John Ford (Dramatiker)

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John Ford (getauft 17. April 1586 in Ilsington, Devon; † nach 1639 in oder bei London) war ein englischer Dramatiker.

Leben[Bearbeiten]

Ford war der Sohn des Friedensrichters John Ford und dessen Ehefrau Elizabeth Popham. Ein Onkel mütterlicherseits war der Jurist John Popham. Über Fords Kindheit und Jugend ist recht wenig bekannt. Ford studierte in Oxford Jura; wahrscheinlich am Exeter College.

In seinen Tragödien behandelt Ford immer wieder die leidenschaftliche Liebe jenseits der moralischen Grenzen. Schauplätze sind immer wieder Italien oder Griechenland, wo seine Helden tragisch dem Tod anheimfallen und vernichtet werden. Heute noch bekannt ist sein Familiendrama Tis a pity she's a whore, in dem Ford das Tabuthema Inzest thematisiert.

Zusammen mit seinen Kollegen Thomas Dekker und William Rowley veröffentlichte Ford um 1623 The witch of Edmonton. Mit John Webster arbeitete er ebenfalls öfter zusammen.

Im Alter von ungefähr 50 Jahren starb John Ford nach 1639 in oder bei London.

Werke[Bearbeiten]

  • The Witch of Edmonton (1621; gedruckt 1658), mit Thomas Dekker and William Rowley
  • The Sun's Darling (überarbeitet 1638–9; gedruckt 1656), mit Dekker
  • The Lover's Melancholy (1628; gedruckt 1629)
  • The Broken Heard (ca. 1625–33; gedruckt 1633)
  • Love's Sacrifice (1632?; gedruckt 1633)
  • Tis Pity She's a Whore (1629–33?; gedruckt 1633)
  • Perkin Warbeck (ca. 1629–34; gedruckt 1634), mit Dekker?
  • The Fancies Chaste and Noble (163–6; 1638)
  • The Lady's Trial (1638; gedruckt 1639)
Werke mit unsicherer Zuschreibung
  • The Queen (ca. 1621–33?; printed 1653)
  • The Spanish Gypsy (licensed July 9, 1623; printed 1653).


Ein erheblicher Teil der Schauspiele von Ford ist nicht erhalten, darunter The Royal Combat und Beauty in a Trance, sowie einige Schauspiele, die er zusammen mit Dekker geschaffen hat: The London Merchant, The Bristol Merchant, The Fairy Knight, sowie Keep the Widow Waking, das er in Zusammenarbeit mit William Rowley and John Webster geschaffen hat.

Zu den fraglichen Zuschreibungen gehört: The Laws of Candy, das als Schauspiel von John Fletcher geführt wird, möglicherweise aber einiges von Fords gleichnamigem Werk enthält. Auch The Welsh Ambassador and The Fair Maid of the Inn werden als Werke betrachtet, die einiges von Ford enthalten können.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stavig, p. 207.