John Carroll University

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John Carroll University
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Motto Ad Majorem Dei Gloriam
Gründung 1886
Trägerschaft Jesuitenorden
Ort University Heights, Ohio
Staat Vereinigte Staaten von Amerika
Präsident Robert L. Niehoff, SJ
Studenten 3200 (2006)
Mitarbeiter 850 (2006)
davon Professoren 240 (2006)
Jahresetat $ 170.000.000
Website http://www.jcu.edu/index.htm

Die John Carroll University (JCU) (John-Carroll-Universität) ist eine private Universität des Jesuitenordens in University Heights bei Cleveland, Ohio, Vereinigte Staaten von Amerika. Sie wurde 1886 zunächst als eine Hochschule, mit dem Namen Saint Ignatius, gegründet und 1923 in John Carroll University umbenannt. Die Universität ist Mitglied der Association of Jesuit Colleges and Universities, seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hat sich die Universität zu einer der bekannten Universitäten in den USA entwickelt, dieses hatte ebenfalls zur Folge, dass die Infrastruktur verbessert und erweitert werden konnte. Der Wahlspruch der JCU lautet: "Ad maiorum Dei gloriam" (Zum größeren Ruhm Gottes). Es ist gleichzeitig der Wahlspruch der Jesuiten.

Geschichte[Bearbeiten]

Die heutige John-Carroll-Universität wurde zunächst im Jahre 1886 als St. Ignatius College für Männer gegründet. Sie ist die 19. von 28 Hochschulen der Jesuiten in den USA und wurde 97 Jahre nach der Georgetown Universität, dessen Gründer Bischof John Carroll war, errichtet.

Ziele und Methoden[Bearbeiten]

Die aus Deutschland stammenden Jesuiten, die während des Kulturkampfes Deutschland verlassen mussten, brachten die traditionellen Schulstrukturen mit. Ihre Ziele waren auf die moralische und intellektuellen Ausbildung junger Männer ausgerichtet, die in einer religiösen Gemeinschaft leben sollten. Die Ausbildung war auf den klassische siebenjährige Schulgang angelegt, wobei in den ersten drei Jahren Fremdsprachen und Basiswissen vermittelt wurden und die Schüler auf den Universitätszweig vorbereitet wurden. Die nächsten drei Jahre galten der klassischen Literatur, und der lateinischen und griechischen Sprache und Poesie. Im letzten Jahr wurden die Schüler in Forschung, Geschichte und Geografie und Philosophie unterrichtet. Nach Abschuss und Beendigung des sechsten Schuljahrs erhielten die Schüler ein Zeugnis, nur wer das siebte Jahr erfolgreich absolvierte, konnte zum Bachelor graduiert werden.

Entwicklungen[Bearbeiten]

1923 erhielt die Jesuitenhochschule ihren jetzigen Namen John Carroll University. John Carroll war der erste römisch-katholische Bischof in den USA. Im September 1935 zog die Universität in das westlich gelegene Cleveland/Ohio dem „University Heights“ [1] , dieses liegt ca. 20 Kilometer östlich von Cleveland. Im September 1968 erfolgte die erste Zulassung von Studentinnen. In den letzten Jahren fanden umfangreiche Vergrößerungsarbeiten und Gründungen von Zentren und Instituten statt. Seit Oktober 2005 amtiert der 24. Präsident der Universität Robert Niehoff.

Organisation[Bearbeiten]

Die John Carroll University besteht aus drei Schulen: Der Hochschule für Kunst und Wissenschaften, der Schule für Wirtschaftslehre und einer akademischen Hochschule. In der Schule für Wirtschaftslehre können sowohl allgemeine als auch akademische Abschlüsse erreicht werden.

Das Universitätsgelände[Bearbeiten]

Die gesamte Universitätsanlage (Campus (Universität)) erstreckt sich auf ein Gebiet von 309 km², mehr als zwanzig Hauptgebäude sind vorwiegend im gotischen Stil erbaut. Außerhalb des Hauptgeländes liegt ein weiteres Teilgelände von 170 km² auf diesem sind Freizeiteinrichtungen und Ausbildungsstätten errichtet.

Im Hauptgebäude der Universität sind folgende Einrichtungen:

  • Große Bibliothek,
  • Studienzentrum,
  • Wissenschaftszentrum
  • Zentrum für Kommunikation und Sprachen
  • Studentenzentrum mit Theater, Mensa, Organisationsbüros, Freizeiteinrichtungen, Konferenzräume, Religionszentrum, Kapelle

Weitere Einrichtungen sind:

  • Einkaufszentrum,
  • Wohngebäude
  • Bürogebäude
  • Technische Einrichtungen und Technikzentren
  • Fitness-Zentren
  • Sporthallen und Sportplätze und ander Sporteinrichtungen
  • Football-Stadion und Plätze für Leichtathletik
  • Sowie acht Studentenwohnheime

Studienphilosophie[Bearbeiten]

Namensgeber Erzbischof John Carroll (SJ) von Baltimore

In der Hochschule für Kunst und Wissenschaften werden im ersten Jahr zwei Semester für Fremdsprachen, drei Philosophiekurse und zwei Kurse für Religion angeboten. Die Lehrpläne und Studienprogramme richten sich nach den Prinzipien einer katholische Hochschule der Jesuiten, in der die liberale Kunst gelehrt wird und die Entwicklung auf den ganzheitlichen Menschen ausgerichtet ist. In den Studiengängen soll die Integration von Glauben und Kultur gefördert werden, die Moral und geistigen Prinzipien sollen auf ein verantwortliches gesellschaftliches Handeln angehoben werden. Hiernach erfolgt eine Examensprüfung, die beim Bestehen zur Fortsetzung des Studiums in den verschiedenen Universitätszweigen berechtigt. Jährlich werden ein bis zwei Stipendien an Studenten, die die klassischen lateinischen und griechischen Sprachen als Hauptfach belegen, für vier Jahre vergeben.

Internationale Verbindungen[Bearbeiten]

Alle Studenten können an internationalen Austauschprogrammen teilnehmen, hierzu gestaltet die Universität ein eigenes Programm und arbeitet mit anderen Universitäten zusammen. Es bestehen Austauschprogramm mit der Kansai Gaidai Universität, Nanzan Universität und Sophia Universität aus Japan. Europäische Universitäten mit denen die JCU kooperiert sind die Technische Universität Dortmund und die englische Universität von Hull. Gleichzeitig unterstützt die JCU Programme anderen Universitäten und Instituten der Jesuiten, dieses sind zum Beispiel das Institut zur Friedensforschung und Konfliktbewältigung in Belfast, das italienische Seminar in der Vatikanstadt, ein liberales Kunst - Seminar in London, des Weiteren das Haus der Solidarität in El Salvador und das Jesuiten Beijing-Center.

Ranking[Bearbeiten]

Der U.S. News & Word Report erstellt jährlich eine Liste mit den „America’s Best Colleges“. Im Jahr 2007 erlangte die JCU im 18ten aufeinanderfolgenden Jahr einen Platz unter den zehn Besten Universitäten im Mittelwesten der Staaten. Mit einer Quote von 75 Prozent belegte die JCU in der Bewertung der erlangten Zertifikate ebenfalls einen vorderen Platz.

Sportvereine[Bearbeiten]

Die Universität hat 21 unterschiedliche Sportvereine, die als „Blue Streaks“ bekannt sind und in den verschiedensten Ligen spielen. Das Football-Team spielt im bekannten „Don Shula Stadion“, welches 2003 eröffnet wurde.

Unterkünfte[Bearbeiten]

Auf dem Universitätsgelände leben über 60 Prozent der Studenten in acht Wohnhäusern, bei den Erstseminaristen liegt der Prozentanteil bei 90.

  • Die Wohnhäuser für Studenten im ersten Jahr :
    • Pacelli Hall mit einem Platzangebot für 216 Studenten und Studentinnen
    • Sutowski Hall für 171 Studenten
    • Murphy Hall für 408 Erstseminaristen
  • Die Wohnhäuser mit Einzelzimmern für die Studenten im Hauptstudium :
    • Campion Hall für 306 Bewohner,
    • Dolan Hall mit kleinen Appartements für 214 Studenten,
    • Hamlin Hall mit 294 Einzelzimmern
    • Millor Hall für 242 Studenten und der
  • Wohnhaus für die Studenten in den Oberstufen:
    • Bernet Hall einem Appartementhaus für 100 Oberstufenschülern, so genannten „Senior Students“, die Wohnungen bieten Platz für 2, 4 oder 6 Studenten.

Studentenvereinigungen[Bearbeiten]

Alle Studentenvereinigungen und Studentinnenvereinigungen (Fraternities und Sororities) stehen unter der Beobachtung der Schulleitung und werden durch Ratsgremien vertreten. Ihnen werden Verhaltensregeln vorgegeben, welche genau eingehalten werden müssen.

  • Studentenvereinigungen unter der Leitung des Interfraternity Council (IFC) [2]
    • Beta Thea Pi (ΒΘΠ), seit 1839
    • Delta Tau Delta (ΔΤΔ), seit 1858
    • Kappa Sigma (ΚΣ), seit 1869
    • Sigma Phi Epsilon (ΣΦΕ) , seit 1901
  • Studentinnenvereinigungen unter der Leitung des Panhellenic Council [3]
    • Chi Omega (ΧΩ), seit 1895
    • Gamma Phi Beta (ΓΦΒ), seit 1874
    • Kappa Alpha Theta (ΚΑΘ), seit 1870
    • Kappa Delta (ΚΔ), seit 1897
    • Kappa Kappa Gamma (ΚΚΓ), seit 1870

Weblinks[Bearbeiten]

41.490138888889-81.531222222222Koordinaten: 41° 29′ 25″ N, 81° 31′ 52″ W