in Oliver Stones JFK – Tatort Dallas.

Am 4. März 1994 starb John Candy im Alter von 43 Jahren bei Dreharbeiten an dem Film Wagons East! in Mexiko an einem Herzinfarkt. 1955 war bereits sein Vater mit 35 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Der stark übergewichtige Schauspieler hatte sich – trotz der Warnungen seiner Ärzte – stets geweigert, abzunehmen, da er seinen Erfolg vor allem auf sein äußeres Erscheinungsbild zurückführte. Seine Beerdigung wurde live im kanadischen Fernsehen übertragen.

Von 1979 bis zu seinem Tod war er mit Rosemary Margaret Hobor verheiratet. Er hinterließ eine Tochter und einen Sohn. Candy wurde auf dem Holy Cross Cemetery in Culver City, Kalifornien beigesetzt.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1972: Cucumber (Fernsehserie)
  • 1972: Polizeiarzt Simon Lark (Dr. Simon Locke, Fernsehserie)
  • 1973: College-Liebe (Class of ’44)
  • 1974: The ABC Afternoon Playbreak (Fernsehserie)
  • 1974: Dr. Zonk and the Zunkins (Fernsehserie)
  • 1975: Mad Wurst (It Seemed Like a Good Idea at the Time)
  • 1976: Tunnel Vision
  • 1976: The Clown Murders
  • 1976: The David Steinberg Show (Fernsehserie)
  • 1976: Alle entführen Victoria (Find the Lady)
  • 1976: 90 Minutes Live (Fernsehserie)
  • 1976–1977: Coming Up Rosie (Fernsehserie)
  • 1976–1979: Second City TV (Fernsehserie)
  • 1977: King of Kensington (Fernsehserie)
  • 1978: Dein Partner ist der Tod (The Silent Partner)
  • 1979: Ein irres Paar (Lost and Found)
  • 1979: 1941 – Wo bitte geht’s nach Hollywood (1941)
  • 1980: Killer aus dem Dunkel (Double Negative)
  • 1980: Kavik, der Schlittenhund (The Courage of Kavik, the Wolf Dog, Fernsehfilm)
  • 1980: Blues Brothers
  • 1981: Erzählungen aus dem hohen Norden (Jack London’s Tales of the Klondike, Fernsehserie)
  • 1981: Ich glaub’, mich knutscht ein Elch! (Stripes)
  • 1981: Heavy Metal (Stimme)
  • 1981–1983: SCTV Network 90 (Fernsehserie)
  • 1983: Die schrillen Vier auf Achse (National Lampoon’s Vacation)
  • 1983: Auf die Bäume, ihr Affen (Going Berserk)
  • 1983: SCTV Channel (Fernsehserie)
  • 1984: The New Show (Fernsehserie)
  • 1984: Splash – Eine Jungfrau am Haken (Splash)
  • 1985: Martin Short: Concert for the North Americas (Kurzfilm)
  • 1985: The Canadian Conspiracy (Fernsehfilm)
  • 1985: The Last Polka (Kurzfilm)
  • 1985: Zum Teufel mit den Kohlen (Brewster’s Millions)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: John Candy – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Guide to the cinema(s) of Canada: John Candy (englisch)
  2. Glenn Collins: John Candy, Comedic Film Star, Is Dead of a Heart Attack at 43, The New York Times, 5. März 1994 (englisch)