John Foxx

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Metamatic
  UK 18 02.02.1980 (7 Wo.)
The Garden
  UK 24 03.10.1981 (6 Wo.)
The Golden Section
  UK 27 08.10.1983 (3 Wo.)
In Mysterious Ways
  UK 85 05.10.1985 (1 Wo.)
Singles[1]
Underpass
  UK 31 26.01.1980 (8 Wo.)
No-One Driving
  UK 32 29.03.1980 (4 Wo.)
Burning Car
  UK 35 19.07.1980 (7 Wo.)
Miles Away
  UK 51 08.11.1980 (3 Wo.)
Europe (After the Rain)
  UK 40 29.08.1981 (5 Wo.)
Endlessly
  UK 66 02.07.1983 (3 Wo.)
Your Dress
  UK 61 17.09.1983 (1 Wo.)

John Foxx (* 26. September 1947[2] in Chorley, England als Dennis Leigh) ist ein britischer Musiker und Grafikdesigner.

Leben[Bearbeiten]

John Foxx wurde 1947 in Chorley in Nordwestengland als Dennis Leigh geboren. Sein Vater war als Grubenarbeiter und Boxer, seine Mutter als Mühlenarbeiterin tätig. Er besuchte in Chorley die St. Mary's-Grundschule und die St. Augustine's-Oberschule für Jungen sowie anschließend das Art College in Preston[3]. Danach begann er ein Studium am Royal College of Art in London, wohin er 1975 fest umzog[4]. 1976 schloss er sein Studium ab.[5] Foxx hat einen Sohn, John (* 1985), der unter dem Pseudonym Karborn als Multimediakünstler tätig ist.[6] Im Juli 2014 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der britischen Edge Hill University verliehen.[7]

Karriere[Bearbeiten]

Er begann seine Karriere 1973, noch als Kunst- und Graphikdesignstudent, in der Glamrock-Band Tiger Lily. Beeinflusst durch das Aufkommen des Punk wechselte Tiger Lily 1976 ihren Stil, weg vom Glamrock und hin zu einer Fusion aus Punk und New Wave, und nannte sich fortan Ultravox!. Zwischen 1977 und 1978 veröffentlichte Ultravox (zunächst mit, später ohne Ausrufezeichen im Bandnamen) drei LPs, produziert unter anderem von Steve Lillywhite, Brian Eno und Conny Plank, und reduzierte dabei im Laufe der Zeit die Punk- zugunsten elektronischer Elemente. Das 1978 veröffentlichte Systems of Romance gilt als erstes Synthie-Pop-Album.

1979 verließ Foxx die Band, und sein erstes Soloalbum Metamatic (1980) markiert einen weiteren Entwicklungsschritt, da er nun mit Ausnahme einiger Bass-Sequenzen auf sämtliche nicht-elektronische Instrumente verzichtet hat. Rhythmusbetonte Stücke dominieren (Blurred Girl); die fragmentarischen Melodien dienen mehr zur atmosphärischen Untermalung (The Plaza). Allgemein gilt das Album als Musterbeispiel des „kalten“ Pop, der den Gegensatz von warmer Innen- und kalter (technischer) Außenwelt widerspiegelt. Die Auskopplung Underpass gilt bis zum heutigen Tag als bekanntestes Solo-Stück von Foxx.

The Garden (1981) dagegen verkündet bereits die romantische Tendenz der folgenden beiden Alben, greift aber auch Motive aus der Schlussphase seiner Zeit bei Ultravox auf (Systems of Romance). Erstmals enthielten einige Editionen auch graphische Kunstwerke Foxx'.

The Golden Section (1983) markiert die Fortführung dieser Entwicklung. Neben meditativ-melancholischen Stücken im Stile von The Garden (Ghosts on Water, Twilight’s Last Gleaming) finden sich hier auch eingängige Pop-Hymnen (Your Dress, Endlessly).

Den Höhepunkt findet diese Entwicklung in dem Album In Mysterious Ways (1985), das sowohl mit aufwendig produzierten Pop-Songs (Enter the Angel 1, Stars on Fire), als auch mit lieblich-romantischen Musikepen (Morning Glory, Enter the Angel 2) glänzt.

1985 und 1987 produziert und komponiert Foxx für Anne Clark Stücke ihrer LPs Pressure Points und Hopeless Cases, wobei manche Lieder (Alarm Call) in musikalischer Hinsicht durchaus an die In-Mysterious-Ways-Phase erinnern.

Um 1990 engagierte sich Foxx mit der Band Nation 12 und beim Videodreh der Band LFO in der noch jungen Techno-Szene. Ebenfalls unter dem Namen Nation 12 komponierte er die Musik zu Computerspielen, die vor allem auf dem Amiga Verbreitung erlangten, so zu Speedball 2 (1990) und Gods (1991).

1997 meldete sich Foxx mit zwei Alben zurück: Shifting City (in Kooperation mit Louis Gordon) greift Motive aus Metamatic auf, vermischt sie aber mit den Einflüssen der Neunziger, während Cathedral Oceans mehr ein Experiment in Sachen Ambient darstellt. Es folgten The Pleasures of Electricity (2002), Cathedral Oceans Vol. I + II (2003), das wieder sehr auf den Rhythmus minimalisierte Crash and Burn (2003) und Translucence/Drift Music (2003).

Im Jahr 2005 gab es vier Veröffentlichungen: Cathedral Oceans III (8. August), Mr. No, in der Neuauflage bei New Religion und nur als Vinyl erhältlich, sowie die 12" Maxi-Single Free Robot auf Hydrogen D in Zusammenarbeit mit den Metamatics (5. September). Außerdem erschien noch das Album Electrofear von seinem Projekt Nation 12, welches er bereits 1989/90 zusammen mit Tim Simenon von Bomb the Bass produziert hatte und das bisher unveröffentlicht blieb.

Mitte 2006 erschien das Instrumental-Album Tiny Colour Movies, Ende des Jahres eine weitere Koproduktion mit Louis Gordon namens From Trash. Mitte 2009 folgte in Zusammenarbeit mit einem Gründungsmitglied der Cocteau Twins, Robin Guthrie, das von äußerst sanften melodischen Gesangslinien geprägte Album Mirrorball, welches eine deutliche musikalische Verwandtschaft mit früheren Werken der Cocteau Twins aufweist.

Diskografie[Bearbeiten]

→ Hauptartikel: John Foxx/Diskografie

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b UK-Charthistorie (Official Charts Company)
  2. John Foxx bei Allmusic.com
  3. John Foxx: systems of romance, factmag.com
  4. History of Ultravox
  5. John Foxx Q&A
  6. John Leigh auf Designboom.com
  7. Verlautbarung der Edge Hill University