John Dykstra

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John Charles Dykstra (* 3. Juni 1947 in Long Beach, Kalifornien, USA) ist ein Spezialeffekt-Künstler. Er begann in den 1970er Jahren mit der Verwendung von Computern in der Filmherstellung und gilt daher als Pionier der Branche. Seine Arbeit für den erfolgreichen Science Fiction-Film Krieg der Sterne revolutionierte in den späten 1970er Jahren die Tricktechnik.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Nach dem Industriedesign-Studium fand Dykstra eine Stelle, bei der er in Zusammenarbeit mit Douglas Trumbull Modeleffektaufnahmen für den Film Lautlos im Weltraum erstellte. Als George Lucas Personal für die Arbeit an den Spezialeffekten für Krieg der Sterne einstellte, trat er an Trumbull heran, der ihn wiederum an Dykstra verwies. Dykstra leitete bei Industrial Light and Magic die Entwicklung des computergesteuerten Motion-Control-Kamerasystems Dykstraflex, das sich für viele der bahnbrechenden Effekte der Filme verantwortlich zeigte. Ermöglicht wurde dieses System durch die Verfügbarkeit handelsüblicher und relativ kostengünstiger Mikroprozessoren sowie die Verwendung gebrauchter Vistavision-Kameras.

Es gab jedoch Spannungen zwischen Dykstra und Lucas, der später darüber klagte, zu viel des Spezialeffekt-Budgets sei für die Entwicklung der Kamerasysteme verwendet worden, wodurch das Effekt-Team nicht die Filmaufnahmen liefern konnte, die er hätte haben wollen. Nichtsdestoweniger sicherte Dykstra nach der Veröffentlichung von Krieg der Sterne seinen Status in der Filmindustrie durch seine Auszeichnung mit dem Oscar für die Besten visuellen Effekte und besondere technische Leistung.

Dykstra wird als Mitproduzent der Fernsehserie Kampfstern Galactica aufgeführt und trug zu den Spezialeffekten der Serie bei, die nach Krieg der Sterne jedoch aufgrund ihrer Eintönigkeit etwas enttäuschend ausfielen. Universal, die Kampfstern Galactica produzierten, gerieten außerdem in einen Rechtsstreit mit George Lucas, was zur Folge hatte, dass Dykstra zum Beginn der Dreharbeiten von Das Imperium schlägt zurück nicht mehr an das Set zurückbeordert wurde. Dykstra wirkte auch an den Effekten zu Star Trek: Der Film mit, die in späteren Filmen erneut Verwendung fanden.

Dykstras nächste große Leistung war die Arbeit an den Spezialeffekten für Firefox aus dem Jahre 1982. Er nahm die gleiche Herausforderung auf sich, die auch Lucas in Das Imperium schlägt zurück in Angriff genommen hatte, nämlich die Kombination von Miniatureffekten, gefilmten Hintergründen und gemalten Hintergründen auf weißem Grund. Der Film brachte ihm weitere Auszeichnungen, war jedoch nur von geringem kommerziellen Erfolg. Dykstra war außerdem an dem Laser-Disc-basierten Spielhallen-Automaten zum Film Firefox beteiligt, der sich als einschlägiger Erfolg erwies, woraufhin er sich im folgenden Jahrzehnt auf Computerspiele konzentrierte.

Unter Dykstras Aufsicht wurden auch die Spezialeffekte für Batman Forever und Batman & Robin erstellt, die eine exzellente Arbeit darstellten. Vom Jahr 2002 an arbeitete Dykstra an den Neuverfilmungen der Spider-Man-Filme mit.

Zurzeit arbeitet John Dykstra an der Produktion Tortoise and Hippo, dies ist seine erste Regiearbeit [1][2].

Filmografie[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tortoise and Hippo in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
  2. Tortoise and Hippo: Regiedebut von Star Wars-Trickser John Dykstra, MovieGod.de-Artikel vom 2. März 2006