John D. und Catherine T. MacArthur Foundation

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Die John D. and Catherine T. MacArthur Foundation ist eine Stiftung, die der amerikanische Versicherer John D. MacArthur (1897–1978) − gemeinsam mit seiner Ehefrau Catherine MacArthur (1909–1981) − gründete.

Sie vergibt seit 1981 die mit je 500.000 US-Dollar über fünf Jahre dotierten Stipendien "MacArthur Fellowship" für kreative Köpfe und Wissenschaftler in den USA.[1] Auch das Public Broadcasting System (PBS), das öffentliche Fernsehen der USA, wird von ihr unterstützt.

Der Preis hat in den USA hohes Ansehen und wird dort auch als Genius Award bezeichnet.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

William T. Kirby, der Rechtsanwalt von John MacArthur, und Paul Doolen, sein CFO, schlugen vor, dass die MacArthurs eine Stiftung gründen sollten, die von ihrem enormen Vermögen gespeist werden sollte. Die Stiftungsurkunde war zwei Seiten lang und in einem einfachen Englisch von Kirby verfasst worden.

Als John D. MacArthur am 6. Januar 1978 verstarb, hatte er ein Vermögen von über einer Milliarde US-Dollar und war einer der drei reichsten Menschen der Vereinigten Staaten. 92 % seines Nachlasses gingen als Stiftungskapital an die John D. and Catherine T. MacArthur Foundation. Im ersten Aufsichtsrat der Stiftung, der von John D. MacArthur testamentarisch festgelegt wurde, saßen Catherine T. MacArthur (seine Witwe), J. Roderick MacArthur (sein Sohn aus erster Ehe), zwei weitere leitende Angestellte der Bankers Life and Casualty, sowie Radiomoderator Paul Harvey. John D. MacArthur war politisch konservativ und hatte Ansichten, die sein Sohn, J. Roderick, und Enkel, "Rick" MacArthur, nicht teilten; letzterer sagte von den Ansichten seines Großvaters, sie seien "konventionell rechts (...) Seine ideologischen Gedanken waren primitiv." Durch das Androhen von Zivilklagen gegen andere Mitglieder des Aufsichtsrats, um negative Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben, erreichte J. Roderick allmählich den Rücktritt der konservativen Mitglieder des Aufsichtsrats sowie des Präsidenten, Paul Doolen.[3] Als die konservativen Freunde von John D. MacArthur zurücktraten sowie 1981 William E. Simon, änderte sich der Schwerpunkt der Stiftung hin zur Unterstützung einer liberaleren Politik, die für John D. MacArthur Anathema gewesen wäre.[4]

Der erste Vorsitzende der Stiftung war Doolen, der die Position von 1978 bis 1980 innehatte. Ihm folgte John Corbally als zweiter Vorsitzender von 1980 bis 1989. Adele Simmons war die dritte Vorsitzende der Stiftung von 1989 bis 1999.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quelle[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung (engl.)
  2. Zum Beispiel New York Times zu den 2009 Preisträgern
  3. http://www.discoverthenetworks.org/individualProfile.asp?indid=1521
  4. http://www.discoverthenetworks.org/funderProfile.asp?fndid=5223

Weblinks[Bearbeiten]